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Carragher tobt über Champions League Format nach Liverpool Losverfahren

Dominanter Auftritt mit bitterem Beigeschmack

Liverpool beendete die Ligaphase der Champions League mit einem deutlichen 6,0 Sieg gegen Qarabag an der Anfield Road. Alexis Mac Allister traf doppelt, während die Mannschaft von Arne Slot problemlos unter die besten acht einzog und sich direkt für das Achtelfinale qualifizierte.

Mit Platz drei hinter Arsenal und Bayern München vermied Liverpool die zusätzliche Play off Runde. Dennoch brachte die neue Wettbewerbsstruktur keine klare Belohnung in Form eines leichteren Gegners.

Laut FourFourTwo sorgt das überarbeitete Ligaphasen Modell dafür, dass hohe Platzierungen nicht mehr automatisch mit günstigeren Achtelfinal Paarungen verbunden sind.

Carragher stellt neues System infrage

Als Experte bei CBS Sports machte der frühere Liverpool Verteidiger Jamie Carragher seinem Ärger über das neue Format deutlich Luft.

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„Ich habe gerade erfahren, wer Liverpools mögliche Gegner sind. Ehrlich gesagt, dieses neue Format, ich habe genug davon“, sagte Carragher in der Sendung.

„Wir wurden letztes Jahr Erster und bekamen Paris Saint Germain. Dieses Jahr werden wir Dritter und hören Atletico Madrid, Club Brugge, Galatasaray oder Juventus und wir werden Dritter.“

Carragher kritisierte, dass konstante Leistungen über viele Spiele hinweg nicht ausreichend berücksichtigt würden.

Diskussion im Studio spitzt sich zu

Die Aussagen lösten eine direkte Reaktion von Co Kommentator Micah Richards aus, der Liverpools Rolle als europäischer Spitzenklub betonte.

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„Aber ihr seid doch das mächtige Liverpool?“, entgegnete Richards, laut CBS Sports.

Carragher widersprach und verwies auf den Grundsatz sportlicher Fairness.

„Wenn man Dritter wird, dann kann man solche Gegner nicht bekommen. Atletico Madrid oder Juventus dürfen da nicht dabei sein“, sagte er.

Manchester City als Streitpunkt

Anschließend verlagerte sich die Diskussion auf Manchester City und deren vermeintlich günstige Auslosungen in den vergangenen Jahren.

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„Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die so viel Glück bei Auslosungen hat wie Man City. Die stehen jedes Jahr im FA Cup Finale, weil sie gegen unterklassige Teams spielen“, sagte Carragher.

Als Richards anmerkte, dass City dennoch auf Bodo Glimt, Benfica, Inter Mailand oder Real Madrid treffen könnte, lachte Carragher und antwortete, „Das nehme ich sofort.“

Richards beendete die Debatte schließlich mit dem Kommentar, Carragher verhalte sich wie ein „großes Baby“, berichtete CBS Sports.

Reform entfacht neue Debatte über Fairness

Der Schlagabtausch unterstreicht die wachsende Diskussion über die Reform der Champions League. Während die UEFA mit dem neuen Modell mehr Abwechslung und Spannung schaffen wollte, stellt sich für viele Beobachter weiterhin die Frage, ob sportliche Leistung ausreichend belohnt wird.

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Quellen: FourFourTwo, CBS Sports

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