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Die Verurteilung von Harry Maguire könnte Englands WM Hoffnungen gefährden

Der Verteidiger von Manchester United, Harry Maguire, wurde von einem griechischen Gericht zu einer 15 monatigen Bewährungsstrafe verurteilt, doch sein Anwaltsteam betont, dass die Entscheidung nicht als Vorstrafe gewertet werden sollte und ihn nicht daran hindern dürfte international zu reisen.

Laut Sky Sports News erklären Maguires Anwälte, dass der englische Nationalspieler trotz der Verurteilung weiterhin frei reisen könne und gegen das Urteil vorgehen werde.

Der Fall geht auf einen Vorfall während eines Familienurlaubs auf Mykonos im August 2020 zurück. Maguire wurde wegen geringfügiger Körperverletzung, Widerstands gegen die Polizei und versuchten Bestechungsversuchs beschuldigt. Der Spieler hat die Vorwürfe seit Bekanntwerden des Falls stets bestritten.

Ein Gericht auf der griechischen Insel Syros sprach den Verteidiger Anfang dieser Woche in seiner Abwesenheit in allen drei Anklagepunkten schuldig, wie Sky Sports berichtete.

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Berufungsverfahren beginnt

Maguires Anwälte haben die griechischen Behörden darüber informiert, dass sie gegen die Entscheidung beim Obersten Gerichtshof in Athen Berufung einlegen wollen.

Seine Anwälte argumentieren, dass der Fall der Staatsanwaltschaft erhebliche Schwächen aufweise und dass das Urteil aufgehoben werden sollte. Staatsanwälte in Griechenland erklärten jedoch, dass sie das Verfahren weiter verfolgen wollen.

Die Vertreter des Spielers betonen, dass Maguire entschlossen sei seinen Namen reinzuwaschen, während das Berufungsverfahren weiterläuft.

Das Gerichtsverfahren kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt für die englische Nationalmannschaft. Nationaltrainer Thomas Tuchel wird voraussichtlich im Mai seinen Kader für die Weltmeisterschaft bekannt geben, und Maguire wurde zuletzt mit einer möglichen Rückkehr ins Team in Verbindung gebracht, nachdem er beim Manchester United unter Cheftrainer Michael Carrick mehrere starke Leistungen gezeigt hat.

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Laut Sky Sports bestritt Maguire sein letztes Länderspiel für England im September 2024.

Visaregeln könnten die Reise zur weltmeisterschaft erschweren

Selbst wenn er für das Turnier nominiert wird, könnte die Verurteilung Maguires Einreise in die Vereinigten Staaten komplizieren.

Laut Sky Sports News können die US Einwanderungsbestimmungen Visa für Personen mit Verurteilungen wegen sogenannter moral turpitude einschränken, einer rechtlichen Kategorie, die unter anderem Delikte im Zusammenhang mit Gewalt oder Bestechung umfassen kann.

Profisportler, die in den Vereinigten Staaten an Wettkämpfen teilnehmen, müssen ein sogenanntes P1a Visum beantragen, das eine zeitlich begrenzte Einreise für sportliche Veranstaltungen erlaubt. Normalerweise kümmert sich der englische Fußballverband Football Association um diesen Prozess für die Spieler der Nationalmannschaft.

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Bewerber mit strafrechtlichen Verurteilungen können jedoch möglicherweise nicht den regulären Weg nutzen. Sollte Maguires Verurteilung bestehen bleiben, wenn England in die Vereinigten Staaten reist, könnte er eine Sondergenehmigung benötigen und einer zusätzlichen Prüfung durch die Einwanderungsbehörden unterzogen werden.

Es gibt allerdings bereits Beispiele für Sportler, die trotz rechtlicher Probleme in das Land einreisen durften. Kämpfer wie Conor McGregor und die Fußballlegende Diego Maradona erhielten in der Vergangenheit trotz rechtlicher Kontroversen die Erlaubnis zur Einreise in die Vereinigten Staaten, so Sky Sports News.

Berufung und visum könnten über Maguires WM Teilnahme entscheiden

Das endgültige Ergebnis von Maguires Berufung sowie jede Entscheidung über sein Visum könnten letztlich darüber entscheiden, ob der Verteidiger von Manchester United an der Weltmeisterschaft teilnehmen kann.

Quellen: Sky Sports News

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