Shaedon Sharpe wird wegen eines Meniskusrisses im rechten Knie voraussichtlich rund sechs Monate ausfallen. Der 23-Jährige zog sich die Verletzung bei einem Training in der Saisonpause zu.
Damit könnte einer der wichtigsten jungen Spieler Portlands frühestens Ende Februar 2027 zurückkehren und mehr als die Hälfte der regulären Saison verpassen.
Sechs Monate verändern die Saison
ESPN berichtete am 24. August, dass Sharpe sich den Meniskusriss bei einer kürzlich absolvierten Trainingseinheit zugezogen habe. Die erwartete Pause von sechs Monaten beruht auf Informationen aus dem Umfeld.
Portland hatte zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels noch keine ausführliche medizinische Mitteilung veröffentlicht. Auch über die genaue Behandlung liegen bislang keine bestätigten Informationen vor.
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Die sechs Monate sind daher eine Prognose und kein feststehender Rückkehrtermin. Der Verlauf der Rehabilitation wird letztlich bestimmen, wann Sharpe wieder eingesetzt werden kann.
Eine Pause dieser Länge würde eine mögliche Rückkehr um den 24. Februar ermöglichen. Blazer’s Edge ordnete ein, dass dieser Termin erst nach dem All-Star-Wochenende liegen würde.
Selbst bei einem planmäßigen Heilungsverlauf dürfte Sharpe anschließend Zeit benötigen, um Kondition, Rhythmus und Vertrauen in das Knie zurückzugewinnen.
Portland verliert seinen 20-Punkte-Scorer
Besonders bitter ist der Zeitpunkt, weil Sharpe gerade die produktivste Saison seiner bisherigen NBA-Karriere absolviert hatte.
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Laut seinem offiziellen NBA-Profil erzielte der kanadische Guard in der Saison 2025/26 durchschnittlich 20,8 Punkte, 4,3 Rebounds und 2,6 Assists.
Er kam in 50 Partien zum Einsatz und stand 42-mal in der Startformation. Dabei traf er 45,2 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und 33,7 Prozent seiner Dreier.
Nur Deni Avdija erzielte für Portland mehr Punkte pro Spiel. Sharpe hatte sich damit zu einer der wichtigsten offensiven Optionen der Trail Blazers entwickelt.
Seine Athletik lässt sich nur schwer ersetzen. Sharpe kann den Korb attackieren, über Verteidigern abschließen und mit seinem Tempo einfache Punkte erzeugen, bevor die gegnerische Defensive organisiert ist.
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Erneut stoppt eine Verletzung seine Entwicklung
Die aktuelle Verletzung steht nicht unmittelbar mit Sharpes vorherigem Ausfall in Verbindung. Nun ist das rechte Knie betroffen, während ihm in der vergangenen Saison eine Stressreaktion im linken Wadenbein Probleme bereitete.
Portland rechnete damals zunächst mit einer Pause von vier bis sechs Wochen, nachdem der Klub die Verletzung im Februar bekannt gegeben hatte.
Sharpe verpasste anschließend weite Teile des Februars und März. Er kehrte erst spät zurück und erhielt in den Playoffs nur begrenzte Einsatzzeit.
Nun beginnt erneut eine langwierige Rehabilitation, obwohl der 23-Jährige eigentlich den nächsten Schritt in seiner fünften NBA-Saison machen sollte.
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Tiefe ersetzt keinen Entwicklungsschritt
Die Trail Blazers verfügen weiterhin über mehrere bekannte Guards. Ja Morant, Damian Lillard, Jrue Holiday und Scoot Henderson geben dem Trainerteam zahlreiche Alternativen.
Diese Tiefe kann Portlands unmittelbare Probleme abfedern. Sie ersetzt jedoch nicht die Entwicklung, die Sharpe während einer vollständigen Saison hätte durchlaufen können.
Seine vierjährige Vertragsverlängerung über 90 Millionen Dollar beginnt 2026/27. Portland hat diese Summe investiert, weil der Klub in Sharpe einen möglichen Star der kommenden Jahre sieht.
Eine Rückkehr Ende Februar bleibt vorerst das Ziel, nicht die Garantie. Für Portland wird es wichtiger sein, Sharpe vollständig gesund zurückzubekommen, als ihn für einige zusätzliche Saisonspiele zu früh einzusetzen.
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Aus der vermeintlich größten Stärke des Kaders ist damit bereits vor dem Saisonstart eine der größten Sorgen geworden.



