Die USA erwägen Cyber-Optionen, während Trump das WM-Land warnt
Das Weiße Haus erwägt mögliche Reaktionen auf die wachsenden innenpolitischen Unruhen im Iran, während Berichte über zahlreiche Todesopfer und weitreichende Internetbeschränkungen internationale Besorgnis auslösen. US-Beamte betonen, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde, doch vorbereitende Gespräche sind im Gange.
Hinter den Kulissen prüfen amerikanische Entscheidungsträger nicht-militärische Maßnahmen, mit denen Druck auf Teheran ausgeübt werden könnte – obwohl beide Regierungen öffentlich signalisieren, dass die diplomatischen Kontakte nicht abgebrochen wurden.
Todesopfer steigen – Informationssperre hält an
Das Ausmaß des harten Durchgreifens im Iran wird zunehmend durch Berichte internationaler Organisationen und Menschenrechtsgruppen deutlich. Laut BBC News wurden über 540 Menschen getötet, seit iranische Behörden landesweit gegen Demonstrierende vorgehen.
Die Nachrichtenagentur Human Rights Activist News Agency erklärte, sie habe den Tod von 495 Demonstrierenden sowie von 48 Mitgliedern der iranischen Sicherheitskräfte verifiziert.
Lesen Sie auch: Real Madrid bestätigt Trennung von Xabi Alonso
Unabhängige Berichterstattung aus dem Land wird durch massive Kommunikationsbeschränkungen stark behindert. Reuters berichtete, dass die iranischen Behörden Internet- und Mobilfunkdienste für mehrere Tage nahezu vollständig abgeschaltet haben – was es der Bevölkerung und Journalist:innen erschwert, die Ereignisse zu dokumentieren.
Cyber-Optionen werden in Washington geprüft
US-Medien berichten, dass Präsident Donald Trump über eine Reihe möglicher Reaktionen informiert wurde, darunter Maßnahmen, die keine direkte militärische Aktion beinhalten. In den Berichten zitierte Beamte betonten jedoch, dass sich die Regierung noch in einer frühen Bewertungsphase befinde.
Für Dienstag ist ein Treffen geplant, bei dem der Fokus auf nicht-tödlichen Optionen liegen soll – etwa dem möglichen Einsatz verdeckter Cyber-Fähigkeiten, die auf militärische und zivile Infrastrukturen im Iran abzielen.
Reuters merkte an, dass solche Maßnahmen – falls genehmigt – auch den Nebeneffekt haben könnten, den Zugang zum Internet wiederherzustellen, der von der iranischen Regierung seit Beginn der Repression gezielt eingeschränkt wurde.
Lesen Sie auch: Der wahre Grund für Ruben Amorims Entlassung
Öffentliche Warnungen, private Kontakte
Trump hat zunehmend scharfe Warnungen gegenüber der iranischen Führung ausgesprochen und erklärt, die Vereinigten Staaten würden mit Härte reagieren, falls die Gewalt gegen Demonstrierende anhält. Er warnte Teheran, dass es „sehr, sehr hart dort getroffen wird, wo es weh tut“.
Gleichzeitig erklärte das iranische Außenministerium über staatliche Medien, dass „die diplomatischen Kanäle zu den USA offen bleiben“ und dass iranische Vertreter laut BBC News Kontakt mit Washington aufgenommen hätten, um Verhandlungen zu führen.
Bei einem Pressegespräch mit der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, zeigte sich Trump empört über die Tötungen. „Es scheint, als würden da Menschen getötet, die nicht getötet werden sollten“, sagte er.
„Das sind gewalttätige Leute – wenn man sie überhaupt Führer nennen kann. Ich weiß nicht, ob sie das sind. Sie regieren durch Gewalt“, fügte Trump hinzu und betonte, dass weiterhin aktiv an Optionen gearbeitet werde.
Lesen Sie auch: Französische Presse fällt Urteil über Endrick nach seinem Debüt in Lyon
„Wir nehmen das sehr ernst. Das Militär prüft es. Wir ziehen sehr starke Maßnahmen in Betracht. Wir werden eine Entscheidung treffen.“
Starlink-Gespräche und weiterreichende Auswirkungen
Trump deutete zudem an, seine Regierung könne Möglichkeiten prüfen, den Kommunikations-Blackout im Iran mit externer Hilfe zu durchbrechen. Er sagte, er plane ein Gespräch mit Elon Musk, dessen Unternehmen SpaceX das Satelliten-Internet-Netzwerk Starlink betreibt.
„Vielleicht bekommen wir das Internet wieder zum Laufen, wenn das möglich ist“, sagte Trump und fügte hinzu, Musks Unternehmen sei „in dieser Hinsicht sehr kompetent“.
Fox News berichtete außerdem, dass Trump beabsichtige, über den möglichen Einsatz der Starlink-Technologie im Iran zu sprechen, während die Proteste andauern.
Lesen Sie auch: Luis Enriques nächster Klub enthüllt, Rodrygo im Fokus
Der Iran hat sich für die FIFA-Weltmeisterschaft im Sommer qualifiziert, die in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird – ein Hinweis darauf, dass sich die politischen Spannungen parallel zu bevorstehenden internationalen Sport- und Diplomatieereignissen entfalten.
Quellen: BBC News, Reuters, Human Rights Activist News Agency, Fox News
Lesen Sie auch: Cristiano Ronaldos Traum vom Titelgewinn bei Al-Nassr schwindet
