Kein Elfmeter, kein Sieg? Real Madrid im Ausnahmezustand im Bernabeu
Die unerwartete Niederlage von Real Madrid im Santiago Bernabeu am Montag hat in der spanischen Presse Alarm ausgelöst und große Fragezeichen hinter Álvaro Arbeloa gesetzt.
Der Sieg von Getafe war der erste Erfolg im Bernabeu seit 18 Jahren, ein Ergebnis, das die Heimfans schockierte und neue Zweifel an Madrids Titelambitionen aufkommen ließ. Laut TV 2 Sport unter Berufung auf spanische Medien signalisiert die Niederlage, dass „die Alarmglocken läuten“ rund um den Klub, während die Frustration unter den Anhängern wächst.
Die Pleite hat zudem unmittelbare Folgen. Franco Mastantuono sah die Rote Karte, während Dean Huijsen und Alvaro Carreras Verwarnungen erhielten, die sie für das La-Liga-Spiel am Freitag gegen Celta Vigo aufgrund einer Sperre ausschließen.
Spanische Medien erhöhen den Druck
Die Kritik war sowohl in Madrider als auch in katalanischen Medien deutlich zu spüren. Laut Marca, zitiert von TV 2 Sport, war der Abend ein „Albtraum für Real Madrid und Trainer Arbeloa“, was den wachsenden Druck auf den früheren Verteidiger unterstreicht, der Anfang des Jahres das Amt übernommen hat.
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Sport ging noch weiter und schrieb, die Niederlage habe die Mannschaft wieder in „Krisen“-Gefilde geführt und die Spannungen mit den Fans neu entfacht. Die Zeitung argumentierte, dass sich die Verantwortung vom Vereinspräsidenten bis zu den Spielern erstrecke, was auf eine sich vertiefende Unruhe hindeute.
Im Gespräch mit dem dänischen Sender TV 2 Sport bezeichnete Fußballanalyst Andreas Laudrup das Ergebnis angesichts von Getafes langer Wartezeit auf einen Sieg in diesem Stadion als historisch. Er sagte, das Ausmaß der aktuellen Probleme von Real Madrid erscheine „kolossal“ und stellte infrage, wie Arbeloa den Kurs korrigieren wolle.
Titelrennen droht Real Madrid zu entgleiten
Bei noch 12 ausstehenden Spielen liegt Real Madrid in der La-Liga-Tabelle vier Punkte hinter Barcelona. Ein Clásico im Camp Nou Mitte Mai könnte entscheidend werden, doch selbst ein Sieg dort könnte nicht ausreichen, falls Barcelona weiterhin konstant punktet.
„Es sind noch 36 Punkte zu vergeben, und wir haben kein anderes Ziel, als um diese 36 Punkte zu kämpfen“, sagte Arbeloa auf der offiziellen Website von Real Madrid. Er betonte, dass in der Kabine niemand aufgebe, trotz der zunehmenden Kritik.
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Arbeloa wurde im Januar aus dem Nachwuchsbereich von Real Madrid befördert, nachdem Xabi Alonso nach rund sechs Monaten im Amt entlassen worden war. Seitdem schwanken die Leistungen, und die Geduld scheint sowohl bei den Fans als auch in Teilen der spanischen Medien zu schwinden.
Quelle: TV 2 Sport
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