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Lambiase verlässt Red Bull, ist Verstappen der Nächste?

Laut Sky Sports News, wie von Yahoo Sports aufgegriffen, soll Gianpiero Lambiase ab 2028 zu McLaren wechseln und dort eine Rolle im Umfeld von Andrea Stella übernehmen. Schon für sich genommen wäre das eine große Geschichte im Fahrerlager. Wirklich brisant wird sie aber erst durch den Namen, der automatisch mit Lambiase verbunden ist: Max Verstappen.

Wie Formula1.com in einem Rückblick auf die Beziehung zwischen beiden beschreibt, ist Lambiase seit Verstappens Wechsel zu Red Bull im Jahr 2016 dessen Renningenieur. Genau deshalb wirkt ein möglicher Abschied nicht wie eine normale Umstrukturierung im Hintergrund, sondern eher wie ein Einschnitt in eine der wichtigsten Arbeitsbeziehungen der Formel 1.

Warum Verstappen automatisch Teil der Geschichte ist

Die Verbindung zu Verstappen entsteht nicht durch bloße Spekulation, sondern auch durch seine eigenen Aussagen. In dem genannten Bericht von Formula1.com sagte er über Lambiase: “Of course, he is my race engineer, but I see him as my friend.” Übersetzt heißt das: Natürlich ist er mein Renningenieur, aber ich sehe ihn als meinen Freund. Genau solche Aussagen sorgen dafür, dass die Meldung über McLaren sofort größer wirkt als eine gewöhnliche Personalie.

Wenn ein Fahrer in dieser Form über seinen Renningenieur spricht, wird im Fahrerlager fast automatisch die nächste Frage gestellt. Bleibt es wirklich nur bei diesem einen Wechsel, oder könnte sich daraus später noch mehr entwickeln? Eine klare Antwort gibt es darauf derzeit nicht, aber allein die Tatsache, dass diese Frage nun wieder ernsthaft gestellt wird, zeigt, wie groß Lambiases Bedeutung für Verstappen eingeschätzt wird.

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Warum die Debatte um Verstappens Zukunft wieder Fahrt aufnimmt

Hinzu kommt, dass die Diskussion über Verstappens langfristige Zukunft ohnehin schon da war. Sky Sports berichtete am 29. März, dass Verstappen einen Ausstieg aus der Formel 1 nach der Saison 2026 in Betracht zieht, weil er mit den neuen Regeln und Autos unzufrieden sei. Dadurch fällt die Nachricht über Lambiase in ein Umfeld, in dem über Verstappens nächsten Schritt ohnehin bereits gesprochen wurde.

Das bedeutet trotzdem nicht, dass Verstappen nun ebenfalls vor dem Absprung steht. Die aktuelle Lage lässt eher den Schluss zu, dass sich die Unsicherheit vergrößert hat, nicht aber, dass eine Entscheidung schon gefallen ist. Der mögliche Wechsel von Lambiase ist also kein Beweis für einen bevorstehenden Abschied Verstappens, verstärkt aber die Aufmerksamkeit rund um seine Zukunft deutlich.

Kein Beweis für einen Abschied, aber ein neues Fragezeichen

Offiziell ist Verstappens Situation weiterhin klar. Formula1.com meldete bei seiner Vertragsverlängerung mit Red Bull, dass sein Vertrag mindestens bis Ende 2028 läuft. Auf dem Papier spricht also nichts dafür, dass er unmittelbar vor einem Abschied steht.

Trotzdem verändert die Lambiase Geschichte den Ton der Debatte. Wenn der engste Renningenieur eines Fahrers vor einem Wechsel zu einem Rivalen steht, wirkt das nicht wie ein nebensächlicher Personalvorgang. Es wirft vielmehr die Frage auf, wie wichtig für Verstappen nicht nur das Auto, sondern auch das direkte Umfeld im Team ist. Genau darin liegt der eigentliche Kern dieser Geschichte.

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Was Lambiases möglicher Abgang für Red Bull auslöst

Für Red Bull ist die Angelegenheit deshalb heikel, weil mit Lambiase nicht einfach nur Erfahrung verloren ginge. Sollte sich der Wechsel bestätigen, würde das Team auch eine Schlüsselfigur in Verstappens täglichem Arbeitsumfeld verlieren. Solche Beziehungen lassen sich in der Formel 1 nicht schnell ersetzen, schon gar nicht nach fast einem Jahrzehnt gemeinsamer Arbeit unter maximalem Druck.

Für McLaren würde der Schritt dagegen wie ein gezielter Ausbau der sportlichen Struktur wirken. Für Red Bull geht es um mehr als nur um eine freie Stelle. Es geht um Stabilität, Vertrauen und die Frage, ob eine Veränderung am Funk langfristig auch Auswirkungen auf die Zukunft des Fahrers haben könnte, um den sich seit Jahren alles dreht. Genau deshalb lautet die ehrliche Einordnung im Moment: Lambiase allein macht Verstappens Abschied nicht sicher, aber seine mögliche Trennung von Red Bull macht diese Perspektive deutlich relevanter als zuvor.

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