Fußball

Jamie Carragher analysiert Carrick’s taktische Umstellung gegen City

Laut Jamie Carragher war Manchester Uniteds Überraschungssieg gegen Manchester City weniger das Ergebnis taktischer Neuerungen als vielmehr von Zurückhaltung geprägt. Er betonte, dass Michael Carricks erstes Spiel als Interimstrainer den Wert solider Grundlagenarbeit verdeutlicht habe.

Carrick, der Anfang der Woche nach dem Abgang von Ruben Amorim zum Interimstrainer ernannt worden war, stand vor einem der schwierigsten Einstände überhaupt: ein Heimderby gegen City, das sich mitten in einer Serie von 13 ungeschlagenen Spielen befand und um den Premier-League-Titel kämpfte.

Angesichts der jüngsten Form galt United allgemein als Außenseiter. Doch Tore in der zweiten Halbzeit von Bryan Mbuemo und Patrick Dorgu widerlegten die Erwartungen im Old Trafford und bescherten dem Klub den ersten Sieg des Jahres 2026.

Anstatt einen kompletten taktischen Umbruch zu versuchen, setzte Carrick auf Klarheit. In der Sendung Monday Night Football auf Sky Sports erklärte Carragher, dass das neue Trainerteam der Versuchung widerstanden habe, die Dinge unnötig zu verkomplizieren trotz der kurzen Vorbereitungszeit.

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„Es wirkte wie ein Zurück-zu-den-Basics-Ansatz, und das meine ich im positiven Sinne“, sagte Carragher und verwies auf die begrenzte Zeit, die Carrick auf dem Trainingsplatz hatte.

Im Gegensatz zu den zunehmend verbreiteten aggressiven Manndeckungssystemen in der Premier League setzte United auf eine konservativere Zonenverteidigung. Carragher bezeichnete dies als eine Art Rückgriff auf frühere Zeiten, bei dem kollektives Stellungsspiel im Vordergrund steht statt ständiger individueller Duelle.

Dieser Ansatz legte großen Wert auf Einsatzbereitschaft ohne Ball. Carragher betonte, dass Intensität im Spiel gegen den Ball eine Eigenschaft sei, die kein Gegner völlig neutralisieren könne unabhängig von seiner technischen Klasse.

Daten von Sky Sports zur gelaufenen Distanz stützten diese Einschätzung. Vier der fünf United-Spieler mit der größten Laufleistung darunter Kobbie Mainoo und Dorgu spielten im Derby eine zentrale Rolle, was das kollektive Engagement für den Matchplan unterstreicht.

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Mainoo war besonders entscheidend, wenn es darum ging, Citys Spielaufbau zu stören. Carragher hob die Zusammenarbeit des jungen Mittelfeldspielers mit Casemiro hervor und argumentierte, dass ihre Abstimmung ein Problem gelöst habe, das United in den vergangenen Saisons immer wieder zu schaffen machte: Casemiro, der im Zentrum oft auf sich allein gestellt war.

Uniteds Zonenpressing war darauf ausgelegt, den Ball auf Citys unerfahreneren Verteidiger Max Alleyne zu lenken, bevor der Druck ausgelöst wurde. Während Mainoo vorrückte, um Rodris Einfluss zu begrenzen, rückten Flügelspieler wie Amad und Dorgu nach innen, um das Mittelfeld kompakt zu halten.

Carragher meinte, dass Ausgewogenheit nicht pure Aggressivität das Spiel geprägt habe. Er verglich die Staffelung von Uniteds Flügelspielern bei einem Ballgewinn mit klassischen Flügelduos und nannte Ryan Giggs und David Beckham als visuelle Referenz.

Laut der Analyse von Sky Sports war Carricks erstes Derby an der Seitenlinie ein Beweis dafür, dass taktische Disziplin und kollektiver Einsatz selbst die dominantesten Teams ins Wanken bringen können vor allem, wenn die Umsetzung stimmt.

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Quellen: Sky Sports

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.