Die FIFA fordert dringend Klarheit von der US-Regierung, da eine neue Einwanderungspolitik die Reisepläne im Vorfeld der diesjährigen Weltmeisterschaft zu erschweren droht.
Es wird davon ausgegangen, dass der Weltverband hinter den Kulissen auf Ausnahmeregelungen drängt, da unklar ist, ob Spieler, Offizielle und Betreuer bei der Einreise in die Vereinigten Staaten mit kostspieligen Anforderungen konfrontiert werden könnten.
Das Thema hat neue Bedenken hinsichtlich der Logistik eines Turniers aufgeworfen, das ohnehin eine umfangreiche grenzüberschreitende Koordination erfordern dürfte.
Neue Einreisebestimmung wirft Fragen auf
Im Zentrum der Unsicherheit steht das von Washington neu eingeführte „Visa Bond Pilot Program“, das Teil eines umfassenderen Vorgehens zur Verringerung von Visumüberziehungen ist. Die Maßnahme soll am 2. April 2026 in Kraft treten und Reisende aus 50 Ländern betreffen.
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Laut Reuters könnten Besucher aus diesen Ländern, die mit Geschäfts- oder Touristenvisa in die USA einreisen, verpflichtet werden, Kautionen von bis zu 15.000 US-Dollar zu hinterlegen. US-Behörden zufolge würden diese Beträge zurückerstattet, wenn die Reisenden die Visabestimmungen vollständig einhalten oder sich letztlich gegen die Reise entscheiden.
Das Außenministerium erklärte, dass sich das Programm auf Länder mit historisch höheren Überziehungsraten konzentriere, lieferte jedoch keine detaillierten Hinweise dazu, wie die Vorschriften bei großen internationalen Veranstaltungen konkret angewendet werden sollen.
WM-Teilnehmer betroffen
Fünf der aufgelisteten Länder – Algerien, Kap Verde, Senegal, Elfenbeinküste und Tunesien – werden an der kommenden Weltmeisterschaft teilnehmen.
Einige dieser Länder unterliegen der Regelung bereits seit Januar, während Tunesien erst kürzlich hinzugefügt wurde. Derzeit könnte die Anforderung breit auf reisende Delegationen angewendet werden und somit nicht nur Fans, sondern auch Spieler, Trainerstäbe, Verbandsfunktionäre und operatives Personal betreffen.
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Diese Aussicht hat bei Fußballverbänden Besorgnis ausgelöst, insbesondere in Ländern, in denen zusätzliche finanzielle Sicherheiten eine logistische Belastung darstellen könnten.
FIFA drängt auf Ausnahmen
Laut The Athletic übt die FIFA „hinter den Kulissen Druck“ auf die Trump-Regierung aus, um sicherzustellen, dass Spieler von der Kautionspflicht ausgenommen werden.
Die derzeitige Regelung lässt jedoch wenig Spielraum. Offiziellen Angaben zufolge gibt es „kein Verfahren“, um eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen, und weder die FIFA noch das US-Außenministerium haben öffentlich klargestellt, ob Spitzensportler oder Turnierpersonal anders behandelt werden.
Das Fehlen eines klaren Ausnahmeverfahrens verstärkt die Unsicherheit, da die Teams weiterhin auf verbindliche Vorgaben warten, während die Vorbereitungen voranschreiten.
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Druck steigt vor dem Anpfiff
Da die Weltmeisterschaft rasch näher rückt, stehen die Organisatoren bereits vor der Herausforderung, Teams, Ausrüstung und Personal zwischen mehreren Austragungsorten zu koordinieren.
Jede zusätzliche administrative oder finanzielle Hürde birgt das Risiko kurzfristiger Komplikationen, insbesondere für kleinere Verbände mit begrenzteren Budgets. Reisepläne, Visaverfahren und Einhaltungsvorschriften dürften verstärkt in den Fokus rücken, falls die Regelung ohne Anpassungen umgesetzt wird.
Für die FIFA ist es daher zu einer Priorität geworden, Klarheit – und idealerweise Ausnahmen – zu erreichen, um Störungen des Turniers zu vermeiden.
Sollte in den kommenden Wochen keine Lösung gefunden werden, könnten die offenen Fragen zu den Einreisebestimmungen als unerwünschte Ablenkung in der Vorbereitung auf eines der größten Sportereignisse der Welt bestehen bleiben.
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Quellen: Reuters, The Athletic
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