Real Madrid prüft Option Klopp nach Alonso-Abgang
Real Madrid steht erneut vor einer altbekannten Frage: Wie gelingt der Neustart nach einem Umbruch an der Spitze? Nach dem plötzlichen Abgang von Xabi Alonso in dieser Woche haben im Verein interne Gespräche über einen möglichen Nachfolger begonnen – jemand, der sowohl Autorität als auch Ambitionen im Estadio Santiago Bernabéu verkörpern könnte.
Auch wenn keine sofortige Entscheidung zu erwarten ist, deuten erste Berichte darauf hin, dass die Vereinsführung Optionen prüft, die nicht nur die Trainerbank, sondern das gesamte sportliche Projekt neu gestalten könnten.
Alonsos Abgang löst Suche aus
Alonso trat am Montag zurück, nachdem Real Madrid im Finale der Supercopa de España mit 2:3 gegen den FC Barcelona verloren hatte. Der Zeitpunkt kam für viele Fans überraschend, und spätere Berichte machten deutlich, dass interne Spannungen eine größere Rolle gespielt haben dürften als allein die sportlichen Ergebnisse.
Florentino Pérez denkt nun über längerfristige Alternativen nach. Laut dem Sky-Sports-Deutschland-Journalisten Florian Plettenberg, dessen Bericht später von Madrid Xtra aufgegriffen wurde, zählt Jürgen Klopp zu den Kandidaten für eine dauerhafte Lösung.
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Klopp-Profil weckt Madrids Interesse
Klopp hat seit seinem Abschied vom FC Liverpool am Ende der Saison 2023/24 keine Mannschaft mehr trainiert. Danach übernahm er eine strategische Rolle als Head of Global Soccer bei Red Bull. In früheren Interviews über mögliche Verbindungen zu Madrid hatte er die Größe und Schwierigkeit einer solchen Herausforderung anerkannt.
Mit 58 Jahren hat Klopp zwar noch nie in La Liga trainiert, doch laut deutschen Medien spielt das in den Überlegungen des Vereins eine untergeordnete Rolle. Vielmehr zählt seine Fähigkeit, unter Druck Spitzenmannschaften neu aufzubauen. Plettenberg betont, dass diese Kompetenz für kulturellen und sportlichen Umbruch genau dem entspricht, was der Klub derzeit sucht.
Während seiner neunjährigen Amtszeit in Anfield gewann Klopp alle wichtigen Titel, darunter die Premier League und die Champions League. Besonders hervorzuheben ist die Meisterschaft, die er Liverpool nach 30-jähriger Durststrecke bescherte – ein Meilenstein, der seinen Ruf als Trainer mit außergewöhnlicher Wirkung untermauerte.
Allerdings deuten Quellen aus dem Umfeld darauf hin, dass Klopp bislang nicht überzeugt ist, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Rückkehr in das Tagesgeschäft ist.
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Transferambitionen als Überzeugungsstrategie
Die Klubführung von Real Madrid hat Trainerwechsel in der Vergangenheit häufig mit spektakulären Transfers verknüpft – und auch diesmal könnte das der Fall sein. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Pérez erwägt, den Stürmer von Manchester City, Erling Haaland, als Teil einer größeren Vision ins Visier zu nehmen.
Haaland stand bereits im Fokus Madrids, bevor er 2022 von Borussia Dortmund zu Manchester City wechselte. Inzwischen 25 Jahre alt, zählt er weiterhin zu den torgefährlichsten Angreifern Europas und setzt in der Premier League Maßstäbe.
Allerdings ist die Position von City stark. Haaland verlängerte seinen Vertrag im Januar 2025 langfristig bis 2034 – ein Transfer würde also eine enorme finanzielle Investition erfordern. Dennoch berichten einige Quellen, dass Haaland ein Engagement bei Real Madrid als langfristiges Ziel sieht – und nicht als abgehakte Option.
Klopps langjährige Bewunderung
Klopp äußerte sich bereits in der Vergangenheit anerkennend über Haaland, insbesondere nach Duellen in der Premier League. Nach einem Spiel gegen Manchester City im Jahr 2022 analysierte er dessen Qualitäten wie folgt:
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„Als (Haaland) noch sehr jung war, sah man schon sein Potenzial – es war verrückt. Körperlich setzt er neue Maßstäbe, die Kombination aus Athletik, Technik und Spielverständnis ist außergewöhnlich. Seine Orientierung auf dem Platz ist herausragend, er weiß immer, wo die entscheidenden Räume sind, und steht kaum im Abseits.“
Klopp ergänzte:
„Wenn man aktuell gegen den besten Stürmer der Welt spielt, muss man sicherstellen, dass er so wenige Bälle wie möglich bekommt.“
Ob Bewunderung allein genügt, um die Kluft zwischen Spekulation und Realität zu überbrücken, bleibt abzuwarten. Doch eines bleibt typisch für Madrid: In Zeiten der Unsicherheit sucht der Klub nicht nur nach Lösungen, sondern auch nach starken Zeichen.
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Quellen: Sky Sports Deutschland, Madrid Xtra
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