Geteilte Meinungen: Lehmann unterstützt Artetas Entscheidung bezüglich Kepa, während Wright einen entscheidenden Schwachpunkt bei Arsenal aufzeigt
Die Niederlage von Arsenal im Finale des Carabao Cups hat die Diskussion über Mikel Artetas Mannschaftsaufstellung neu entfacht, doch der ehemalige Torhüter Jens Lehmann ist der Ansicht, dass das Gesamtbild weiterhin für den Klub spricht, während er in eine entscheidende Phase der Saison eintritt.
Der Klub aus Nordlondon unterlag Manchester City im Wembley-Stadion mit 0:2 und verpasste damit die Chance auf den ersten Titel seit sechs Jahren. Obwohl das Ergebnis Kritik ausgelöst hat, insbesondere in Bezug auf einige Schlüsselentscheidungen, sieht Lehmann den Rückschlag als Teil eines langfristigen Prozesses und nicht als entscheidendes Scheitern.
Kepa-Entscheidung in der Kritik
Arteta entschied sich dafür, an Kepa Arrizabalaga festzuhalten, der während des gesamten nationalen Pokalwettbewerbs für Arsenal im Einsatz gewesen war, anstatt Stammtorhüter David Raya für das Finale zurückzuholen.
Diese Entscheidung geriet kurz nach der Stundenmarke in den Fokus. Kepa verschätzte sich bei einer Flanke in den Strafraum, wodurch Nico O’Reilly das erste Tor erzielen konnte, bevor City ein zweites nachlegte und sich den Sieg sicherte.
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Der Fehler wurde schnell zum zentralen Thema der Nachberichterstattung, und einige stellten infrage, ob Arteta für ein Spiel mit so hoher Bedeutung nicht von seiner Rotationspolitik hätte abweichen sollen.
Lehmann, wie von SPORTbible berichtet, wies diese Ansicht zurück und verteidigte sowohl die Entscheidung des Trainers als auch Kepas Gesamtleistung.
„Überhaupt nicht. Kepa ist ein guter Torhüter und er ist mit ihnen ins Finale gekommen. Er hat seine Sache gut gemacht“, sagte Lehmann.
Mit Blick auf den Fehler fügte er hinzu: „Der Ball, den er fangen wollte – das spricht eigentlich für ihn, dass er ihn fangen wollte. Wahrscheinlich hat er ihn ein bisschen falsch eingeschätzt und hätte ihn über die Latte lenken sollen, aber so etwas passiert.“
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Ein Rückschlag mit möglichen Vorteilen
Anstatt sich ausschließlich auf die Enttäuschung zu konzentrieren, deutete Lehmann an, dass die Niederlage Arsenal letztlich zugutekommen könnte, während das Team weiterhin in mehreren Wettbewerben vertreten ist.
Die Mannschaft von Arteta befindet sich weiterhin in einer starken Position im Rennen um den Premier-League-Titel und ist sowohl im FA Cup als auch in der Champions League noch im Wettbewerb, sodass die Aussicht auf eine sehr erfolgreiche Saison bestehen bleibt.
„Ich würde sagen, ich bin nicht unglücklich, dass sie (den Carabao Cup) nicht gewonnen haben, denn man kann nicht vier Titel gewinnen“, sagte er.
„Das wird ihnen mehr Fokus geben, um die Premier League, den FA Cup und wahrscheinlich die Champions League zu gewinnen.“
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Lehmanns Aussagen, übermittelt von SPORTbible, spiegeln die Herausforderung wider, Ehrgeiz und Realismus in Einklang zu bringen, insbesondere für eine Mannschaft, die gleichzeitig tief in mehreren Wettbewerben steckt.
Dynamikwechsel und Führungsprobleme
Der ehemalige Arsenal-Torhüter hob zudem hervor, was er als einen entscheidenden Wendepunkt im Spiel ansah, als City begann, die Kontrolle zu übernehmen und Arsenal Schwierigkeiten hatte, darauf zu reagieren.
„Da hat ihnen ein wenig Führung auf dem Platz gefehlt“, sagte Lehmann laut SPORTbible.
Nach einem vielversprechenden Beginn gelang es Arsenal nicht, die Intensität aufrechtzuerhalten. Sobald City in der zweiten Halbzeit seinen Rhythmus fand, hatte Artetas Team Mühe, die Kontrolle zurückzugewinnen oder den Druck zu verringern.
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Wright stellt offensive Balance infrage
Der ehemalige Arsenal-Stürmer Ian Wright konzentrierte sich in seinen Aussagen bei Sky Sports auf einen anderen Aspekt der Aufstellung.
Er argumentierte, dass die Schnelligkeit von Gabriel Martinelli Arsenal unter Druck eine Ausweichmöglichkeit hätte bieten können, indem er die Abwehr von City auseinandergezogen und eine direktere Offensivgefahr geschaffen hätte.
„Gabriel Martinelli würde immer in meiner Mannschaft stehen, besonders auf einem Platz wie heute in Wembley. Wir brauchen jemanden, der uns mit seinen Läufen aus schwierigen Situationen befreien kann“, sagte Wright.
Er fügte hinzu: „Arsenal muss sich befreien, und wir halten den Ball nicht gut genug oder lange genug.“
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Stattdessen setzte Arteta von Beginn an auf Leandro Trossard, während Martinelli erst in der Schlussphase eingewechselt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte City jedoch bereits die Kontrolle übernommen, und Arsenal konnte nicht mehr zurückkommen.
Der Fokus richtet sich auf den Saisonendspurt
Trotz der Enttäuschung in Wembley bleibt Arsenal wenig Zeit zum Verweilen. Mit wichtigen Spielen in Liga und Pokal vor sich richtet sich der Blick nun darauf, wie das Team reagiert.
Lehmann glaubt, dass die sichtbare Frustration der Spieler in den kommenden Wochen als Motivation dienen könnte, während Artetas Mannschaft versucht, eine verpasste Chance in neuen Schwung für den Rest der Saison umzuwandeln.
Quellen: SPORTbible, Sky Sports
