Italien kann noch zur Weltmeisterschaft fahren, alles hängt von Trump ab
Ein Abend, der alles veränderte
Laut Rob Swan bei GiveMeSport hatte Italien im Playoff gegen Bosnien und Herzegowina zunächst die Kontrolle. Moise Kean brachte die Mannschaft früh in Führung, ehe das Spiel kurz vor der Pause kippte, als Alessandro Bastoni mit Rot vom Platz musste. Danach änderte sich die Dynamik spürbar. Haris Tabakovic glich in der Schlussphase aus, in der Verlängerung fiel kein weiteres Tor, und im Elfmeterschießen brach Italien dann komplett ein, Bosnien gewann mit 4:1.
Damit bekam die Niederlage sofort ein größeres Gewicht als nur das eines verlorenen K.o. Spiels. Italien hat seit 2014 keine Weltmeisterschaft mehr gespielt, entsprechend hart traf dieses Ausscheiden. Eigentlich sollte das Turnier 2026 die Rückkehr einer der erfolgreichsten Fußballnationen der Geschichte markieren. Stattdessen steht wieder das gleiche unangenehme Thema im Raum, nämlich eine weitere WM ohne Italien, obwohl die Mannschaft die Partie zunächst auf ihre Seite gezogen hatte.
Warum Italien trotzdem weiter genannt wird
Dass Italien noch nicht ganz aus der Debatte verschwunden ist, hat weniger mit dem Spiel gegen Bosnien und Herzegowina zu tun als mit der offenen Lage rund um Iran. Laut einem weiteren Bericht von GiveMeSport wurde Italien als möglicher Nachrücker genannt, falls die FIFA Iran doch noch aus dem Turnier nehmen müsste und sich bei einer Ersatzlösung nicht streng an die übliche Verbandslogik halten würde. Das war von Anfang an eher ein Gedankenspiel als ein konkreter Plan, reichte aber aus, um Italien wieder in die Schlagzeilen zu bringen.
Ganz aus der Luft gegriffen war diese Diskussion allerdings nicht. Die Associated Press berichtete, dass iranische Offizielle selbst Zweifel an einer Teilnahme geäußert und sogar gefragt hatten, ob Spiele nach Mexiko verlegt werden könnten. In dem Moment, in dem solche Fragen öffentlich werden, entstehen automatisch Spekulationen über Ersatzszenarien. Und weil Italien sportlich weiterhin ein großer Name ist, fiel der Blick schnell auf die Azzurri, obwohl es dafür bis heute keine offizielle Zusage gibt.
Lesen Sie auch: Newcastle nimmt Gonzalo García ins Visier, die Suche nach einem neuen Stürmer wird breiter
Die offizielle Linie der FIFA ist deutlich klarer
Trotz all dieser Spekulationen ist die öffentliche Position der FIFA wesentlich eindeutiger. Im offiziellen Spielplan der FIFA steht Iran weiterhin in Gruppe G und ist dort für Spiele gegen Neuseeland am 15. Juni, Belgien am 21. Juni und Ägypten am 26. Juni eingeplant. Dazu kommt, dass FIFA Präsident Gianni Infantino laut einem von ESPN aufgegriffenen AP Bericht erklärt hat, es gebe keinen Plan B für Irans Platz im Turnier.
Genau das verändert den Ton der gesamten Geschichte. Italien wird zwar weiter erwähnt, aber nicht deshalb, weil die FIFA eine Tür geöffnet hätte. Italien wird erwähnt, weil Fußball hier an eine größere politische Debatte grenzt und weil Ersatzszenarien bei einer Weltmeisterschaft immer Aufmerksamkeit erzeugen, sobald ein prominentes Land betroffen ist. Stand Freitag, 10. April 2026, zeigen die offiziellen Unterlagen weiter in nur eine Richtung, Iran ist dabei, Italien ist raus.
Warum das Thema trotzdem nicht ganz verschwindet
Was die Geschichte am Leben hält, ist also kein neuer sportlicher Weg für Italien, sondern die Tatsache, dass Unsicherheit oft länger bestehen bleibt als eine klare Schlagzeile. Die Associated Press machte deutlich, dass die Diskussion um Iran nicht vollständig beendet ist, selbst wenn die FIFA öffentlich am ursprünglichen Plan festhält. Dadurch bleibt Italien in einer merkwürdigen Zwischenposition, offiziell ausgeschieden, praktisch außen vor, aber weiterhin Teil einer der ungewöhnlichsten Nebenstorys dieses Turniers.
Die fairste Einordnung lautet deshalb so: Italien hat sich seinen Platz bei der WM 2026 nicht verdient, und derzeit gibt es von der FIFA keinerlei Signal, dass sich daran etwas ändern wird. Gleichzeitig sorgt die Lage um Iran dafür, dass Italiens Name als theoretische Ersatzlösung im Umlauf bleibt. Mehr ist es im Moment nicht, eine entfernte Möglichkeit, keine konkrete Entwicklung, aber genug, um das Thema offen zu halten.
Lesen Sie auch: FIFAs WM 2026, Korruptionsvorwürfe könnten vor Gericht enden
Quellen: GiveMeSport, FIFA, Associated Press, ESPN.
Lesen Sie auch: Marcelo bringt die Debatte um Messi und Ronaldo zum Abschluss
