Pep Guardiola und Italien, warum die Idee reizvoll ist, aber der Zeitpunkt nicht passt
Warum Italien Pep Guardiola haben will
Laut The Sporting News, das sich auf Berichte der La Gazzetta dello Sport beruft, ist Guardiolas Name als mögliche Option für Italien nach dem nächsten bitteren Rückschlag aufgetaucht. Dieser Gedanke ist leicht nachzuvollziehen. Italien hat zum dritten Mal in Folge eine Weltmeisterschaft verpasst, Gennaro Gattuso ist nicht mehr im Amt, und das gesamte Projekt Nationalmannschaft wirkt erschüttert. Ein Trainer wie Guardiola würde nicht nur taktische Ideen mitbringen. Er würde Autorität, Ruhe und eine Spielidee einführen, die Italien wieder eine klarere Identität geben könnte.
Laut Rob Dawson bei ESPN hat Guardiola bereits klargemacht, dass ihn der Nationalmannschaftsfußball reizt. Er sagte: “A national team. I would like to train a national team for a World Cup or a European Championship. I would like that.” Genau deshalb wird diese Idee nicht so schnell verschwinden. Italien gehört zu den wenigen Nationaltrainerposten, die groß genug sind, um zu seinem Profil zu passen, und der Reiz liegt auf der Hand, wenn ein Verband dringend einen Neuanfang braucht und die Stimmung im Land einen Impuls benötigt.
Warum sich dieser Sommer trotzdem falsch anfühlt
Laut Rob Pollard auf der offiziellen Website von Manchester City hat Guardiola im November 2024 einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben, der ihn bis Juni 2027 an den Klub bindet. Das wiegt schwerer als das Gerücht selbst. Trainer sprechen oft offen über Wünsche für die Zukunft, doch Verträge, Timing und die Lage im Verein erzählen meist die eigentliche Geschichte. Im Moment steht Guardiola bei Manchester City weiter unter Vertrag, und es gibt nichts Offizielles, das auf einen unmittelbar bevorstehenden Abschied hindeutet.
Laut Rob Dawson bei ESPN wich Guardiola in diesem Monat direkten Fragen aus, ob er den Klub am Ende der Saison verlassen könnte, während City weiterhin davon ausgeht, dass er auch in der kommenden Spielzeit bleibt. Laut einem weiteren ESPN-Bericht hat er außerdem erklärt, dass er nach dem Ende seines Vertrags bei City mit einer Pause rechnet. Das spricht eher für einen späteren Wendepunkt als für einen plötzlichen Wechsel jetzt. Italien mag eines Tages ein reizvoller Job sein, doch im Moment deuten die Zeichen weiter darauf hin, dass dieser Sommer zu früh kommt.
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Mehr als nur eine Trainerfrage in Rom
Laut John Ashdown im Guardian hat Italiens jüngstes Scheitern mehr ausgelöst als nur einen Trainerwechsel. Gattuso ging, nachdem die Mannschaft zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft verpasst hatte, und die größere Krise führte auch zu den Rücktritten von FIGC-Präsident Gabriele Gravina und Gianluigi Buffon aus seiner Verbandsrolle. Laut Agence France Presse und Guardian Sport im Guardian gehört Antonio Conte weiter zu den realistischen Namen, über die intern gesprochen wird, und vor der Wahl eines neuen FIGC-Präsidenten am 22. Juni wird keine Entscheidung erwartet.
Genau darin liegt der eigentliche Hintergrund der Guardiola-Gerüchte. Der nächste Trainer Italiens übernimmt nicht einfach nur eine Mannschaft in sportlicher Schieflage. Er übernimmt einen Verband, der nach Stabilität sucht, eine Nationalelf, die unter wiederholten Fehlschlägen leidet, und eine Fußballkultur, die erneut zu einer schmerzhaften Selbstprüfung gezwungen wurde. Guardiola könnte das Spiel verbessern, und er würde das Niveau mit großer Wahrscheinlichkeit sofort anheben, aber selbst er würde die tieferliegenden Probleme nicht allein lösen. Deshalb wirkt die Idee glaubwürdig, auch wenn der Zeitpunkt weiterhin nicht passt.
Quellen: La Gazzetta dello Sport, zitiert von The Sporting News, John Ashdown im Guardian, Agence France Presse und Guardian Sport im Guardian, Rob Pollard auf der offiziellen Website von Manchester City, Rob Dawson bei ESPN, Rob Dawson bei ESPN.
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