Fußball

Nur 5 Spieler sollten für England bei der Weltmeisterschaft 2026 garantiert in der Startelf stehen.

Während sich England auf eine Weltmeisterschaft vorbereitet, die über drei Länder und zwei Kontinente verteilt ist, geht es nicht nur darum, sich souverän zu qualifizieren – sondern darum, herauszufinden, wem Thomas Tuchel wirklich vertrauen kann. England war gut genug, um Finals zu erreichen, gefährlich genug, um die Weltelite zu erschrecken, aber bislang nicht abgeklärt genug, um den letzten Schritt zu gehen.

Und da Tuchel weiterhin seinen Stempel auf den Kader drückt, wird immer deutlicher, dass nur ein kleiner Kern von Spielern ihr Trikot für den kommenden Sommer sicher haben.

Nicht nur eine perfekte Qualifikation – eine taktische Ansage

Laut GIVEMESPORT kassierte England in den acht Qualifikationsspielen kein einziges Gegentor und wurde damit das erste europäische Team seit Jugoslawien im Jahr 1954, dem dies gelang.
Diese Bilanz ist kein reiner Statistikspaß – sie zeigt, was Tuchel aus England machen will: kompakt, kontrolliert und kompromisslos ohne Ball.

Seine sofortige Bereitschaft zur Rotation deutet darauf hin, dass er Gewohnheiten über Hierarchie stellt. Doch in jedem Team, besonders bei Turnieren, bilden am Ende fünf oder sechs Spieler das taktische Rückgrat. Und bei Tuchels England wird zunehmend klar, wer diese Spieler sind.

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Jordan Pickford – Englands emotionaler und taktischer Fixpunkt

Torwartdiskussionen gehören in England fast zum Alltag, doch Pickfords internationale Bilanz spricht inzwischen für sich selbst.
Die von GIVEMESPORT hervorgehobenen Zahlen – 43 Spiele ohne Gegentor in 81 Länderspielen – unterstreichen das, aber sein wahrer Wert liegt in seiner Rolle als Bindeglied in Englands Defensivstruktur.

Tuchel fordert von seinem Torhüter, hoch zu stehen, früh zu reagieren und den Ballbesitz abzusichern. Pickfords Entscheidungsfindung ist inzwischen so gereift, dass Englands Abwehrreihe ihm voll vertraut.

Seine Serie von neun Spielen ohne Gegentor – und damit der neue Rekord vor Gordon Banks – ist nicht nur historisch; sie belegt auch, dass Pickford zum psychologischen Anker der Mannschaft geworden ist.

Solange sich nichts Dramatisches ändert, ist Pickford der am wenigsten diskutierte Stammspieler im gesamten Kader.

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Marc Guehi – der Verteidiger, der Tuchels System am besten verkörpert

Guehi mag nicht den Bekanntheitsgrad eines John Stones oder Harry Maguire haben, aber sein Profil passt nahezu perfekt in Tuchels System.

Er verteidigt proaktiv, bleibt ruhig, anstatt sich in Zweikämpfe zu stürzen, und spielt mit einer Souveränität, die über seine Erfahrung hinausgeht. Was GIVEMESPORT über seinen Aufstieg berichtet, bestätigt, was Analysten seit Monaten beobachten: Er ist aktuell Englands verlässlichster Innenverteidiger.

Für Tuchel, der Verteidiger sucht, die sowohl mit Ballbesitz als auch mit plötzlichen Umschaltmomenten umgehen können, bietet Guehi genau die Mischung aus Athletik und taktischer Disziplin, die das System verlangt. Sein Partner kann wechseln – Stones, Konsa oder ein anderer – aber sein Platz sollte gesetzt sein.

Declan Rice – der unersetzliche Mittelfeldspieler

Die größte Unsicherheit im englischen Team herrscht im Mittelfeld. Die Zehnerposition ist offen. Der zweite Platz im Mittelfeldzentrum ebenso. Auch das Gleichgewicht zwischen Ballbesitz und Pressing ist noch in Entwicklung. Aber Rice? Der ist unverzichtbar.

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Abgesehen von den Zahlen – über 70 Länderspiele mit 26 Jahren laut Transfermarkt – liefert Rice England drei Dinge, auf die Tuchel nicht verzichten kann:

  • Absicherung in der defensiven Umschaltphase,
  • progressive Pässe durch das Mittelfeld, und
  • Präsenz bei Standardsituationen – offensiv wie defensiv.

GIVEMESPORT lag richtig damit, die Konkurrenz um ihn herum zu betonen, aber die taktische Wahrheit ist simpel: Ohne Rice fehlt England die Struktur. Mit ihm kann Tuchel an den Rändern experimentieren.

Bukayo Saka – Englands Problemlöser in engen Spielen

Während die linke Seite weiterhin ein ungelöstes Rätsel für England darstellt, ist die rechte Flanke fest besetzt. Sakas 14 Länderspieltore erzählen einen Teil der Geschichte – sein taktischer Wert ist jedoch noch größer.

Er ist einer der wenigen Spieler im Kader, die allein durch Technik, Bewegungen oder schnelle Kombinationen Vorteile schaffen können.

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Und weil er ins Zentrum zieht, anstatt nur über Tempo zu kommen, passt er ideal zu Tuchels Wunsch nach inversen Flügelspielern, die zentrale Überladungen erzeugen. Wie GIVEMESPORT betonte: Saka muss nicht der Schnellste auf dem Platz sein, um der Gefährlichste zu sein.

Wenn England feststeckt, ist Saka der Spieler, der das Spiel löst.

Harry Kane – das System in menschlicher Form

Zu sagen, dass Kane spielt, weil er Tore schießt, wäre zu einfach. Die Statistik von Transfermarkt, auf die GIVEMESPORT verweist – 137 Torbeteiligungen in 113 Spielen für den FC Bayern – ist beeindruckend, aber Kanes wahre Bedeutung ist struktureller Natur.

Er bestimmt das Tempo, verbindet das Mittelfeld mit dem Angriff, zieht Gegenspieler aus ihren Positionen und legt das Pressingniveau der Mannschaft fest.

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Seine Tore lassen sich ersetzen – sein Spielverständnis nicht. Kane weiß genau, wann er abkippen, wann er halten und wann er das Spiel beschleunigen muss. Ohne ihn wirkt England langsamer, weniger strukturiert und leichter auszurechnen.

Andere Stürmer werden Spielzeit bekommen – aber keiner gefährdet seine Rolle.

Englands Rückgrat steht – während der Rest variabel bleibt

Tuchel wird weiterhin rotieren und justieren – das ist Teil seines Ansatzes. Doch Turnierfußball reduziert sich am Ende immer auf ein paar Vertraute. Und aktuell ist das Rückgrat Englands – Pickford, Guehi, Rice, Saka und Kane – der klarste Teil des Gesamtbildes.

Alles um sie herum bleibt flexibel. Diese fünf sind es nicht.

Alle Statistiken laut Transfermarkt – Stand: 17.11.2025

Quellen: GIVEMESPORT, Transfermarkt

Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.