Jamie Carragher verrät, warum er „keinen Wunsch“ hat, bei Salahs Abschied in Anfield dabei zu sein
Jamie Carragher ist der Ansicht, dass Mohamed Salahs Abschied vom FC Liverpool für das in Erinnerung bleiben sollte, was auf dem Spielfeld geschieht – und nicht für die anschließenden Ehrungen.
In einer Kolumne für The Telegraph erklärte der ehemalige Liverpool-Verteidiger, dass er wenig Interesse an einer traditionellen Abschiedszeremonie in Anfield habe, solange noch ein größerer Titel in Reichweite sei. Ein Triumph in der Champions League wäre seiner Meinung nach der passendste Abschluss.
Seine Aussagen folgten auf Salahs Bestätigung, dass er Liverpool am Ende der Saison 2025/26 verlassen wird – und damit eine der erfolgreichsten Epochen der jüngeren Vereinsgeschichte zu Ende geht.
Salah bestätigt emotionalen Abschied
In einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft wandte sich Salah direkt an die Fans.
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„Hallo zusammen. Leider ist der Tag gekommen. Das ist der erste Teil meines Abschieds. Ich werde Liverpool am Ende der Saison verlassen“, sagte er.
Mit Blick auf seine Zeit beim Verein fügte er hinzu: „Ich hätte nie gedacht, wie sehr dieser Klub, diese Stadt, diese Menschen ein Teil meines Lebens werden würden. Liverpool ist nicht nur ein Fußballverein. Es ist eine Leidenschaft. Es ist Geschichte.“
Der 33-Jährige hinterlässt eine beeindruckende Bilanz: 255 Tore in 435 Einsätzen – eine Quote, die ihn auf Platz drei der ewigen Torschützenliste Liverpools bringt, hinter Ian Rush und Roger Hunt. Während seiner Zeit in Anfield gewann er zwei Premier-League-Titel sowie die Champions League.
Carraghers Sicht: Konstanz über alles
Carragher nutzte seine Kolumne, um Salah historisch einzuordnen, und argumentierte, dass vor allem seine konstanten Leistungen ihn herausheben.
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„Im Pantheon der ausländischen Offensivspieler, die in England brilliert haben, übertrifft nur Thierry Henry Salahs Produktivität und Konstanz“, schrieb er.
Zwar werden Namen wie Cristiano Ronaldo, Eden Hazard und Dennis Bergkamp häufig in dieser Diskussion genannt, doch Carraghers Argument basiert auf einer Langlebigkeit, die seiner Ansicht nach nur wenige erreicht haben – mit konstant starken Leistungen Jahr für Jahr.
Abschied in Anfield oder europäisches Finale?
Das letzte Heimspiel Liverpools in der Premier-League-Saison könnte Salahs letzter Auftritt in Anfield sein – ein Moment, der für die Fans vermutlich sehr emotional wird.
Carragher räumte ein, dass ein solcher Anlass große Bedeutung hätte, insbesondere da der Abschied des Spielers nun bestätigt ist.
„Die Bestätigung seiner Absichten garantiert die Art von emotionalem und großem Abschied, die ein Spieler seines Formats verdient“, schrieb er.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass dies für ihn nicht das entscheidende Bild sein sollte.
„Ich habe kein Interesse daran, Teil eines großen Abschieds in Anfield nach dem letzten Premier-League-Spiel des Klubs zu sein“, sagte Carragher.
Eine noch größere Bühne in Sicht
Stattdessen verwies Carragher auf das Champions-League-Finale, das kurz nach dem Ende der nationalen Saison stattfindet, als ideale Bühne für Salahs letzten Auftritt – vorausgesetzt, Liverpool erreicht dieses Spiel.
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„Jeder Liverpool-Fan hat etwas viel Besseres und Dramatischeres im Kopf … dass er seine Mannschaft zum Sieg im Champions-League-Finale führt“, schrieb er.
„Wetten Sie nicht gegen den perfekten Abschied.“
Ob Liverpool diesen Punkt erreicht, bleibt ungewiss, doch die Aussage spiegelt die hohen Erwartungen rund um Salah wider. Für Carragher würde ein gewöhnlicher Abschied nicht dem Niveau gerecht werden, das der Stürmer gesetzt hat – nur ein letzter, entscheidender Moment auf Europas größter Bühne könnte das leisten.
Quellen: The Telegraph, Liverpool FC, Stellungnahme von Mohamed Salah.
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