Erste Testaufnahmen zeigen Fortschritte beim Formel-1-Rennwagen von Audi für 2026
Audis langfristig angelegtes Formel-1-Projekt beginnt sichtbare Gestalt anzunehmen. Erste Testfahrten auf der Strecke geben einen ersten Eindruck davon, wie der Einstieg des Herstellers zur Saison 2026 unter dem neuen Reglement der Königsklasse voranschreitet.
Kurze Videoclips, die diese Woche in den sozialen Medien kursieren, zeigen ein komplett schwarz lackiertes Audi-Fahrzeug, das Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya dreht – eine Strecke, die von Teams häufig für frühe Entwicklungsarbeiten genutzt wird, dank ihres abwechslungsreichen Layouts und der zuverlässigen Winterbedingungen.
Ein neuer Schlüsselakteur für 2026
Der deutsche Automobilhersteller hatte im August 2022 bestätigt, dass er 2026 in die Formel 1 einsteigen werde – als Motorenlieferant und im Einklang mit den weitreichenden Änderungen im Motorenreglement. Später im selben Jahr vertiefte Audi sein Engagement durch den Erwerb einer Beteiligung an Sauber, was den Grundstein für den Umbau des schweizerischen Teams zu einem vollwertigen Werksteam legte.
Im Dezember kündigte Audi an, dass das Team künftig unter dem Namen Audi Revolut F1 Team an den Start gehen wird – der letzte Schritt im Rebranding vor dem Regelumbruch.
Lesen Sie auch: Alles, was wir bisher über Brooklyn Beckhams Beziehung zu Victoria und David Beckham wissen
Im Rahmen des Projekts werden Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto als Stammfahrer antreten, während Jonathan Wheatley, ehemaliger Sportdirektor bei Red Bull, als Teamchef verpflichtet wurde. Mattia Binotto, zuvor Teamchef bei Ferrari, leitet das Programm als Verantwortlicher für Audis Formel-1-Projekt.
Erster öffentlicher Blick auf den R26
Laut Aufnahmen, über die SPORTbible berichtet, handelt es sich bei dem in Barcelona gesichteten Fahrzeug um Audis Formel-1-Boliden für 2026, der intern unter dem Namen R26 geführt wird. Offizielle technische Details wurden bislang nicht veröffentlicht, doch die kurzen Clips sorgten sofort für Diskussionen unter den Fans im Netz.
Besonders der Klang des Motors stand im Mittelpunkt der Reaktionen – mehrere Zuschauer verglichen ihn mit den aktuellen Antriebseinheiten der Formel 1 oder beschrieben ihn als besonders aggressiv. Solche Eindrücke sind subjektiv, verdeutlichen aber die hohe Erwartungshaltung rund um Audis Einstieg nach Jahren der Entwicklung hinter verschlossenen Türen.
Warum das Auto in Schwarz fuhr
Statt das endgültige Renndesign zu präsentieren, setzte Audi bei den Tests auf eine schlichte schwarze Lackierung. Diese Herangehensweise ist in frühen Entwicklungsphasen üblich, insbesondere bei Teams, die ihre Fahrzeuge noch nicht offiziell vorgestellt haben.
Lesen Sie auch: Warum Christian Horners Rückkehr in die Formel 1 möglicherweise noch warten muss
Wie Autosport bereits berichtete, verwenden Formel-1-Teams bei Testfahrten häufig neutrale oder Tarnlackierungen, um aerodynamische Details zu verschleiern und Konkurrenten daran zu hindern, neue Konzepte zu genau zu analysieren. Ähnliche Taktiken wurden auch in der Vergangenheit genutzt, etwa beim auffälligen Tarnlook von Red Bull während der Vorsaisontests 2015.
Es wird erwartet, dass Audi nähere Informationen zu seinem 2026er Fahrzeug und dem Markenauftritt näher am offiziellen Präsentationszeitpunkt bekannt gibt – während die Vorbereitungen für die erste Saison auf der Startaufstellung weiter an Fahrt aufnehmen.
Quellen: SPORTbible, Autosport, RobertoF1
Lesen Sie auch: Alcaraz und Sinner deuten seltene Doppelpartnerschaft an
Lesen Sie auch: Vinicius Jr. kontert Simeone nach hitzigem Supercopa-Duell
