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Axelsens Ranking-Absturz sorgt für Alarm

Monate an der Seitenlinie

Viktor Axelsen hat seit dem 24. Oktober des vergangenen Jahres kein Pflichtspiel mehr bestritten. Grund dafür sind erneut aufgetretene Rückenprobleme, dieselbe Verletzung, die ihn im April 2025 zu einer Operation zwang und ihn für ein halbes Jahr außer Gefecht setzte.

Laut TV 2 Sport hat Axelsen eingeräumt, dass es derzeit keinen klaren Zeitplan für ein Comeback gibt. Es gehe nicht mehr nur darum, wieder in Form zu kommen, sondern darum, ob sein Körper ihm überhaupt eine Rückkehr auf Topniveau erlaubt.

Die Konsequenzen für die Rangliste werden spürbarer

Die lange Pause hat Axelsen bereits auf Platz 30 der Weltrangliste zurückfallen lassen. Zwar liegt er damit noch innerhalb der Top 32, die einen direkten Zugang zu den größten Turnieren garantieren, doch der Spielraum wird immer kleiner.

Nach Berechnungen von TV 2 Sport stammt ein erheblicher Teil von Axelsens aktuellen Weltranglistenpunkten aus seinem Sieg bei den India Open im vergangenen Jahr. Diese Punkte laufen nun schrittweise aus und beschleunigen den Abwärtstrend.

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Die Uhr für das geschützte Ranking tickt

Ein entscheidendes Datum ist der 16. Februar, an dem Axelsens sogenanntes geschütztes Ranking ausläuft. Diese Regelung ermöglichte es ihm bislang, sich für Turniere auf Basis seiner früheren Spitzenplatzierung anzumelden, obwohl er aktuell deutlich tiefer geführt wird.

Mit dem Auslaufen dieser Sonderregelung verschwindet dieses Sicherheitsnetz. Der TV 2 Sport Experte Jim Laugesen zeichnet ein düsteres Bild der Lage.

„Es wird katastrophal, wenn er noch länger ausfällt“, sagte Laugesen gegenüber TV 2 Sport und warnte davor, dass Axelsen gezwungen sein könnte, seine Karriere auf niedrigerem europäischem Turnierniveau neu aufzubauen.

Absturz aus der Weltspitze droht

Den Prognosen von TV 2 Sport zufolge verliert Axelsen allein im Januar 14.000 Punkte und würde dadurch auf etwa Platz 51 zurückfallen. Weitere Punktverluste Anfang März könnten ihn bis in den Bereich um Platz 77 der Weltrangliste abrutschen lassen.

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Eine solche Platzierung würde ihn von Topturnieren wie den All England Championships ausschließen und ihn auf deutlich kleinere Wettbewerbe verweisen, weit entfernt von der Bühne, die er über Jahre geprägt hat.

Die Regeln lassen kaum Spielraum

Der internationale Badminton-Weltverband BWF hat bestätigt, dass die aktuellen Regularien keine Möglichkeit vorsehen, ein geschütztes Ranking zu pausieren oder erneut zu beantragen, sobald es einmal genutzt wurde.

„Nach den derzeit geltenden Regelungen gibt es keine Möglichkeit, ein geschütztes Ranking auszusetzen“, erklärte der BWF in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber TV 2 Sport.

Axelsen selbst hatte bereits zuvor seine Sorgen über die langfristigen Folgen der Verletzung geäußert. Im Dezember sagte er, er hoffe, dass ihn der Rückschlag nicht die Karriere koste, räumte jedoch ein, dass die Situation „nicht besonders positiv“ aussehe.

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Eine entscheidende Phase für einen Champion

Jim Laugesen ist der Ansicht, dass der BWF zumindest prüfen sollte, ob die bestehenden Regeln den größten Stars des Sports ausreichend gerecht werden. Vorerst bleiben die Vorschriften jedoch unverändert.

Für Axelsen, zweifacher Olympiasieger und ehemaliger Weltranglistenerster, könnten die kommenden Wochen entscheidend sein, nicht nur für seine Platzierung, sondern auch dafür, wie und wo ein realistisches Comeback überhaupt möglich ist.

Quellen: TV 2 Sport, BWF

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