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Guinness weltrekordlauf wegen krieg abgesagt

Eine geplante Ultra Distanz Herausforderung in der Wüste ist vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten vorzeitig beendet worden. Laut einem Bericht von Karol Osinski für o2.pl stoppte Robert Karaś seinen Versuch eines Guinness Weltrekords in den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits nach einem Tag und verwies auf gestörte Satellitensignale sowie regionale Instabilität.

Karaś war in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist, um mehr als 6.000 Kilometer durch das Land zu laufen. Der Start war für 7:00 Uhr polnischer Zeit vorgesehen und sollte einen weiteren extremen Ausdauer Meilenstein in seiner Karriere markieren.

Rekordversuch nach einem tag beendet

Wie o2.pl berichtet, beendete Karaś den Lauf nach 82 Kilometern. Er erklärte, der Versuch könne nicht offiziell anerkannt werden, da GPS Signale in der Region gestört würden und somit eine exakte Distanzmessung für die Guinness Verifizierung nicht möglich sei.

Guinness World Records verlangt unabhängig überprüfbare Tracking Daten für Ultra Distanz Leistungen. Ohne verlässliche Satellitenaufzeichnungen können solche Versuche nicht zertifiziert werden.

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In einem Beitrag auf Instagram schrieb Karaś:

„Wir haben 82 Kilometer erreicht. Die meisten von euch wissen, dass mein Versuch aufgrund des Konflikts zwischen Iran und den Vereinigten Staaten nicht anerkannt wird. Wir müssen von vorne beginnen. Das Militär blockiert GPS Signale und meine Signale sind verloren gegangen. Der Lauf ist vorbei, aber das ist nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass der Konflikt endet. So ist das Leben. Wir sind in Sicherheit.“

In der Nachricht führte er den Verlust der GPS Aufzeichnung auf militärische Störungen zurück und betonte, dass Sicherheit wichtiger sei als sportliche Ambitionen.

Sicherheitslage überschattet sportliche ziele

Karaś deutete an, dass die angespannte Sicherheitslage in der Region nicht nur seinen Versuch, sondern auch Zivilisten betreffe. Unter diesen Bedingungen seien eine verlässliche Navigation und die Koordination seines Teams nicht mehr gewährleistet gewesen.

Vor dem Start hatte der Athlet seine Unterstützer auf Instagram mobilisiert. In einem motivierenden Beitrag schrieb er:

„Die Zeit ist gekommen zu kämpfen. Die Zeit ist gekommen zu leiden. Morgen um 7:00 Uhr polnischer Zeit starten wir für den Guinness Rekord in einem Lauf durch die Vereinigten Arabischen Emirate. Mehr als 600 Kilometer Kampf. Gestern hat ein Brite den Weltrekord verbessert. Respekt. Jetzt sind wir an der Reihe. Wir waren bereits an Orten, an die die meisten nicht einmal blicken wollen. Deshalb macht uns ein Lauf durch die Wüste keine Angst. Polnische Stärke kommt. Drückt uns die Daumen.“

In diesem Beitrag war von 600 Kilometern die Rede, während zuvor eine Strecke von mehr als 6.000 Kilometern genannt wurde. Laut o2.pl sollte die geplante Distanz über 6.000 Kilometer betragen. Diese Diskrepanz wurde bislang nicht öffentlich erklärt.

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Neustart abhängig von regionaler stabilität

Karaś erklärte, er wolle den Versuch erneut starten, sobald sich die Lage im Nahen Osten stabilisiert habe. Einen konkreten Zeitplan nannte er nicht. Er machte jedoch deutlich, dass der Rekordversuch vollständig neu begonnen werden müsse, um die offiziellen Verifizierungsstandards zu erfüllen.

Quelle: o2.pl

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