Der Abgang von Amorim erhöht die finanzielle Belastung durch den Wandel bei Manchester United
Amorim wurde am Montag, dem 5. Januar, entlassen einen Tag nachdem Manchester United sich mit einem 1:1-Unentschieden gegen Leeds United an der Elland Road begnügte. Auch wenn dieses Ergebnis den unmittelbaren Auslöser darstellte, waren interne Spannungen bereits seit geraumer Zeit erkennbar.
Nach dem Spiel äußerte Amorim öffentlich den Wunsch nach mehr Entscheidungskompetenz in seiner Rolle und betonte, dass er eher als „Manager“ denn als reiner Cheftrainer agieren wolle. Diese Aussagen verstärkten bestehende Bedenken hinsichtlich der Abstimmung zwischen dem Trainerstab und der Klubführung.
Laut einem Bericht von The Athletic kamen die führenden Entscheidungsträger von United, darunter Geschäftsführer Omar Berrada und Sportdirektor Jason Wilcox, zu dem Schluss, dass die Zusammenarbeit nicht mehr tragfähig sei. Differenzen in Bezug auf Zuständigkeiten, Kommunikation und langfristige Planung sollen zur Trennung beigetragen haben.
Position des Klubs und vertragliche Realität
United bestätigte den Abschied in einer kurzen Mitteilung, in der die Schwierigkeit der Entscheidung betont und Amorim für seine Leistungen während seiner Zeit beim Verein gedankt wurde.
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Die Umstände seines Abgangs machen den Schritt zu einer kostspieligen Angelegenheit. United hatte im November 2024 9,25 Millionen Pfund an Sporting CP gezahlt, um Amorim zu verpflichten, und ihm einen Vertrag bis 2027 mit einer Option auf ein weiteres Jahr angeboten. Der Vertrag enthielt keine Klauseln, die die Abfindung bei einer vorzeitigen Trennung wesentlich begrenzt hätten.
Finanzielle Auswirkungen
Laut The Sporting News verdiente Amorim etwa 125.000 Pfund pro Woche, was einem Jahresgehalt von rund 6,5 Millionen Pfund entspricht. Da sein Vertrag noch über ein Jahr lief, wird erwartet, dass United fast 10 Millionen Pfund an Abfindung zahlen muss.
Amorim hatte zudem fünf Mitglieder seines Trainerstabs von Sporting CP mitgebracht. Auch wenn der Verein deren Zukunft bisher nicht kommentiert hat, deuten frühere Fälle darauf hin, dass weitere Abfindungskosten folgen könnten.
Diese Summen reihen sich in eine wachsende Liste an Trainerabfindungen ein. ESPN berichtete zuvor, dass United nach der Entlassung von Erik ten Hag im Oktober 2024 insgesamt 14,5 Millionen Pfund an ihn, seinen Trainerstab und den ehemaligen Sportdirektor Dan Ashworth gezahlt habe.
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Ausblick
Nach Amorims Abgang richtet sich der Blick nun auf mögliche Nachfolger. In Medienberichten wurden unter anderem Ex-Chelsea-Trainer Enzo Maresca sowie Crystal-Palace-Coach Oliver Glasner mit dem Posten in Verbindung gebracht eine offizielle Anfrage wurde bisher jedoch nicht bestätigt.
Übergangsweise soll Ex-United-Mittelfeldspieler Darren Fletcher die Verantwortung für die erste Mannschaft übernehmen beginnend mit dem Premier-League-Spiel am Mittwoch gegen Burnley.
Für United verdeutlicht dieser erneute Wechsel ein altbekanntes Problem: Solange der Verein keine klarere strategische Ausrichtung zwischen Vorstand und sportlicher Leitung findet, dürfte sich der Zyklus plötzlicher Trennungen und deren finanzieller Folgen weiter fortsetzen.
Quellen: The Athletic, The Sporting News, ESPN
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