In einem eindrucksvollen Zeichen grenzüberschreitender Solidarität sangen fast 20.000 Fans bei einem Eishockeyspiel der Buffalo Sabres spontan die kanadische Nationalhymne, nachdem das Mikrofon der Sängerin ausgefallen war. Der herzerwärmende Moment ereignete sich in Buffalo, New York, vor dem Hintergrund eskalierender politischer Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada.
Der Vorfall ereignete sich, als Sängerin Cami Clune ihre Darbietung von „O Canada“ vor einem Spiel zwischen zwei US-amerikanischen Teams begann. Als ihr Mikrofon versagte, stimmte die Menge im KeyBank Center sofort in die Melodie ein und erfüllte die Arena mit einer vereinten Stimme. Clune drückte später in den sozialen Medien ihre Dankbarkeit aus: „Nun, das war interessant!! Vielen Dank an euch alle, dass ihr mitgesungen habt. Wir haben die besten Fans überhaupt!“
Eine Tradition guter Nachbarn
Die Buffalo Sabres haben in der National Hockey League (NHL) eine besondere Stellung inne, indem sie ihre nördlichen Nachbarn ehren, eine Tradition, die über ein halbes Jahrhundert währt. Selbst wenn sie gegen ein anderes US-Team antreten, wird die kanadische Hymne gespielt, ein Zeichen der tiefen Verbindung zwischen Buffalo und dem südlichen Ontario, Kanada. Diese Geste erhält zusätzliche Bedeutung angesichts des zunehmend erbitterten Bruchs, der die Beziehungen zwischen den USA und Kanada seit über einem Jahr prägt. Die Spannungen rühren größtenteils von den Drohungen des ehemaligen Präsidenten Donald Trump her, Kanada zu annektieren und strafende Zölle auf wichtige kanadische Industrien zu erheben. Als Vergeltung haben kanadische Provinzen amerikanischen Wein und Spirituosen aus den Regalen genommen, und Kanadier haben einen Reiseboykott südlich der Grenze aufrechterhalten. Frühere Vorfälle haben die angespannte Beziehung verdeutlicht, als kanadische Zuschauer letztes Jahr bei einem internationalen Turnier in Montréal die US-Nationalhymne ausbuhten. Auch Torontonianer verhöhnten „The Star-Spangled Banner“ vor einem Spiel zwischen dem Basketballteam der Toronto Raptors und den Los Angeles Clippers.Lokale Bindungen überwinden nationale Politik
Doch die Verbindung zwischen Buffalo und Kanada, insbesondere dem südlichen Ontario, überwindet oft nationale politische Streitigkeiten. Buffalo, bekannt als die „Stadt der guten Nachbarn“, hat sich einen Ruf für seine einladende Atmosphäre erworben, besonders für kanadische Besucher. Die Stadt liegt geografisch nur wenige Meilen von Ontario entfernt, wobei die Grenze bei dichtem Verkehr nur eine 10-minütige Fahrt entfernt ist. Ein Reddit-Nutzer unterstrich diese tiefe lokale Verbindung und erklärte: „Ich glaube nicht, dass die Leute verstehen, wie fließend die Grenze zwischen Buffalo und dem südlichen Ontario ist. Die Menschen überqueren sie routinemäßig für Kleinigkeiten wie Einkäufe, Strandtage, das College und in einigen Fällen die Arbeit. Das alles leidet jetzt unter der Geopolitik, aber Western New York und Southern Ontario sind Brüder.“ Das spontane Singen der Hymne durch die Buffalo-Fans diente als eindringliche Erinnerung daran, dass, während Regierungen aneinandergeraten mögen, die Menschen oft gegenseitigen Respekt und eine dauerhafte Kameradschaft teilen. Quellen: www.theguardian.comLesen Sie auch: Dana White wird nach seiner Reaktion auf die Schießerei vom „Bad Boy“ der UFC als „kranker Arsch“ beschimpft



