Guardiola hinterfragt die Konsistenz des VAR nach dem Halbfinalsieg von City
Pep Guardiola ließ den Halbfinalsieg von Manchester City im Carabao Cup gegen Newcastle nicht ohne Kontroverse vorbeigehen und nutzte die Gelegenheit, um erneut die Anwendung von VAR-Entscheidungen in entscheidenden Spielen zu hinterfragen.
Der 2:0-Sieg im Hinspiel im St. James’ Park bringt City in eine klare Ausgangsposition für das Weiterkommen. Doch Guardiola machte nach dem Spiel deutlich, dass die Leistung und das Ergebnis durch seine Frustration über die Schiedsrichterentscheidungen überschattet wurden.
City legt früh vor
Tore von Antoine Semenyo und Rayan Cherki verschafften City einen komfortablen Vorsprung, wobei Cherkis später Treffer für zusätzlichen Spielraum vor dem Rückspiel sorgte. Semenyo, der zu Beginn der Saison verpflichtet wurde, eröffnete den Torreigen, während City das Fehlen mehrerer erfahrener Verteidiger kompensierte.
Der Sieg diente auch als Antwort auf die Ligapleite in Newcastle zu Beginn der Saison und bringt City in eine gute Position, um das Finale am 22. März zu erreichen.
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Newcastle hingegen hatte Mühe, konstant Druck auszuüben, und steht nun vor einer schwierigen Aufgabe im Rückspiel.
Eine Entscheidung, die die Stimmung kippte
Der Wendepunkt für Guardiola kam, als Semenyo scheinbar sein zweites Tor erzielte, indem er eine Ecke von Tijjani Reijnders ins Netz abfälschte.
Das Spiel wurde für über fünf Minuten unterbrochen, während der VAR die Szene überprüfte, bevor Schiedsrichter Chris Kavanagh zum Bildschirm an der Seitenlinie gerufen wurde. Das Tor wurde annulliert, da Erling Haaland knapp im Abseits stand und als spielbeeinflussend gewertet wurde eine Entscheidung, die laut Sky Sports ohne halbautomatische Abseitstechnologie getroffen wurde.
Zu diesem Zeitpunkt war die Geduld im Stadion wie auch auf der City-Bank merklich erschöpft.
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„Ich habe es heute gesagt, weil wir gewonnen haben“
Guardiola zeigte sich im Interview mit Sky Sports nach dem Spiel sichtlich verärgert und stellte infrage, warum die Eingriffe des VAR im Vergleich zu früheren Entscheidungen gegen sein Team inkonsistent erscheinen.
„Vier Offizielle und der VAR konnten die Entscheidung nicht treffen, sie mussten den Schiedsrichter hinzuziehen“, sagte er.
Er verglich den Vorfall mit Situationen aus der Premier-League-Niederlage gegen Newcastle im November, insbesondere mit Aktionen gegen Phil Foden und Jeremy Doku, bei denen es zu keiner vergleichbaren Überprüfung kam.
„Ich habe es heute gesagt, weil wir gewonnen haben“, fügte Guardiola hinzu und betonte, dass seine Kritik nicht vom Ergebnis beeinflusst sei.
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Alte Wunden reißen wieder auf
Guardiola erinnerte zudem an das verlorene FA-Cup-Finale gegen Crystal Palace in der vergangenen Saison, als Torwart Dean Henderson keine Rote Karte erhielt, obwohl er den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte.
Auf die Frage, wer für solche Themen zuständig sei, verwies Guardiola auf PGMOL-Chef Howard Webb und betonte die Bedeutung von Klarheit in den entscheidenden Phasen großer Wettbewerbe.
„Es ist ein Halbfinale. Wir spielen um viel, um ins Finale zu kommen“, sagte er. „Das wird uns stärker machen.“
Als Nächstes: Derby Diskussion geht weiter
City kehrt nun in der Premier League mit dem Manchester-Derby im Old Trafford zurück ein Spiel, das den Beginn der Interimstätigkeit von Michael Carrick nach der Entlassung von Ruben Amorim markiert.
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Obwohl Citys Weg ins Finale zunehmend klarer erscheint, sorgten Guardiolas Aussagen dafür, dass weniger über das Ergebnis als vielmehr über den VAR diskutiert wurde.
Quellen: Sky Sports, CBS Sports
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