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Donald Trump reagiert nach Kritik an Einwanderungspolitik bei den Grammys

Eine Feier der Musik bei den diesjährigen Grammy Awards mündete in eine politische Kontroverse, nachdem mehrere Künstler die Bühne genutzt hatten, um die US-amerikanische Einwanderungspolitik zu kritisieren, was eine wütende Reaktion des ehemaligen Präsidenten Donald Trump auslöste.

Die Äußerungen fielen während der 68. Grammy-Verleihung am Sonntagabend in der Crypto.com Arena in Los Angeles, die live von CBS übertragen wurde.

Einwanderung rückt in den Mittelpunkt

Die Zeremonie war geprägt von großen Erfolgen für Billie Eilish, Kendrick Lamar, Lady Gaga und Bad Bunny. Doch der Fokus verlagerte sich von den Trophäen auf die Politik, als Künstler während der weltweit ausgestrahlten Veranstaltung auf die US-Behörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) Bezug nahmen.

Aufnahmen der Übertragung zeigten, dass diese Kommentare im Saal mit anhaltendem Applaus aufgenommen wurden. Trump kritisierte den politischen Ton der Veranstaltung später in Beiträgen auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social.

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Bad Bunnys historischer Sieg

Bad Bunny wurde zur prägendsten Figur des Abends, als er als erster Latinokünstler in der 68-jährigen Geschichte der Grammys den Preis für das Album des Jahres gewann. Ausgezeichnet wurde er für DeBÍ TiRAR MáS FOToS.

Nach Angaben von Reuters war es das erste Mal, dass ein spanischsprachiges Album den wichtigsten Preis der Veranstaltung erhielt – ein Zeichen für den wachsenden Einfluss lateinamerikanischer Musik auf der globalen Bühne.

Bei der Entgegennahme der Auszeichnung richtete der puerto-ricanische Künstler, der mit bürgerlichem Namen Benito Ocasio heißt, eine direkte politische Botschaft an das Publikum: „Bevor ich Gott danke, sage ich: ICE raus.“

Anschließend rief er die Amerikaner dazu auf, Hass zurückzuweisen und Mitgefühl gegenüber Einwanderergemeinschaften zu zeigen. Seine Worte wurden von den anwesenden Künstlern mit stehenden Ovationen bedacht.

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Bad Bunny
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Super-Bowl-Kulisse verschärft die Spannungen

Die Rede erhielt zusätzliche Bedeutung, da Bad Bunny später in dieser Woche beim Super-Bowl-Halbzeitauftritt auftreten soll. Trump, der die Beteiligung des Sängers zuvor kritisiert hatte, erklärte nach den Grammys, er werde dem Spiel fernbleiben.

Reuters berichtete außerdem, dass die Bundesbehörden planten, die Präsenz von ICE-Agenten im Großraum der San-Francisco-Bucht im Vorfeld des Super Bowls zu verstärken, auch wenn die Verantwortlichen diesen Schritt nicht öffentlich mit der Preisverleihung in Verbindung brachten.

Zuvor hatten Bad Bunny und der Grammy-Moderator Trevor Noah scherzhaft auf den Status Puerto Ricos als Teil der Vereinigten Staaten angespielt – eine Anspielung auf frühere politische Auseinandersetzungen, in die der Künstler verwickelt war.

Ein Witz führt zu einer Klagedrohung

Trumps schärfste Reaktion folgte auf einen Witz von Noah, der sich auf Trumps frühere Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bezog.

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Nach Angaben der Associated Press löste Noahs Bemerkung Gelächter im Saal aus, zog jedoch eine heftige Reaktion Trumps nach sich, der in einer Reihe von Beiträgen auf Truth Social mit rechtlichen Schritten drohte.

Trump wies die Behauptung zurück, bezeichnete den Witz als „falsch und verleumderisch“ und erklärte, er werde seine Anwälte anweisen, Klage gegen den Komiker einzureichen.

Epstein-Akten rücken erneut in den Fokus

Der Schlagabtausch erfolgte kurz nach der Veröffentlichung neu entsiegelter Gerichtsunterlagen im Zusammenhang mit Epstein.

Die Associated Press berichtete, dass Trumps Name in den Dokumenten mehrfach auftaucht, die Unterlagen ihn jedoch keiner strafbaren Handlung beschuldigen.

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Die erneute Aufmerksamkeit hat die Prüfung von Trumps früheren sozialen Kontakten verschärft und einem Moment politisches Gewicht verliehen, der ursprünglich als Abend zur Würdigung der Musik gedacht war – und nicht zur Auslösung einer Kontroverse.

Quellen: Reuters, Associated Press, Grammy-Awards-Übertragung von CBS, Aussagen von Donald Trump auf Truth Social.

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.