Jürgen Klopp äußert sich zu einer möglichen Rolle bei Real Madrid
Jürgen Klopp versucht, die Spekulationen über eine Verbindung mit Real Madrid zu beruhigen und macht deutlich, dass er sich in seiner aktuellen Rolle wohlfühlt und nicht aktiv nach einer Rückkehr ins Traineramt sucht.
Der ehemalige Liverpool-Trainer wurde wiederholt als mögliche langfristige Lösung für Real Madrid genannt, während der spanische Klub eine Phase der Instabilität durchläuft. Klopp hat jedoch signalisiert, dass die Gerüchte nicht seinen derzeitigen Gedanken oder Ambitionen entsprechen.
Im Alter von 58 Jahren zog sich Klopp am Ende der Saison 2023/24 aus dem Vereinsfußball zurück und übernahm seither eine strategische Rolle als Global Head of Football bei Red Bull. Im Gespräch mit The Athletic bestätigte er zwar die Berichte, bezeichnete sie jedoch als übertrieben und nannte sie „teils amüsant, teils frustrierend“.
Leben abseits der Trainerbank
Klopp betonte, dass er zwar weiterhin in der Lage sei, auf höchstem Niveau zu trainieren, aber kein Bedürfnis verspüre, dies auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Seine Arbeit bei Red Bull habe ihm eine neue Perspektive auf den Fußball eröffnet und ihn mit Bereichen des Sports konfrontiert, die über die Spieltagsvorbereitung hinausgehen.
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Seiner Aussage nach beinhaltet die Rolle umfangreiche Zusammenarbeit, geschäftliche Treffen und zahlreiche Lernprozesse, die seinen Blick auf den Fußball erweitert haben. Er fügte hinzu, dass er sich sowohl beruflich als auch privat angekommen fühle und derzeit kein Bedürfnis habe, „woanders zu sein“.
Madrid auf der Suche nach Stabilität
Die Spekulationen um Klopp haben sich vor dem Hintergrund der Unsicherheit im Bernabéu-Stadion verstärkt. Real Madrid bestätigte vergangene Woche, dass Xabi Alonso seinen Posten als Cheftrainer verlassen habe – die Entscheidung sei einvernehmlich gefallen.
In einer offiziellen Mitteilung lobte der Klub Alonsos Einsatz und seine Werte. Man betonte, er werde „immer die Zuneigung und Bewunderung“ der Fans genießen und der Klub werde „sein Zuhause“ bleiben.
Daraufhin übernahm der frühere Real- und Liverpool-Verteidiger Álvaro Arbeloa übergangsweise das Traineramt, während der Verein seine nächsten Schritte abwägt.
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Gemischte Ergebnisse für den Interimstrainer
Arbeloas erstes Spiel an der Seitenlinie endete mit einer deutlichen Niederlage im Pokal gegen Albacete – ein Ergebnis, das Kritik hervorrief und die angespannte Stimmung im Team verdeutlichte. Einige Tage später reagierte Real Madrid mit einem Liga-Sieg gegen Levante, was Arbeloas ersten Erfolg als Interimstrainer markierte.
Trotz dieser Verbesserung hat der Klub bislang keinen Zeitplan für die Ernennung eines permanenten Nachfolgers bekannt gegeben – die Spekulationen halten somit weiter an.
Klopp distanziert sich von Madrid-Gerüchten
Neben Klopp wird auch Ex-Madrid-Trainer Zinedine Zidane mit einer möglichen Rückkehr in Verbindung gebracht, allerdings gibt es bisher keine Bestätigung für ein offizielles Interesse.
Klopp hat sich wiederholt von der Diskussion distanziert. In früheren Kommentaren sagte er, die Gerüchte hätten ihn ehrlich überrascht, und er betonte, dass sie keinerlei Einfluss auf seine Zukunftspläne hätten. Derzeit scheint Klopp zufrieden damit zu sein, sich auf sein neues Kapitel abseits der Seitenlinie zu konzentrieren – während Madrid weiter sucht.
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Quellen: The Athletic, Real Madrid CF, SPORTbible
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