Läuft die Zeit für Slot in Anfield ab?
Der Aufstieg von Xabi Alonso zu einem der angesehensten jungen Trainer Europas hat ihn ganz selbstverständlich in Diskussionen über mögliche zukünftige vakante Positionen bei Spitzenklubs gebracht – darunter auch der FC Liverpool.
Nachdem er Bayer Leverkusen zu einem historischen, ungeschlagenen Bundesliga-Titel geführt hatte, wurde Alonso weithin für seine taktische Struktur, seine ruhige Führungsart und seine Fähigkeit gelobt, den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft zu maximieren. Sein Erfolg in Deutschland hat die Spekulationen darüber verstärkt, wohin ihn seine Trainerkarriere als Nächstes führen könnte.
Slots Schwung lässt nach starkem Start nach
Der Übergang des FC Liverpool nach der Ära Jürgen Klopp wirkte zunächst stabil. Arne Slot setzte sofort Akzente, indem er in seiner ersten Saison die Meisterschaft gewann und damit die Sorgen um die Kontinuität an der Anfield Road zerstreute.
Diese Spielzeit hat sich jedoch als deutlich schwieriger erwiesen. Liverpool konnte in den letzten sieben Premier-League-Partien nur einen Sieg verbuchen – eine Serie, die den Druck auf den Trainerstab erhöht und Zweifel an der kurzfristigen Ausrichtung des Klubs aufkommen lässt.
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Trotz erheblicher Investitionen vor Saisonbeginn fehlte es den Leistungen an Konstanz. Probleme in der defensiven Organisation sowie in der Abstimmung des Pressings wurden in jüngsten Analysen hervorgehoben und tragen zu einem wachsenden Gefühl der Unsicherheit hinsichtlich der sportlichen Entwicklung der Mannschaft bei.
Warum Alonso ins Profil passt
Vor diesem Hintergrund wird Alonso immer wieder als mögliche langfristige Option genannt, sollte sich Liverpool zu einem Trainerwechsel entschließen. Seine Teams sind bekannt für ihre positionsgetreue Disziplin, einen kontrollierten Spielaufbau und ein klar strukturiertes Pressingsystem – Eigenschaften, die häufig mit den erfolgreichsten Phasen des Klubs in jüngerer Vergangenheit in Verbindung gebracht werden.
Alonsos frühere Zeit an der Anfield Road als Spieler verleiht dem Ganzen eine zusätzliche Attraktivität. Auch wenn Vertrautheit allein keinen Erfolg garantiert, wird sie als potenzieller Vorteil angesehen, falls er eines Tages den Schritt ins Premier-League-Traineramt wagen sollte.
Der Zeitpunkt bleibt das zentrale Dilemma
Die entscheidende Frage für Liverpool ist nicht nur, ob Alonso ein geeigneter Kandidat wäre, sondern auch, ob ein Wechsel während der laufenden Saison sinnvoll ist. Ein Trainerwechsel zur Saisonmitte birgt Risiken – insbesondere angesichts noch ausstehender Schlüsselspiele –, doch ein Zögern könnte zugleich die strategischen Optionen einschränken.
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Vorerst bleibt Slot im Amt, doch die kritische Beobachtung seiner Position nimmt weiter zu. Wie Liverpool die kommenden Wochen gestaltet, könnte sowohl den weiteren Verlauf der Saison als auch die grundsätzliche Ausrichtung des Klubs in der Zeit nach Klopp prägen.
Quellen: GIVEMESPORT
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