Neuer möglicher Ersatz für Real Madrid taucht auf
Wachsende Unsicherheit über Real Madrids sportliche Richtung
Bei Real Madrid wächst die Unsicherheit über die sportliche Ausrichtung des Klubs, während sich die Saison ihrer entscheidenden Phase nähert.
Laut ESPN hat der Verein bereits damit begonnen, den Trainermarkt zu sondieren. Hintergrund ist ein möglicher größerer Umbruch im Sommer, der auch mehrere Verantwortliche im Bereich Transfers und sportliche Planung betreffen könnte.
Die Diskussionen entstehen nach einer Saison, die bislang hinter den Erwartungen des spanischen Rekordklubs zurückbleibt. Real Madrid liegt derzeit vier Punkte hinter Barcelona in der La Liga und hat bislang keinen großen Titel gewonnen.
Arbeloas Ernennung galt intern nie als langfristige Lösung
Real Madrid bestätigte die Ernennung von Álvaro Arbeloa zum Cheftrainer am 12. Januar nach dem Abgang von Xabi Alonso.
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Arbeloa, ein ehemaliger Verteidiger von Real Madrid und Liverpool, galt innerhalb des Vereins lange als geschätzter Nachwuchstrainer. Laut ESPN beruhte sein guter Ruf vor allem auf seiner Arbeit mit Jugendmannschaften des Klubs.
Mehrere Quellen erklärten ESPN jedoch, dass Arbeloa intern nie als langfristige Lösung für die erste Mannschaft betrachtet wurde.
Der ehemalige Verteidiger versuchte zwar, das Spiel des Teams anzupassen, unter anderem mit schnellerem vertikalem Passspiel und mehr Einsatz von Nachwuchsspielern. Die Ergebnisse blieben jedoch wechselhaft.
Laut Quellen, die von ESPN zitiert werden, bräuchte Arbeloa wahrscheinlich eine außergewöhnliche Wende, möglicherweise sogar einen Gewinn der Champions League, um seine Chancen auf eine Weiterbeschäftigung als Cheftrainer in der kommenden Saison zu wahren.
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Einige Quellen erklärten außerdem gegenüber ESPN, dass Real Madrid ihm möglicherweise eine andere Rolle im Verein anbieten könnte. Eine Option wäre eine Rückkehr als Trainer von Real Madrid Castilla, der Reservemannschaft des Klubs.
Pochettino rückt als möglicher Kandidat in den Fokus
Mauricio Pochettino gehört zu den Trainern, die Real Madrid derzeit prüft, während der Klub mögliche Kandidaten für ein neues sportliches Projekt bewertet.
Laut ESPN wird der argentinische Trainer von Vereinspräsident Florentino Pérez besonders geschätzt. Pochettino ist derzeit Trainer der US-Nationalmannschaft, sein Vertrag läuft bis zur Weltmeisterschaft in diesem Sommer.
Der 53-Jährige verfügt über umfangreiche Erfahrung im europäischen Spitzenfußball nach Stationen bei Tottenham Hotspur, Paris Saint Germain und Chelsea. Mit Tottenham führte er den Klub 2019 ins Finale der Champions League.
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Ein Faktor, der bei Real Madrid besonders geschätzt wird, ist seine frühere Zusammenarbeit mit Kylian Mbappé. Beide arbeiteten zwei Spielzeiten lang bei Paris Saint Germain zusammen.
Laut ESPN gewann Pochettino in dieser Zeit drei nationale Titel mit Mbappé, die Ligue 1, den französischen Pokal und den französischen Superpokal. Der Gewinn der Champions League gelang ihm jedoch nicht. 2021 scheiterte sein Team im Halbfinale an Manchester City, 2022 im Achtelfinale an Real Madrid.
Pochettino kennt zudem die spanische Liga aus seiner aktiven Spielerkarriere, was sein Profil für den Posten in Madrid zusätzlich interessant machen könnte.
Mehrere Trainer stehen auf der erweiterten Liste
Pochettino ist jedoch nicht der einzige Name, der in den Gesprächen auftaucht.
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Laut spanischen Medienberichten, auf die sich AS und Marca beziehen, wurden in den vergangenen Wochen mehrere erfahrene Trainer mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Dazu zählen Jürgen Klopp, Unai Emery und Massimiliano Allegri.
Auch eine mögliche Rückkehr von Zinedine Zidane wurde mehrfach erwähnt. Laut ESPN gehen jedoch einige Quellen davon aus, dass der Franzose bereits eine Vereinbarung getroffen hat, nach der nächsten Weltmeisterschaft die französische Nationalmannschaft zu übernehmen.
Pochettino selbst wurde zuletzt auch mit einer möglichen Rückkehr zu Tottenham Hotspur in Verbindung gebracht. Laut ESPN könnte die schwierige Saison der Londoner, die sich im Abstiegskampf der Premier League befinden, diese Pläne allerdings komplizieren.
Auch Transfers und Scouting stehen auf dem Prüfstand
Die Trainerfrage ist nicht der einzige Bereich, der bei Real Madrid derzeit überprüft wird.
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Laut ESPN investierte der Klub im vergangenen Sommer mehr als 170 Millionen Pfund in neue Spieler, nachdem die vorherige Saison ohne große Titel beendet worden war. Dennoch haben einige der Neuzugänge bislang nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.
Mehrere Quellen erklärten ESPN außerdem, dass auch die Position von Chefscout Juni Calafat innerhalb des Vereins diskutiert wird.
Calafat wurde in der Vergangenheit stark gelobt, weil er Talente wie Vinícius Júnior, Rodrygo, Éder Militão und Jude Bellingham frühzeitig entdeckte und verpflichtete.
Doch laut ESPN bestehen weiterhin Fragen rund um einige der jüngsten Transfers, darunter Franco Mastantuono, Dean Huijsen und Trent Alexander Arnold.
Eine Quelle erklärte gegenüber ESPN, dass Präsident Florentino Pérez zwar ein sehr gutes Verhältnis zu Calafat pflegt. Dieses Verhältnis allein garantiere jedoch nicht, dass er im Amt bleibt, falls Real Madrid eine zweite Saison in Folge ohne Titel beendet.
Entscheidender Sommer für Real Madrids Zukunft
Mit den traditionell hohen Erwartungen im Santiago Bernabéu könnte der kommende Sommer für mehrere Schlüsselpersonen im Verein entscheidend werden.
Laut ESPN sowie spanischen Medien bewertet die Klubführung derzeit sowohl kurzfristige Lösungen als auch mögliche langfristige strukturelle Veränderungen.
Ob diese Überlegungen letztlich zu einem neuen Trainer, Veränderungen im Scouting oder zu einem umfassenderen sportlichen Neustart führen, dürfte sich erst nach dem Ende der laufenden Saison endgültig zeigen.
Sources: ESPN
