Olympiasprinter räumt Vorwürfe in Florida aus
Verfahren von Staatsanwaltschaft eingestellt
Die Staatsanwaltschaft in Florida hat ein Verfahren aus dem Jahr 2024 gegen den US Sprinter Fred Kerley eingestellt, laut Berichten von TMZ sowie Angaben seines Anwaltsteams. Die Entscheidung beendet einen zentralen Teil mehrerer strafrechtlicher Ermittlungen gegen den 30 jährigen Athleten.
Die Anschuldigungen gingen auf einen Streit im Mai 2024 zwischen Kerley und seiner inzwischen getrennt lebenden Ehefrau zurück. Sie warf ihm vor, es sei zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der er ihre Atmung behindert habe. TMZ berichtete damals zuerst über den Vorwurf.
Kerley wies die Anschuldigungen stets zurück. Seine Anwälte erklärten, die Staatsanwaltschaft habe nach Prüfung der Beweislage entschieden, das Verfahren nicht weiterzuverfolgen.
Reaktion nach der Entscheidung
Nach Bekanntwerden der Einstellung äußerte sich Kerley öffentlich über soziale Medien. In einem Beitrag auf Instagram beschrieb er das Ergebnis als Erleichterung nach einer langen belastenden Phase.
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„Sie haben mich durch die Hölle geschickt, aber die Wahrheit hat mich nach Hause gebracht“, schrieb Kerley. „Fälle eingestellt. Segen über Segen. Danke an die besten Anwälte.“
Vertreten wurde Kerley von den Anwälten Richard Cooper und Yale Sanford. Auf veröffentlichten Bildern ist er gemeinsam mit seinem Rechtsteam nach der Entscheidung zu sehen.
Cooper sagte gegenüber TMZ, das Verfahren sei mangels belastbarer Beweise eingestellt worden. Er betonte zudem, sein Mandant habe niemals Gewalt gegen eine Frau ausgeübt.
Weitere juristische Verfahren
Trotz der Einstellung bleiben andere Verfahren bestehen. Im Januar 2025 wurde Kerley nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei in Miami Beach festgenommen, bei der Einsatzkräfte ein Elektroschockgerät einsetzten.
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Sanford erklärte laut NBC Miami, Kerley müsse ein sechsmonatiges Vorverfahren mit Auflagen absolvieren, damit eine Anklage wegen Körperverletzung gegen Polizeibeamte fallengelassen werde, so NBC Miami.
Später wurde Kerley erneut festgenommen, nachdem ihm vorgeworfen wurde, seine frühere Partnerin, die olympische Hürdenläuferin Alaysha Johnson, geschlagen zu haben. In diesem Fall wurde er wegen einfacher Körperverletzung angeklagt und bestreitet auch diesen Vorwurf.
Karriere zwischen Erfolg und Einschnitten
Kerley gewann Silber über 100 Meter bei den Olympischen Spielen in Tokio sowie Bronze bei den Spielen in Paris 2024. Seine sportliche Laufbahn geriet 2025 ins Stocken, nachdem er wegen eines verpassten Dopingtests gesperrt wurde, eine Entscheidung, gegen die er derzeit Einspruch einlegt, laut öffentlich zugänglichen Unterlagen.
Inzwischen hat sich Kerley für die Teilnahme an den Enhanced Games angemeldet, einem umstrittenen Wettbewerb, der den überwachten Einsatz leistungssteigernder Substanzen erlaubt und hohe Preisgelder ausschreibt.
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„Ich freue mich auf dieses neue Kapitel und darauf, bei den Enhanced Games anzutreten“, erklärte Kerley auf der offiziellen Website der Veranstaltung.
Entlastung mit offenem Ausgang
Die Einstellung des Verfahrens verschafft Kerley kurzfristig juristische Entlastung, doch seine Zukunft bleibt geprägt von laufenden Verfahren, sportlichen Unsicherheiten und unkonventionellen Entscheidungen abseits der klassischen Leichtathletik.
Quellen: TMZ, NBC Miami
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