Djokovic kommt weiter nachdem Musetti aufgeben muss
Eine Überraschung nimmt Form an
Das Viertelfinale der Australian Open zwischen Novak Djokovic und Lorenzo Musetti entwickelte sich zu einem der überraschendsten Matches des Turniers, bevor es vorzeitig endete. Laut Tennis.com erreichte Djokovic sein 13. Australian Open Halbfinale, nachdem Musetti zu Beginn des dritten Satzes wegen einer Beinverletzung aufgeben musste.
Über weite Strecken des Abends kontrollierte Musetti das Geschehen. Er gewann die ersten beiden Sätze mit 6,4 und 6,3 und nutzte eine ungewohnt fehlerhafte Leistung des zehnfachen Australian Open Champions aus, womit er den Verlauf ihrer jüngsten Duelle umkehrte.
Djokovic erkannte diese Realität unmittelbar nach dem Match an. In seinem On Court Interview sagte er, dass er Mitleid mit seinem Gegner habe und räumte ein, dass Musetti der klar bessere Spieler gewesen sei.
Schwung durch Verletzung gestoppt
Der Wendepunkt kam früh im dritten Satz. Musetti zeigte sichtbare Beschwerden, als Djokovic auf 3,1 davonzog. Beim Aufschlag unter Druck ging der Italiener ans Netz und beendete die Partie, da er nicht weiterspielen konnte.
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Djokovic beschrieb die Situation später als eines der schwierigsten Ergebnisse im Sport und verwies darauf, wie gnadenlos der Zeitpunkt bei einem Grand Slam sein könne. Er betonte erneut, dass Musetti volle Anerkennung für seine Leistung und seine Position vor dem verletzungsbedingten Abbruch verdiene.
Laut Tennis.com erklärte Djokovic zudem, wie sehr Musettis Spielvielfalt seinen Rhythmus störte. Ballwechsel endeten selten wie erwartet, da sein Gegner immer wieder zusätzliche Schläge und Entscheidungen erzwang.
Zahlen sprechen eine klare Sprache
Die Statistiken der ersten beiden Sätze unterstrichen Musettis Überlegenheit. Er schlug 25 Winner bei 17 unerzwungenen Fehlern, während Djokovic Mühe hatte, sein eigenes Spiel zu kontrollieren.
Djokovic scherzte anschließend über das Ungleichgewicht seiner Leistung und erklärte, dass sein sauberes Schlagspiel schnell verschwunden sei und nicht zurückgekehrt sei. Zwar erwähnte er kleinere Blasenprobleme, machte jedoch deutlich, dass Musettis Niveau und nicht körperliche Beschwerden den Beginn des Matches bestimmten.
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Geschichte geht weiter, der Kontext bleibt
Trotz der besonderen Umstände hatte das Ergebnis historische Bedeutung. Wie Tennis.com berichtete, war es Djokovics 103. Matchsieg bei den Australian Open, womit er Roger Federer überholte und nun die meisten Siege bei dem Turnier von allen Spielern hält.
Djokovic steht nun erneut im Halbfinale von Melbourne, wo er entweder auf Jannik Sinner oder Ben Shelton treffen wird. Dennoch wurde der Erfolg eher mit Zurückhaltung als mit Jubel aufgenommen.
In seinen abschließenden Worten sprach Djokovic weniger über Rekorde als über Glück und betonte, dass das Weiterkommen auf eine Weise zustande kam, die sich kein Spieler wünscht. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung auf eine schnelle Genesung Musettis.
Quellen: Tennis.com
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