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FIFA vergibt friedenspreis an trump, dann folgt betretenes schweigen nach luftangriffen

FIFA schweigt trotz wachsender kritik

Die FIFA hat sich bisher nicht öffentlich geäußert, nachdem sie US Präsident Donald Trump einen Friedenspreis verliehen hatte und kurz darauf militärische Angriffe der USA in Venezuela folgten.

Laut Angaben, die bei einer Dringlichkeitssitzung des UN Sicherheitsrats zitiert wurden, kamen bei den Angriffen am Wochenende mindestens 80 Menschen ums Leben. UN Generalsekretär António Guterres erklärte, er sei „tief besorgt darüber, dass die Regeln des internationalen Rechts nicht eingehalten worden sind“.

Trotz der internationalen Reaktionen hat die FIFA nicht klargestellt, ob die Ereignisse Auswirkungen auf ihre Haltung zu der Auszeichnung haben.

Festnahmen und zunehmende geopolitische spannungen

Während der Militäraktion wurden Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau festgenommen und nach New York gebracht. Dort müssen sie sich wegen mutmaßlicher Drogen und Waffenhandelsdelikte verantworten, laut Angaben, die bei den Vereinten Nationen genannt wurden.

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Venezuela ist dabei nicht der einzige Konfliktpunkt. Trump hat auch mögliche militärische Schritte gegen Kolumbien angedeutet und wiederholt erklärt, er wolle Grönland unter US Kontrolle bringen. Diese Äußerungen haben die internationale Aufmerksamkeit auf seine Außenpolitik weiter verstärkt.

Beobachter sehen darin einen deutlichen Widerspruch zu der Friedensauszeichnung der FIFA.

Ein preis ohne bekannte kriterien

Der Friedenspreis wurde Anfang Dezember während der Auslosung zur Fußball Weltmeisterschaft vergeben. Die USA richten das Turnier 2026 gemeinsam mit Mexiko und Kanada aus.

Bei der Veranstaltung erhielt Trump erstmals den „FIFA Peace Prize, Football Unites the World“. Die FIFA hat bislang weder Kriterien noch Hintergründe zur Vergabe des Preises veröffentlicht.

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Laut der britischen Zeitung The Telegraph hat sich der Weltfußballverband entschieden, nach den Ereignissen in Venezuela keine weitere Kommunikation zu dem Preis zu führen.

Öffentliche lobeshymnen mit rückwirkender brisanz

Die Preisverleihung selbst war feierlich inszeniert. FIFA Präsident Gianni Infantino überreichte Trump persönlich eine Trophäe, eine Medaille und eine Urkunde.

„You can always count on my support“, sagte Infantino während der Übergabe. Trump bezeichnete die Auszeichnung später als „one of the greatest honors of my life“.

Trump hatte zuvor mehrfach Interesse am Friedensnobelpreis bekundet. Dass dieser ihm nicht verliehen wurde, bezeichnete Infantino damals öffentlich als bedauerlich.

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Kritik aus den eigenen reihen

Nach den Militärangriffen wandte sich The Telegraph erneut an die FIFA und fragte nach einer Einordnung der Auszeichnung. Laut der Zeitung bestätigten FIFA Mitarbeiter, dass keine öffentliche Stellungnahme geplant sei.

Auch der frühere FIFA Präsident Sepp Blatter äußerte sich kritisch. „Meinen Nachfolger, ich weiß wirklich nicht, ob es Trump oder Infantino ist“, sagte der 89 Jährige und stellte damit die politische Nähe der FIFA Führung infrage.

Sources: The Telegraph, United Nations

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