IFAB genehmigt Regeländerungen zur Beschleunigung der Spiele vor der Weltmeisterschaft 2026
Der weltweite Regelgeber des Fußballs hat eine Reihe von Änderungen beschlossen, die darauf abzielen, Zeitspiel zu reduzieren und den Spielfluss zu beschleunigen. Die Maßnahmen sollen voraussichtlich vor der Weltmeisterschaft 2026 in Kraft treten.
Das International Football Association Board (IFAB), das die Spielregeln überwacht, einigte sich auf die Aktualisierungen während seiner 140. Jahreshauptversammlung in Hensol in Wales. Laut Reuters konzentrieren sich die Änderungen auf schnellere Spielfortsetzungen, strengere Auswechselverfahren und Anpassungen der Regeln für Videoüberprüfungen.
Countdown bei verzögerten Spielfortsetzungen
Eine neue Regel erlaubt es Schiedsrichtern, einen sichtbaren Fünf-Sekunden-Countdown einzuführen, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Mannschaft einen Einwurf oder einen Abstoß verzögert.
Wird das Spiel bis zum Ende des Countdowns nicht fortgesetzt, erhält die gegnerische Mannschaft den Ballbesitz. In der Praxis bedeutet das, dass ein verzögerter Einwurf dem Gegner zugesprochen wird, während ein zu langsam ausgeführter Abstoß zu einer Ecke für die gegnerische Mannschaft führen kann.
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Die Maßnahme baut auf einem früheren Versuch auf, Zeitspiel durch Torhüter einzudämmen, die den Ball über längere Zeit in den Händen halten.
Grenzen für Verzögerungen bei Auswechslungen
Das IFAB hat außerdem ein strengeres Verfahren für Auswechslungen beschlossen, um zu verhindern, dass Spieler das Spielfeld absichtlich langsam verlassen.
Sobald die Auswechslungstafel angezeigt wird oder der Schiedsrichter den Wechsel signalisiert, hat der auszuwechselnde Spieler 10 Sekunden Zeit, das Spielfeld zu verlassen. Wird dieses Zeitlimit überschritten, muss der einwechselnde Spieler bis zur nächsten Spielunterbrechung warten, nachdem eine Minute Spielzeit vergangen ist, während der ausgewechselte Spieler das Spielfeld dennoch sofort verlassen muss.
Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Regel insbesondere in der Schlussphase von Spielen absichtliche Verzögerungen verringert.
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Spielunterbrechungen wegen Verletzungen und Änderungen beim VAR
Eine weitere Änderung betrifft Spielunterbrechungen aufgrund von Verletzungen. Spieler, die auf dem Spielfeld behandelt werden oder deren Verletzung das Spiel unterbricht, müssen das Feld nach Wiederaufnahme des Spiels verlassen und mindestens eine Minute außerhalb bleiben.
Laut Reuters hat das Gremium außerdem die Situationen erweitert, in denen Videoassistenten (VAR) eingreifen dürfen, wenn klare Beweise zeigen, dass ein Fehler passiert ist.
VAR-Offizielle dürfen nun eingreifen, wenn ein Spieler nach einer irrtümlich verhängten zweiten Gelben Karte eine Rote Karte erhält, wenn der Schiedsrichter den falschen Spieler bestraft oder wenn eine Ecke eindeutig zu Unrecht zugesprochen wurde.
Weitere Klarstellungen der Regeln
Die nächste Ausgabe der Spielregeln, die am 1. Juli in Kraft treten soll, wird zudem mehrere weitere Aktualisierungen enthalten.
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Sicher abgedeckte, ungefährliche Gegenstände werden während der Spiele erlaubt sein, und Schiedsrichter dürfen Kameras an der Brust oder am Kopf tragen. Das Gremium hat außerdem die Regeln zu Schiedsrichterbällen sowie zu versehentlichen Doppeltberührungen bei Elfmetern präzisiert.
Quellen: Reuters
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