Formel 1

George Russell strebt Showdown mit Verstappen unter den Regeln von 2026 an

Die Formel 1 steht vor einer der unvorhersehbarsten Saisons ihrer Geschichte. Die umfassenden Regeländerungen für 2026 sorgen dafür, dass viele Teams nicht genau wissen, wo sie tatsächlich stehen. Neue Autos, Motoren, Reifen und Kraftstoffe haben die Kräfteverhältnisse grundlegend neu geordnet und eröffnen die Aussicht auf erhebliche Verschiebungen nach oben wie nach unten im Starterfeld.

Für Mercedes-Pilot George Russell gehört genau diese Ungewissheit zum Reiz.

Bei der Vorstellung des neuen Mercedes-Autos sagte Russell, sein Wunschszenario wäre ein Titelkampf gegen Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Er würde es „lieben, wenn es so käme“, zitierte BBC Sport den Briten, während die Formel 1 in eine neue technische Ära eintritt.

Russell wies die Vermutung zurück, die Rolle als Favorit vor der Saison habe den Druck auf ihn erhöht. Er erklärte, dass er ein direktes Duell mit Verstappen begrüßen würde, räumte jedoch zugleich die Stärke von McLaren nach Lando Norris’ titelgewinnender Saison im vergangenen Jahr ein.

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Seit seinem Wechsel zu Mercedes im Jahr 2022 hat Russell fünf Grand-Prix-Siege errungen, verfügte jedoch noch nicht über ein Auto, das dauerhaft zu einem Titelkampf fähig gewesen wäre. Frühere Regelneustarts in der Formel 1 haben die Rangordnung schon öfter durcheinandergewirbelt, auch wenn erste Eindrücke selten das ganze Bild widerspiegeln.

Die ersten Testfahrten in Barcelona hätten ermutigende Zeichen für Mercedes geliefert, sagte Russell, betonte jedoch, dass auch die Konkurrenz konkurrenzfähig ausgesehen habe. Vor allem Red Bull habe Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da das Team sich darauf vorbereitet, erstmals mit einem eigenen Motor an den Start zu gehen, der in Partnerschaft mit Ford entwickelt wurde.

Russell merkte an, dass die Erwartungen an einen klaren Vorteil von Mercedes beim Antrieb möglicherweise überzogen gewesen seien. Er verwies darauf, dass der jüngste Erfolg von Red Bull ebenso sehr auf der Gesamtperformance des Autos wie auf der Motorleistung beruhe, und sagte, dass Verstappen sehr wahrscheinlich weiterhin eine zentrale Rolle im Titelkampf spielen werde.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff schlug einen ähnlich vorsichtigen Ton an und erklärte, die ersten Fahrten hätten nur wenig über die tatsächlichen Kräfteverhältnisse verraten. Russell scherzte, das Auto zeige keine offensichtlichen Anzeichen grundlegender Probleme, doch sowohl er als auch Wolff betonten, dass es viel zu früh sei, um beurteilen zu können, ob damit eine Weltmeisterschaft gewonnen werden könne.

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Russell zeigte sich von der neuen Fahrzeuggeneration ermutigt, die kleiner, leichter und stärker auf Energiemanagement ausgelegt ist. Er ist überzeugt, dass das fahrerische Können weiterhin entscheidend sein wird und die Rennen nicht allein von der Technik im Cockpit bestimmt werden.

Wolff lobte das Erscheinungsbild der Autos und sagte, das Reglement solle für engeres Racing sorgen. Er sagte mehr Überholmanöver in Streckenabschnitten voraus, in denen die Fans sie möglicherweise nicht erwarten.

Abseits der Strecke wies Wolff Beschwerden von Audi, Ferrari und Honda bezüglich des Mercedes-Motorkonzepts zurück. Rivalisierende Hersteller hatten bei der FIA Bedenken wegen möglicher Schlupflöcher in den Regeln zum Verdichtungsverhältnis geäußert, doch Wolff erklärte, der Ansatz des Teams entspreche vollständig dem Reglement und sei stets transparent gewesen.

Während sich die Formel 1 ihrem größten Umbruch seit Jahrzehnten nähert, sagte Russell, er fühle sich bereit für einen Titelkampf. Ob die neue Technik dies ermöglicht, bleibt jedoch die offene Frage.

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Quellen: BBC Sport

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.