Sport

Frieden hin oder her Russland ohne Olympiasymbole

Entscheidung vom IOC festgeschrieben

Russische Athleten dürfen bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 nicht unter ihrer nationalen Flagge antreten, selbst dann nicht, wenn vor Beginn der Spiele ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zustande kommt.

IOC Präsidentin Kirsty Coventry erklärte, die Entscheidung sei endgültig, laut einem Interview mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera.

„Zu diesem Zeitpunkt würde nichts die Entscheidung des Komitees ändern“, sagte Coventry mit Blick auf den Ausschluss nationaler Symbole bei den Spielen vom 6., 22. Februar.

Sanktionen mit Ursprung im Krieg

Die Einschränkungen gehen auf Sanktionen zurück, die nach Russlands umfassender Invasion der Ukraine im Februar 2022 verhängt wurden. Diese Maßnahmen bleiben unabhängig von laufenden diplomatischen Gesprächen bestehen, so Coventry.

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Auf die Frage, ob das IOC Kontakt zu Russlands Präsident Wladimir Putin habe, antwortete sie, „Der Kanal zu den Olympischen Komitees Russlands ist offen“, ohne weitere Details zu nennen, so Corriere della Sera.

Die gleichen Regeln gelten auch für Athleten mit belarussischem Pass, was die politische und militärische Nähe Belarus’ zu Moskau widerspiegelt.

Nur neutraler Start erlaubt

Nach den IOC Regeln dürfen Athleten aus Russland und Belarus ausschließlich als sogenannte Individuelle Neutrale Athleten, AIN, antreten.

Laut den offiziellen Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees ist es neutralen Athleten untersagt, nationale Flaggen, Hymnen oder offizielle Teamkleidung zu verwenden. Zudem dürfen sie weder an Mannschaftswettbewerben teilnehmen noch bei der Eröffnungsfeier einmarschieren.

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Das IOC teilte mit, dass eine Entscheidung über eine mögliche Teilnahme neutraler Athleten an der Abschlussfeier erst während der Spiele getroffen wird, da diese nicht nach Nationalmannschaften organisiert ist.

Strenge Zulassungskriterien

Neutrale Athleten treten unter einer speziellen AIN Flagge und einer Hymne ohne Text an. „Während der Siegerehrungen wird die AIN Flagge gehisst und die AIN Hymne gespielt“, heißt es auf der Website des IOC.

Ausgeschlossen sind außerdem Athleten, die den Krieg öffentlich unterstützen oder bei russischen oder belarussischen Militär oder Sicherheitsbehörden unter Vertrag stehen.

Nach Angaben des IOC nahmen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris 32 Athleten mit russischem oder belarussischem Pass in zehn Sportarten als Neutrale teil, ohne Zwischenfälle auf oder neben dem Wettkampffeld.

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Diplomatie ändert die olympische Linie nicht

Die Haltung des IOC fällt in eine Phase, in der der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, ein von den USA unterstützter Friedensvorschlag sei zu „90 Prozent fertig“, während Russland weiterhin an harten Forderungen festhalte.

Ungeachtet dieser Entwicklungen betont das IOC, dass seine Politik für Mailand auf Prinzipien der Sportverwaltung und Athletenzulassung beruhe und nicht auf wechselnden geopolitischen Verhandlungen.

Quellen, Corriere della Sera, Internationales Olympisches Komitee, Reuters

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