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Barcelona schlägt zurück: Rechtliche Schritte im Wahlstreit angekündigt

Der FC Barcelona hat mit sofortigen juristischen Maßnahmen gedroht und die erhobenen Vorwürfe als haltlos bezeichnet. Damit verschärft sich der Konflikt in einer sensiblen Phase des Wahlkampfs beim katalanischen Traditionsklub.

Laut einer am Montag auf der offiziellen Website des FC Barcelona veröffentlichten Erklärung nahm der Vorgang am 15. Januar 2026 seinen Anfang. Journalisten zweier nicht namentlich genannter Medien sowie das Organized Crime & Corruption Reporting Project, OCCRP, hätten den Verein kontaktiert, um Informationen und Dokumente zu einer geplanten Veröffentlichung überprüfen zu lassen.

Kontakt durch Journalisten im Januar

In der Mitteilung heißt es, der FC Barcelona habe interne und externe Prüfungen durchgeführt, um die Glaubwürdigkeit und Authentizität des vorgelegten Materials zu bewerten. Dabei sei man zu dem Schluss gekommen, dass die Vorwürfe unbegründet seien und offenbar auf gefälschten oder stark manipulierten Dokumenten beruhten.

Am 19. Januar habe der Klub den Journalisten sowie OCCRP offiziell mitgeteilt, dass die Anschuldigungen „completely false“ seien. Zwar habe man die betreffenden Unterlagen nicht selbst eingesehen, doch nach Einschätzung des Vereins müssten diese verfälscht oder manipuliert worden sein.

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Der Verein bedankte sich zugleich dafür, dass vor einer möglichen Veröffentlichung eine Stellungnahme eingeholt wurde, forderte jedoch, die aus seiner Sicht unzutreffende Geschichte nicht zu publizieren.

Juristische und vereinsinterne Schritte

Der FC Barcelona kündigte an, umgehend rechtliche Schritte gegen jene Vereinsmitglieder einzuleiten, die die Anzeige eingereicht haben sollen. Genannt werden unter anderem falsche Anschuldigungen, die Vorlage falscher Dokumente sowie Verleumdung als mögliche Tatbestände.

Darüber hinaus will der Klub den vereinseigenen Disziplinarausschuss einschalten und die strengsten nach den Statuten vorgesehenen Sanktionen prüfen lassen, unabhängig davon, ob die ursprüngliche Anzeige formell zugelassen wird.

Zudem werde geprüft, ob auch gegen das Medium, das den Bericht veröffentlicht hat, Maßnahmen ergriffen werden können. Der Verein argumentiert, seine Stellungnahme sei vor der Veröffentlichung eindeutig übermittelt worden.

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Präsidentschaftswahl als politisch heikler Rahmen

Der Konflikt fällt in die laufende Präsidentschaftswahl beim FC Barcelona, die Abstimmung ist für den 15. März angesetzt. Nach Angaben des Vereins sollen sämtliche relevanten Informationen dem Electoral Committee zur unabhängigen Prüfung übergeben werden.

Der FC Barcelona rief Medien dazu auf, potenziell rufschädigende Informationen vor einer Veröffentlichung mit dem Verein abzugleichen, insbesondere während des Wahlkampfs. Der Zeitpunkt der Vorwürfe deute aus Sicht des Klubs auf den Versuch hin, den demokratischen Prozess und die Souveränität der Mitglieder zu beeinflussen.

Details zur externen Beschwerde sind bislang nicht öffentlich bekannt. Der FC Barcelona betont jedoch, dass die Inhalte mit jenen Informationen übereinstimmen, die bereits im Januar zurückgewiesen worden seien. Das betroffene Medium hat sich bisher nicht öffentlich zu der aktuellen Stellungnahme geäußert.

Quellen: Offizielle Mitteilung des FC Barcelona, 23. Februar 2026.

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