Mikel Arteta fordert Reaktion nach spätem Einbruch
Arsenals Vorsprung in der Premier League bleibt bestehen, doch die Stimmung rund um die Tabellenführung hat sich verändert, nachdem ein späten Einbruch im Molineux zwei Punkte kostete, die bereits sicher schienen.
Mit einer Zwei-Tore-Führung gegen das Schlusslicht Wolverhampton kontrollierte die Mannschaft von Mikel Arteta weite Teile der ersten Stunde, bevor die Partie kippte. Ein Ausgleich in der Nachspielzeit, der laut The Guardian in der 94. Minute fiel, besiegelte das 2:2 und unterstrich die knappen Margen, die das Titelrennen prägen.
Das Ergebnis hält Arsenal fünf Punkte vor Manchester City, auch wenn City ein Spiel weniger absolviert hat und dafür bekannt ist, in den letzten Monaten der Saison unerbittlich aufzuholen.
Kontrolle nach der Pause verloren
Bukayo Saka und Piero Hincapié brachten Arsenal in einer souveränen ersten Halbzeit in Führung, in der sie den Ball schnell zirkulieren ließen und die Chancen der Wolves begrenzten. Zu diesem Zeitpunkt wirkte die Begegnung wie eine Routineaufgabe.
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Doch es blieb nicht dabei.
Die Wolves kamen mit größerer Entschlossenheit aus der Kabine, pressten höher und drängten Arsenal weiter zurück. Hugo Bueno verkürzte den Rückstand, und die Dynamik im Stadion spürbar kippte. Tief in der Nachspielzeit gab der eingewechselte Tom Edozie einen Schuss ab, der zunächst an den Pfosten und dann an Riccardo Calafiori prallte, bevor der Ball die Linie überquerte.
Arteta stellte die Verantwortungsfrage nicht infrage.
„Wir sind natürlich extrem enttäuscht über das Ergebnis und die Art und Weise, wie das Spiel zu Ende gegangen ist, aber wir müssen uns selbst die Schuld geben“, sagte er.
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Er fügte hinzu, dass die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit „nicht den Standards entsprach, die in dieser Liga erforderlich sind, um zu gewinnen“, und räumte ein, dass Arsenal nicht an das Niveau vor der Pause anknüpfen konnte.
Die verlorenen Punkte verlängern eine Phase inkonstanter Ligaleistungen: zwei Siege aus sieben Spielen. Dieses Muster – mehr als ein einzelnes Unentschieden – dürfte Arteta besonders Sorgen bereiten.
Unmittelbare Bewährungsprobe
Viel Zeit zur Reflexion bleibt nicht. Am Sonntag trifft Arsenal im Nordlondon-Derby auf Tottenham, eine Partie, die oft eine emotionale und sportliche Bedeutung hat, die über die Tabelle hinausgeht.
„Ich denke, wir müssen durch diesen Schmerz gehen und in den Spiegel schauen, um zu verstehen, was das Spiel jetzt verlangt. Der nächste Schritt ist am Sonntag“, sagte Arteta und deutete den Rückschlag als Prüfung der Widerstandsfähigkeit statt als Wendepunkt.
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Da City weiterhin in Reichweite ist und für starke Saisonendphasen bekannt ist, könnte das Verteidigen von Führungen entscheidend sein.
Ein Durchbruchsmoment für die Wolves
Für die Wolves fühlte sich das Unentschieden wie ein Wendepunkt an. Der 19-jährige Edozie hatte erst vor Kurzem begonnen, regelmäßig mit der ersten Mannschaft unter Trainer Rob Edwards zu trainieren. Kurz vor Schluss eingewechselt, traf er weniger als zehn Minuten nach seinem Premier-League-Debüt.
„Wir lernen ihn ebenfalls noch kennen“, sagte Edwards. „Er hat in den letzten ein oder zwei Wochen mit uns trainiert. Wir hatten einfach ein gutes Gefühl.“
Als sich Edozie auf seine Einwechslung vorbereitete, erinnerte sich Edwards daran, ihm gesagt zu haben: „Das könnte dein Moment sein – geh raus und nutze ihn.“ Er fügte hinzu: „Seine Familie wird sich noch sehr, sehr lange daran erinnern.“
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Für die Wolves war es ein durch Beharrlichkeit erkämpfter Punkt. Für Arsenal war es eine Erinnerung daran, dass Kontrolle im Titelrennen über 90 Minuten hinaus Bestand haben muss.
Quelle: The Guardian
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