Chelsea bereit, einen überraschenden Abgang von Alejandro Garnacho in Betracht zu ziehen
River Plate erwägt einen überraschenden Vorstoß für den Chelsea-Flügelspieler Alejandro Garnacho. Berichte aus Argentinien deuten darauf hin, dass bereits ein erster Kontakt im Hinblick auf ein mögliches Leihgeschäft hergestellt wurde.
Laut dem TyC-Sports-Journalisten Gonzalo Carol prüft der Klub aus Buenos Aires die Möglichkeit, den 21-Jährigen im Rahmen eines einjährigen Vertrags zu verpflichten. Der von Sport Witness zitierte Bericht besagt, dass River-Trainer Eduardo Coudet im Zuge erster Gespräche bereits Kontakt zu Garnacho aufgenommen hat.
Diese Entwicklung wirft neue Fragen hinsichtlich Garnachos Rolle beim FC Chelsea auf – weniger als ein Jahr nach seinem 40-Millionen-Pfund-Wechsel von Manchester United.
Obwohl der argentinische Nationalspieler wettbewerbsübergreifend acht Tore erzielt und fünf Vorlagen geliefert hat, verlief seine erste Saison an der Stamford Bridge wechselhaft. Phasen offensiver Qualität – darunter ein jüngstes Tor beim 7:0-Sieg im FA Cup gegen Port Vale – wurden durch mangelnde Konstanz relativiert, was bei den Fans für Kritik gesorgt hat.
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Der Journalist Simon Phillips berichtet, dass Chelsea bereit sei, Angebote in der Größenordnung der im vergangenen Sommer gezahlten Ablösesumme anzuhören, was darauf hindeutet, dass der Klub einen schnellen Abschied des Flügelspielers nicht ausschließt.
Ein temporärer Wechsel könnte eine alternative Lösung darstellen. Allerdings wäre ein Leihgeschäft mit River Plate mit finanziellen Hürden verbunden. Garnacho soll laut Daten von Capology rund 110.000 Pfund pro Woche verdienen – eine Summe, die deutlich über der üblichen Gehaltsstruktur des argentinischen Klubs liegt. Daher müsste Chelsea vermutlich den Großteil seines Gehalts übernehmen, damit ein solcher Deal realisierbar ist.
Ein solcher Wechsel würde zudem einen bedeutenden persönlichen Meilenstein darstellen. Obwohl Garnacho international für Argentinien spielt, hat er seine gesamte Vereinskarriere in Europa verbracht und durchlief die Jugendakademie von Atlético Madrid, bevor er zu Manchester United wechselte.
Zudem gibt es eine kulturelle Komponente: Garnacho hat in der Vergangenheit Sympathien für die Boca Juniors, den größten Rivalen von River Plate, erkennen lassen, was die Wahrnehmung eines möglichen Transfers erschweren könnte.
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Phillips bezeichnete das Interesse von River als „echt“, was darauf hindeutet, dass sich die Gespräche im Vorfeld des Sommer-Transferfensters weiterentwickeln könnten. Sollte eine Einigung erzielt werden, wäre dies einer der ungewöhnlicheren Transfers mit Beteiligung eines Premier-League-Spielers in den letzten Transferperioden.
Für Chelsea stellt die Situation eine grundsätzliche Entscheidung dar: weiterhin intern in Garnachos Entwicklung zu investieren oder ihm die Möglichkeit zu geben, andernorts Spielpraxis zu sammeln, während er versucht, sich auf Vereinsebene konstanter zu etablieren und gleichzeitig Teil der argentinischen Nationalmannschaft zu bleiben.
Quellen: TyC Sports, Sport Witness, Simon Phillips, Capology
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