Cristiano Ronaldos Zukunft in Saudi-Arabien weiterhin ungewiss
Cristiano Ronaldo steht vor seiner Rückkehr in die Startelf von Al-Nassr an diesem Wochenende, nachdem er zwei jüngste Spiele in der Saudi Pro League verpasst hatte eine Entwicklung, die laut GiveMeSport auf interne Gespräche über die Finanzierungsstrukturen des Klubs folgt.
Der 41-jährige Stürmer fehlte in den Ligapartien gegen Al-Taawoun und Al-Shabab, was die Aufmerksamkeit darauf lenkte, wie die finanziellen Mittel unter den führenden Vereinen Saudi-Arabiens verteilt werden.
Größere Fragen zur Finanzierung
Im Zentrum stehen grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsbalance im Investitionsmodell der Saudi Pro League.
Mehrere Spitzenklubs, darunter Al-Nassr und Al-Hilal, stehen unter dem Dach des saudischen Public Investment Fund (PIF), des Staatsfonds, der den Vorstoß des Königreichs in den globalen Sport maßgeblich vorangetrieben hat. Jeder Verein erhält zu Beginn der Saison eine zentrale Zuweisung über das Player Acquisition Centre for Excellence (PACE) der Liga. Klubs können zusätzliche Mittel für hochkarätige Verpflichtungen beantragen, doch Genehmigungen erfolgen nicht automatisch.
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Laut GiveMeSport sind Ligaverantwortliche der Ansicht, dass die jüngsten Gespräche die Spannungen ausreichend beruhigt haben, sodass Ronaldo im Samstagsspiel gegen Al-Fateh zum Einsatz kommen könnte. Quellen innerhalb von Al-Nassr beschrieben die Lage jedoch weiterhin als hinter den Kulissen in Bewegung.
Der Benzema-Zündstoff
Eine gemeldete Quelle der Frustration betraf die Transferaktivitäten eines Rivalen. GiveMeSport berichtet, dass Fragen zur Finanzierung von Karim Benzemas Wechsel von Al-Ittihad zu Al-Hilal aufgeworfen wurden.
Vertreter von Al-Hilal erklärten dem Medium zufolge, der Transfer sei vom Vorstandsmitglied Prinz Alwaleed bin Talal bin Abdulaziz finanziert worden und nicht durch zentrale Mittel des PIF oder der Liga.
Während seiner Abwesenheit aus dem Spieltagskader trainierte Ronaldo weiter. Personen aus dem Umfeld des früheren Spielers von Manchester United und Real Madrid teilten GiveMeSport mit, dass er in seiner Vorbereitung engagiert geblieben sei, während Verantwortliche bei Al-Nassr angaben, die Vereinsführung habe Verständnis für seine Bedenken gezeigt.
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Eine expandierende Liga mit globalen Ambitionen
Der Hintergrund ist eine Liga, die weiterhin entschlossen internationale Relevanz anstrebt. Al-Nassr gab im jüngsten Transferfenster mehr als 100 Millionen Pfund aus und verpflichtete mehrere hochkarätige, in Europa ansässige Spieler als Teil der umfassenderen Expansionsstrategie der Liga.
GiveMeSport berichtet, dass saudische Klubs nach der Weltmeisterschaft 2026 eine weitere bedeutende Transferoffensive vorbereiten, wobei Dutzende ausländische Verpflichtungen erwartet werden. Dieses Ausmaß an Ambition hat die internen Debatten über die Verteilung finanzieller Unterstützung weiter verschärft.
Auf die breitere Diskussion angesprochen, erklärte ein Sprecher der Liga in der vergangenen Woche:
„Keine einzelne Person so bedeutend sie auch sein mag trifft Entscheidungen, die über den eigenen Verein hinausgehen.“
Die Aussage unterstrich den zentralisierten Governance-Rahmen der Liga angesichts von Spekulationen, Ronaldos Status könne Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen.
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Meilensteine und langfristige Bedeutung
Über die unmittelbaren sportlichen Erwägungen hinaus besitzt Ronaldos Präsenz symbolisches und wirtschaftliches Gewicht. Sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2027, und Ligaverantwortliche sollen sich der reputativen Auswirkungen bewusst sein, sollte er unter angespannten Umständen den Verein verlassen.
Er nähert sich derzeit der Marke von 900 Toren in offiziellen Pflichtspielen auf Seniorenniveau. Das längerfristige Ziel von 1.000 Karrieretoren wird intern als Meilenstein betrachtet, der das globale Profil der Liga weiter stärken könnte.
Laut GiveMeSport haben hochrangige Vertreter des Sportministeriums sogar die Möglichkeit erörtert, dass Ronaldo nach dem Ende seiner aktiven Karriere eine Eigentümerrolle bei Al-Nassr übernehmen könnte.
Vorerst richtet sich der Fokus auf das Samstagsspiel gegen Al-Fateh. Sollte er auflaufen, wäre dies ein Zeichen dafür, dass ein heikler Konflikt weniger um Einsatzminuten als um finanzielle Gleichbehandlung zumindest vorübergehend entschärft wurde.
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Quelle: GiveMeSport
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