Tennis

Djokovic tritt aus Spielervereinigung zurück, während Rechtsstreit Tennis neu gestaltet

Novak Djokovic hat seine formelle Beteiligung an der Professional Tennis Players Association (PTPA) beendet der Interessenvertretung, die er mitgegründet hatte, da seine persönlichen Prinzipien nicht mehr mit der aktuellen Ausrichtung der Organisation übereinstimmen.

In einem Beitrag auf X erklärte der 24-fache Grand-Slam-Sieger am Sonntag, dass er Bedenken hinsichtlich der Transparenz und der Führung der Vereinigung habe, ebenso wie bezüglich der Darstellung seiner Rolle und seines öffentlichen Bildes. Daher werde er sich künftig nicht mehr an der Arbeit der PTPA beteiligen.

Diese Entscheidung fällt in eine Phase, in der die PTPA eine weitreichende Klage gegen die Dachverbände des Tennissports anstrebt ein Schritt, der die seit Langem bestehenden Konflikte über Spielervergütung, Entscheidungsbefugnisse und das Wohlergehen der Athleten verschärft hat.

Djokovic und der Kanadier Vasek Pospisil hatten die Gründung der PTPA während der US Open 2020 bekannt gegeben und sie als unabhängige Organisation präsentiert, die sich für die Interessen der Spieler einsetzen könne in einem Sport, in dem die Athleten größtenteils als selbständige Unternehmer agieren. Damals argumentierten die Gründer, dass die bestehenden Strukturen die Interessen der Spieler nicht ausreichend vertreten würden.

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Laut der Nachrichtenagentur Associated Press signalisierte die Gruppe später das Ziel, sich zu einer vollwertigen Gewerkschaft zu entwickeln, die in der Lage ist, Tarifverträge auszuhandeln ähnlich wie in Mannschaftssportarten. Dieses Ziel wurde jedoch bislang nicht erreicht.

Im März verstärkte die PTPA ihre Bemühungen, indem sie eine Sammelklage gegen die ATP- und WTA-Touren, den Internationalen Tennisverband (ITF) und die Internationale Tennis-Integritätsagentur einreichte. In der Klage werden den Organisationen systematischer Machtmissbrauch, wettbewerbswidriges Verhalten und Vernachlässigung des Spielerwohls vorgeworfen.

Später wurden auch die vier Grand-Slam-Turniere Wimbledon, die US Open, die French Open und die Australian Open als Beklagte hinzugefügt. Die Klage argumentiert, dass die Tennisbehörden das Einkommenspotenzial der Spieler einschränken, indem sie das Preisgeld begrenzen und kommerzielle Möglichkeiten außerhalb des Platzes stark regulieren.

Obwohl Djokovic die Vereinigung mitgegründet hatte, wird er in der Klage nicht als Kläger genannt. Er erklärte damals, dass andere Spieler eine führende Rolle bei der rechtlichen Auseinandersetzung übernehmen sollten.

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Am Sonntag erklärte Djokovic, er wolle sich nun wieder auf seine Tenniskarriere und das Familienleben konzentrieren und den Tennissport künftig auf eine Weise unterstützen, die mit seinen persönlichen Werten im Einklang steht. Den weiterhin in der Spielervertretung engagierten Personen wünschte er alles Gute, betonte jedoch, dass seine eigene Beteiligung beendet sei.

Quellen: Associated Press

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Oliver Obel

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