Man City-Stars könnten den Verein verlassen, wenn Punktabzug droht
Mehr als drei Jahre nachdem die Premier League Manchester City 115 mutmaßliche Verstöße gegen Finanzvorschriften zur Last gelegt hat, ist der Fall weiterhin nicht abgeschlossen, und die möglichen Konsequenzen sorgen im englischen Fußball nach wie vor für Diskussionen.
Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2009 und 2018. City hat ein Fehlverhalten stets bestritten und erklärt, man begrüße die Gelegenheit, sich zu verteidigen. Ein Urteil steht bislang noch aus.
Welche Strafen sind möglich?
Sollte der Verein für schuldig befunden werden, könnte das Spektrum der Sanktionen erheblich sein. Die Premier League ist befugt, Geldstrafen zu verhängen, Punkte abzuziehen, Titel abzuerkennen oder einen Klub im Extremfall aus der Liga auszuschließen.
Der Fußballfinanzexperte Kieran Maguire erklärte gegenüber verschiedenen Medien, dass ein erheblicher Punkteabzug eine realistische Möglichkeit sei. Im schlimmsten Fall könne eine Strafe von bis zu 60 Punkten verhängt werden.
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Zum Vergleich: Jüngste Fälle in der Premier League, die Everton und Nottingham Forest betrafen, führten wegen Verstößen gegen Finanzregeln zu Punkteabzügen – allerdings in deutlich geringerem Umfang. Eine Sanktion in der von Maguire skizzierten Größenordnung würde die sportliche Position von City grundlegend verändern und könnte weitreichende Auswirkungen auf den Kader haben.
Auswirkungen auf den Transfermarkt
Vereine in ganz Europa würden die Situation aufmerksam beobachten, sollte City mit einer schweren sportlichen Strafe konfrontiert werden. Spitzenspieler streben in der Regel eine Teilnahme an der Champions League an, und Unsicherheit kann Transferbewegungen beschleunigen.
Erling Haalands langfristiger Vertrag, der bis 2034 läuft, bietet City auf dem Papier eine starke Absicherung. Dennoch wurde er in spanischen Medien wiederholt mit Real Madrid und dem FC Barcelona in Verbindung gebracht. Berichten zufolge könnten bestimmte Klauseln in seinem Vertrag langfristig einen Wechsel ins Ausland ermöglichen, auch wenn diese Details vom Verein nie öffentlich bestätigt wurden.
Phil Foden stellt einen anderen Fall dar. Als Eigengewächs der City-Akademie hat er seine gesamte Profikarriere in Manchester verbracht. Ein möglicher Abgang würde einen bedeutenden kulturellen Einschnitt für den Klub bedeuten. In der Vergangenheit gab es Spekulationen über eine Verbindung zu Arsenal, wo mit Mikel Arteta ein früherer City-Co-Trainer heute Cheftrainer ist, doch ein offizielles Angebot wurde nicht gemeldet.
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Rodri, weithin als einer der besten Mittelfeldspieler der Welt angesehen und Gewinner des Ballon d’Or 2024, wurde in früheren Transferperioden ebenfalls mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Spanische Medien beschreiben ihn seit Langem als ein Profil, das im Santiago Bernabéu geschätzt wird – insbesondere, da Madrid nach dem Karriereende von Toni Kroos sein Mittelfeld neu strukturiert.
Torhüterposition und Kaderbreite
Im Tor hat der brasilianische Nationalspieler Ederson in der Vergangenheit Interesse von Vereinen aus der Saudi Pro League geweckt. Obwohl er weiterhin unter Vertrag steht, hat das rasante finanzielle Wachstum des Fußballs im Nahen Osten gezeigt, dass es etablierte europäische Stars anziehen kann.
Ob eines dieser Szenarien tatsächlich eintritt, hängt maßgeblich vom Ausmaß der Strafe und vom Zeitrahmen eines möglichen Berufungsverfahrens ab. Rechtsverfahren dieser Größenordnung können Monate oder sogar länger dauern.
Derzeit tritt City weiterhin im Wettbewerb an und beteuert seine Unschuld. Doch bis ein endgültiges Urteil verkündet wird, bleibt die Unsicherheit sowohl auf dem Spielfeld als auch auf dem Transfermarkt ein zentrales Thema.
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Quellen: Berichterstattung von SPORTbible; Stellungnahmen der Premier League; frühere Aussagen von Kieran Maguire.
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