Neuer Wettskandal in der Leichtathletik
Die internationale Leichtathletik steht erneut unter Druck, nachdem Integritätsverstöße von Spitzenathleten bekannt geworden sind. Die Fälle zeigen, dass selbst vergleichsweise geringe Wetteinsätze schwerwiegende disziplinarische Folgen haben können, während die Verbände versuchen, das Vertrauen in den Sport vor großen internationalen Meisterschaften zu schützen.
Betting violations uncovered
Nach Angaben der Associated Press teilte die Athletics Integrity Unit mit, dass drei Athleten für schuldig befunden wurden, auf Wettbewerbe mit Beteiligung eigener Teamkollegen gewettet zu haben. Die Verstöße ereigneten sich bei den Europameisterschaften 2024 in Rom sowie bei den Weltmeisterschaften später im Jahr in Tokio.
Der schwerwiegendste Verstoß betraf die französische Mittelstreckenläuferin Aurore Fleury. Während der Europameisterschaften setzte sie 2.000 Euro auf den Erfolg einer Teamkollegin. Die Wette zahlte 5.000 Euro aus, was einem Nettogewinn von 3.000 Euro entsprach, wie die Athletics Integrity Unit mitteilte.
Zwei deutsche Diskuswerfer, Henrik Janssen und Steven Richter, wurden ebenfalls sanktioniert, nachdem sie während der Weltmeisterschaften in Tokio kleinere Wetten in Höhe von 100 Euro beziehungsweise 40 Euro platziert hatten.
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Disciplinary action taken
Laut Athletics Integrity Unit erhielt Fleury eine sechsmonatige Sperre, die bis Ende Februar läuft. Zusätzlich wurde sie zur Zahlung von 3.000 Euro verpflichtet, die nach Angaben der Einheit einem wohltätigen Zweck zugutekommen. Die 32 jährige Athletin ist französische Meisterin, hat jedoch nie an Olympischen Spielen teilgenommen.
Henrik Janssen, 27, und Steven Richter, 22, erhielten jeweils dreimonatige Sperren auf Bewährung. Das bedeutet, dass sie keine Wettkämpfe verpassen, sofern sie keine weiteren Regelverstöße begehen. Janssen nahm an den Olympischen Spielen 2024 in Paris teil, verpasste dort jedoch den Finaleinzug. Bei den Weltmeisterschaften in Tokio erreichte er das Finale, während Richter ausschied.
Die Athletics Integrity Unit teilte mit, dass alle drei Athleten ihre Verstöße frühzeitig eingeräumt und Reue gezeigt hätten.
Education gaps and integrity concerns
Nach Angaben der Athletics Integrity Unit war ein mangelndes Wissen über die Wettregeln einer von mehreren mildernden Faktoren bei der Festlegung der Sanktionen. Zudem hätten alle drei Athleten zuvor eine saubere Disziplinarbilanz vorweisen können.
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Wie die Associated Press berichtete, wurden die beiden deutschen Athleten während eines Trainingslagers vor den Weltmeisterschaften dabei belauscht, wie sie über Wetten sprachen. Später erklärten sie, ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass ihr Verhalten gegen die Regeln verstieß. Auch Fleury gab an, nicht gewusst zu haben, dass Wetten auf die Leichtathletik verboten sind.
Die Athletics Integrity Unit bekräftigte ihre Null Toleranz Haltung gegenüber Glücksspiel und bestätigte, dass alle betroffenen Athleten verpflichtet wurden, einen Online Kurs zu den Wettregeln im Leistungssport zu absolvieren.
Sources: TV2 Sport and ESPN via Associated Press
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