Ronaldo steht vor neuer Titelprobe, Al-Nassr gerät vor dem Derby ins Wanken
Ein Wendepunkt in der Saison
Cristiano Ronaldo kam nicht nur als Fußballstar nach Saudi-Arabien. Laut Goal.com und der Berichterstattung von Mark Doyle sollte der portugiesische Angreifer zum Aushängeschild eines umfassenden sportlichen Projekts werden, das vom staatlichen Public Investment Fund unterstützt wird.
Über weite Strecken der laufenden Spielzeit schien dieser Plan aufzugehen. Al-Nassr dominierte die Saudi Pro League und startete mit einer makellosen Bilanz ins neue Jahr. Ronaldos persönliche Zahlen sind beeindruckend, 114 Tore in 128 Einsätzen seit seinem Wechsel nach Riad, doch der große Mannschaftserfolg bleibt weiterhin aus.
Trotz der frühen Tabellenführung hat Al-Nassr seit Ronaldos Ankunft noch keinen großen Titel gewonnen.
Ständiger Wechsel an der Seitenlinie
Kontinuität war bei Al-Nassr zuletzt selten. Ronaldo arbeitet bereits mit seinem vierten festen Cheftrainer seit Januar 2023. Laut Goal.com ist die Suche nach dem richtigen Trainer ein zentrales Thema im Klub geblieben.
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Jorge Jesus wurde verpflichtet, um genau diese Lücke zu schließen. Der Portugiese hatte zuvor Al-Hilal zu einer ungeschlagenen Meisterschaft geführt. Bei Al-Nassr zeigte seine Mannschaft zunächst eine klare Handschrift, zehn Siege in Serie und nur fünf Gegentore sorgten für Optimismus.
Mit Ronaldo, Sadio Mane, Joao Felix und Kingsley Coman verfügte das Team über eine der gefährlichsten Offensivreihen der Liga.
Der Bruch im Spielfluss
Die ersten Zweifel kamen nach dem 2,2 gegen Al-Ettifaq auf. Jesus widersprach der Kritik deutlich und sagte, „Manchmal macht man alles richtig und gewinnt trotzdem nicht.“
Auch Ronaldo blieb zuversichtlich und schrieb auf Instagram, „Wir sind auf dem richtigen Weg und wissen, was wir 2026 tun müssen.“
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Doch die Ergebnisse verschlechterten sich rasch. Niederlagen gegen Al-Ahli und Al-Qadsiah legten defensive Schwächen und körperliche Probleme offen. Nach dem Spiel gegen Al-Ahli räumte Jesus ein, „Wir waren defensiv schwach.“
Ausfälle und wachsender Druck
Die personelle Situation hat sich weiter zugespitzt. Manes Abwesenheit beim Afrika Cup sowie Verletzungen in der Defensive haben die Stabilität der Mannschaft beeinträchtigt. Gleichzeitig hat Al-Hilal an der Spitze einen deutlichen Vorsprung herausgespielt.
Nach Angaben von Goal.com könnte eine Niederlage im Derby den Rückstand von Al-Nassr auf sieben Punkte anwachsen lassen, ein Szenario, das die Titelhoffnungen erheblich dämpfen würde.
Ronaldo bleibt dennoch kämpferisch. Gegenüber Arab News erklärte er, „Fußball ist so. Es gibt gute und schlechte Momente. Wichtig ist, professionell zu bleiben und daran zu glauben, dass sich alles ändern kann.“
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Ein Spiel mit weitreichender Bedeutung
Das Stadtderby ist damit mehr als ein Prestige-Duell. Für Al-Nassr geht es darum, den Negativtrend zu stoppen und im Titelrennen zu bleiben. Für Ronaldo könnte dieses Spiel entscheidend dafür sein, ob seine Zeit in Saudi-Arabien am Ende nur durch Tore oder auch durch Titel definiert wird.
Sources: Goal.com, Arab News
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