Nichts funktioniert bei Real Madrid und das Pokal-Aus verschärft die Krise
Eine Nacht geprägt von Nebel und Nervosität
Der Abend im Carlos Belmonte begann im dichten Nebel und endete mit einem Ergebnis, das die wachsende Unruhe bei Real Madrid weiter verstärkte. Die 3,2 Niederlage gegen Albacete bedeutete das Aus im Pokal und überschattete das erste Spiel von Álvaro Arbeloa als Cheftrainer.
According to AS setzte Arbeloa auf eine stark rotierte Startelf mit Ersatzspielern und Talenten aus der eigenen Jugend, während auch Albacete aufgrund der Ligabelastung mehrere Stammkräfte schonte. Angesichts zahlreicher Ausfälle auf Madrider Seite bot die Partie kaum Spielraum für Fehler.
Viel Ballbesitz ohne Durchschlagskraft
Real Madrid begann im 4,3,3 System, wobei Jorge Cestero im Spielaufbau eine zentrale Rolle einnahm. Die Gäste versuchten, früher zu pressen als zuletzt, konnten dieses Niveau jedoch nicht halten.
According to Marca kontrollierte Madrid in der Anfangsphase den Ball, blieb offensiv aber harmlos. Albacete stand kompakt, schloss die Passwege konsequent und richtete besondere Aufmerksamkeit auf Vinícius Júnior, der kaum zur Entfaltung kam.
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Standardsituationen entscheiden die erste Hälfte
Die Partie verlief lange Zeit zäh und chancenarm. AS berichtete, dass Lorenzo Aguado, einst selbst Teil der Madrider Nachwuchsakademie, Vinícius diszipliniert verteidigte, während Franco Mastantuono kaum Räume zwischen den Linien fand.
Kurz vor der Pause ging Albacete in Führung, als Javi Villar einen Eckball per Kopf zum 1,0 verwertete. Die Antwort folgte in der Nachspielzeit. Nach einer weiteren Standardsituation parierte Raúl Lizoain zunächst einen Kopfball, Mastantuono reagierte am schnellsten und erzielte den Ausgleich zum 1,1.
Mehr Druck nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause trat Real Madrid mit höherem Tempo auf und band Vinícius stärker ein, während Albacete Trainer Alberto González mit Wechseln neue Impulse setzte.
According to Mundo Deportivo versuchte Arbeloa ebenfalls gegenzusteuern und brachte David Alaba sowie Eduardo Camavinga, der als Linksverteidiger eingesetzt wurde. Trotz längerer Ballbesitzphasen rund um den Strafraum fand Madrid kaum Mittel, um die Defensive der Gastgeber ernsthaft zu destabilisieren.
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Jefté setzt die entscheidenden Nadelstiche
In der 82. Minute gelang Albacete der erneute Führungstreffer. Jefté traf per sehenswertem Volleyschuss zum 2,1.
According to AS ging dem Treffer eine starke Parade von Andriy Lunin voraus, der kurz darauf im Abschlussmoment keine Abwehrchance mehr hatte.
Real Madrid klammerte sich erneut an Standardsituationen und glich in der Nachspielzeit aus. Gonzalo García köpfte einen Eckball zum 2,2 ein und hielt die Hoffnung kurzzeitig am Leben.
Doch die Entscheidung folgte unmittelbar. In der 94. Minute vollendete Jefté einen Konter zum 3,2 und besiegelte das Ausscheiden von Real Madrid.
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Eine Niederlage mit Signalwirkung
Für Albacete wurde es ein historischer Pokalabend. Für Real Madrid hingegen vertiefte sich eine Krise, die weit über dieses Spiel hinausweist. Der Fehlstart von Arbeloa verdeutlichte, dass strukturelle Probleme nicht mit einem Trainerwechsel zu beheben sind.
Sources: AS, Marca, Mundo Deportivo, Sport
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