NBA Trainer nennt ICE Schusswaffeneinsatz „Mord“ bei Protesten in Minnesota
Proteste erreichen die Sportwelt
Die öffentliche Empörung über einen tödlichen Schusswaffeneinsatz von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota hat längst die Straßen verlassen und die Sportwelt erreicht. Laut Fox News hat der Tod der 37 jährigen Einwanderungsaktivistin Renee Good Proteste in den Twin Cities ausgelöst, nachdem die Bundesregierung ihre Durchsetzungsmaßnahmen zuletzt verstärkt hatte.
Der Vorfall hat landesweit gegensätzliche Reaktionen von Politikern, Sicherheitsbehörden und öffentlichen Persönlichkeiten hervorgerufen. Im Zentrum der Debatte stehen Fragen nach Verantwortung, dem Einsatz tödlicher Gewalt und der Rolle von Aktivisten bei laufenden Einsätzen.
Kerrs Reaktion nach dem Spiel
Der Cheftrainer der Golden State Warriors, Steve Kerr, äußerte sich am Freitagabend nach dem deutlichen 137, 103 Sieg seiner Mannschaft gegen die Sacramento Kings zu den Ereignissen. Obwohl das Spiel sportlich schnell entschieden war, nutzte Kerr die Pressekonferenz, um auf die Lage in Minneapolis einzugehen.
Kerr, der sich in der Vergangenheit mehrfach zu gesellschaftlichen und politischen Themen geäußert hat, kritisierte sowohl Strafverfolgungsbehörden als auch Regierungsvertreter im Zusammenhang mit dem Tod von Good.
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„Es ist beschämend, dass wir in diesem Land Strafverfolgungsbeamte haben können, die Mord begehen und scheinbar damit davonkommen. Es ist beschämend, dass die Regierung über das Geschehene lügen kann, obwohl es Videos und Zeugen gibt, die den offiziellen Darstellungen widersprechen“, sagte Kerr.
Er bezeichnete den Tod als zutiefst demoralisierend und sprach der Familie sowie der Gemeinde sein Mitgefühl aus.
Reaktionen in der Arena von Minnesota
Kerr lobte zudem die Minnesota Timberwolves dafür, vor ihrem Spiel gegen die Cleveland Cavaliers eine Schweigeminute zu Ehren von Good abgehalten zu haben. Nach Angaben von Fox News löste die Geste im Stadion emotionale Reaktionen aus.
Während der Schweigeminute rief ein Zuschauer „Go home, ICE“, ein weiterer schrie „F, ICE“, woraufhin Teile des Publikums applaudierten.
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Die Szenen in der Arena spiegelten die angespannte Stimmung in Minneapolis wider, wo die Proteste seit dem Vorfall anhalten.
Darstellung der Bundesbehörden
Heimatschutzministerin Kristi Noem schilderte den Vorfall deutlich anders. Laut von Fox News zitierten Stellungnahmen erklärte Noem, Good sei von ICE Beamten aufgefordert worden, ihr Fahrzeug zu verlassen, habe sich jedoch geweigert.
Sie warf Good vor, versucht zu haben, Beamte mit ihrem Auto zu rammen, und bezeichnete das Verhalten als einen Akt des inländischen Terrorismus.
„Einer unserer Beamten handelte schnell und defensiv und schoss, um sich selbst und die Menschen in seiner Umgebung zu schützen“, sagte Noem.
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Quellen des Heimatschutzministeriums erklärten gegenüber Fox News, Good sei Mitglied der Gruppe ICE Watch gewesen, die Bundesmaßnahmen zur Einwanderungsdurchsetzung beobachtet und zu behindern versucht. Demnach habe sie Einsatzkräfte zuvor zu mehreren Orten verfolgt und eine Straße blockiert.
Ein nationaler Konflikt verschärft sich
Der Tod von Renee Good und Kerrs öffentliche Stellungnahme haben eine landesweite Debatte über Einwanderungspolitik, Protestformen und die zunehmende Politisierung des Profisports weiter angeheizt. Während die Demonstrationen in Minnesota andauern, deutet vieles darauf hin, dass das Thema die öffentliche Diskussion noch länger beschäftigen wird.
Quellen: Fox News, The Associated Press, US Department of Homeland Security
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