Carragher lacht über das Schicksal von Manchester City in der Champions League
Jamie Carraghers Reaktion sagte mehr als jede taktische Analyse. Als mögliche Achtelfinalpaarungen der Champions League live im Fernsehen diskutiert wurden, brach der ehemalige Liverpool-Verteidiger in Lachen aus nicht vor Freude, sondern aus Ungläubigkeit.
Die Szene ereignete sich am Mittwochabend während der Übertragung von CBS Sports Golazo, als die neue Liga-Phase des europäischen Wettbewerbs zu Ende ging. Carragher analysierte gemeinsam mit Micah Richards, was das überarbeitete Format tatsächlich belohnt und ob Platzierungen noch einen nennenswerten Schutz bieten.
Seine Reaktion ließ vermuten: eher nicht.
Ein Format unter Beobachtung
Der letzte Spieltag der Liga-Phase brachte das gewohnte Drama der Champions League mit sich. Liverpool fegte Qarabag mit 6:0 vom Platz der höchste Sieg seit 1934. Benfica, trainiert von José Mourinho, drehte ein Spiel gegen Real Madrid und gewann 4:2, was ihnen spät noch die Qualifikation sicherte. Newcastle holte ein 1:1 beim Auswärtsspiel gegen Paris Saint-Germain.
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Doch kaum waren die Ergebnisse verdaut, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Konsequenzen. Laut CBS Sports Golazo drehte sich die Diskussion bald um mögliche Gegner der englischen Klubs und Carragher stellte infrage, ob das System noch Ergebnisse liefert, die verdient wirken, oder ob sie zunehmend willkürlich erscheinen.
Er verwies auf die Erfahrung von Liverpool in der Vorsaison: Trotz Platz eins in der Liga-Phase musste man im Achtelfinale gegen den späteren Sieger PSG ran. Für ihn zeigt das, dass die Tabelle keinen einfacheren Weg mehr garantiert.
Citys Auslosung sorgt für Überraschung
Arsenal ist mit einer perfekten Gruppenphase nun einem Gegner aus dem Kreis Borussia Dortmund, Olympiakos, Atalanta oder Bayer Leverkusen zugeteilt. Danach richtete sich der Fokus auf Manchester City ein Verein, über den Carragher scherzte, dass er bei Pokalauslosungen historisch gesehen besonders viel Glück habe.
Noch bevor er die Auslosungsdetails kannte, witzelte er:
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„Wisst ihr was? Ich wette, [Man City] hat wieder… ich kenne kein Team, das mehr Glück bei Auslosungen hat als Man City in meinem Leben. Die stehen jedes Jahr im FA-Cup-Finale, oder? Und sie spielen nur gegen League-Two-Teams.“
Die Pointe folgte wenig später: Als Richards enthüllte, dass City entweder auf Real Madrid oder Inter Mailand treffen könnte, lachte Carragher und meinte:
„Das nehme ich, das nehme ich.“
Wie in der Sendung hervorgehoben wurde, ist die Liste damit noch nicht zu Ende. Auch Bodo/Glimt die City kürzlich in Norwegen mit 3:1 geschlagen haben und Benfica sind noch mögliche Gegner. Das zeigt, wie erbarmungslos die Auslosung sein kann, obwohl City nur Achter wurde.
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Druck über den nationalen Erfolg hinaus
Liverpool, das mit sechs Siegen aus acht Spielen Dritter wurde, trifft auf einen der folgenden Gegner: Atlético Madrid, Club Brügge, Galatasaray oder Juventus. Für Manchester City geht die Analyse jedoch tiefer.
Seit Pep Guardiolas Ankunft im Jahr 2016 dominiert City den englischen Fußball, hat zahlreiche Premier-League-Titel und nationale Pokale geholt. Doch dieser Erfolg mündete bislang nur in einem Champions-League-Triumph: dem Triple der Saison 2022/23.
Mit festen Ressourcen, großem Renommee und klaren Erwartungen stellen die K.-o.-Runden mittlerweile keine neue Chance mehr dar, sondern eine wiederkehrende Frage: Kann sich City dauerhaft in Europa durchsetzen und nicht nur in England?
Carraghers Lachen war vielleicht spontan aber seine Aussage war deutlich. In diesem Format bieten weder der Ruf noch die Platzierung in der Tabelle Sicherheit, und der Spielraum für Fehler schrumpft rapide.
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Quellen: CBS Sports Golazo
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