FußballSport

Senegal, Marokko nach chaotischem AFCON Finale sanktioniert

CAF bestätigt Disziplinarmaßnahmen

Die Confédération Africaine de Football hat offiziell Sanktionen gegen die Fédération Sénégalaise de Football und die Fédération Royale Marocaine de Football wegen der Vorfälle im Finale des TotalEnergies CAF Africa Cup of Nations Marokko 2025 verhängt, wie aus einer Mitteilung von CAF Online hervorgeht.

CAF erklärte, dass das Verhalten von Spielern, Offiziellen und Zuschauern während des Endspiels gegen den CAF Disziplinarkodex verstoßen und die Grundsätze von Fairplay, Integrität und Respekt gegenüber den Schiedsrichtern verletzt habe.

Die Entscheidung, die am Mittwoch, den 28. Januar 2026, veröffentlicht wurde, schließt eines der turbulentesten Kapitel in der Geschichte des Turniers ab.


Wie das Finale außer Kontrolle geriet

Laut Berichten von The New Times eskalierte das Spiel zwischen Senegal und Gastgeber Marokko in der Nachspielzeit, als Schiedsrichter Jean Jacques Ndala nach einer VAR Überprüfung einen Elfmeter für Marokko gab und entschied, dass El Hadji Malick Diouf Brahim Diaz gefoult habe.

Lesen Sie auch: NBA Stars erschüttert durch tödliche Schüsse in Minneapolis

Die Entscheidung folgte kurz nachdem ein Treffer Senegals aberkannt worden war und löste wütende Proteste der senegalesischen Bank und mehrerer Spieler aus, die den Schiedsrichter umringten.

Senegals Cheftrainer Pape Bouna Thiaw wies seine Mannschaft daraufhin an, das Spielfeld zu verlassen, wodurch sich die angespannte Lage weiter zuspitzte.


Elfmeterdrama und Senegals entscheidende Antwort

Wie The New Times berichtete, blieb Senegals Kapitän Sadio Mané auf dem Feld und forderte seine Mitspieler später zur Rückkehr und zur Fortsetzung des Spiels auf, um Ruhe und Disziplin zu bewahren.

Nach der Wiederaufnahme scheiterte Marokko vom Punkt, als Brahim Diaz einen Panenka Versuch startete, der von Torhüter Edouard Mendy pariert wurde.

Lesen Sie auch: Warum Mbappes Hattrick für Real Madrid nicht zählte

Senegal entschied das Finale schließlich in der Verlängerung für sich und sicherte sich den zweiten Afrika Cup Titel durch den Siegtreffer von Pape Gueye.


CAF weist marokkanischen Protest zurück

Nach dem Schlusspfiff legte die Fédération Royale Marocaine de Football offiziell Protest ein und argumentierte, Senegal hätte wegen des unerlaubten Verlassens des Spielfelds als Verlierer gewertet werden müssen.

Der CAF Disziplinarausschuss wies den Einspruch vollständig zurück, wie CAF Online mitteilte, und stellte fest, dass die angeblichen Verstöße gegen die Artikel 82 und 84 der Afrika Cup Regularien keinen Spielabbruch oder eine Aberkennung des Titels rechtfertigten.

Der Turniersieg Senegals blieb damit bestehen.

Lesen Sie auch: Liverpool in der Trainerfrage: Die 18 heißesten Kandidaten als möglicher Slot-Nachfolger – im Ranking


Sanktionen gegen senegalesische Verantwortliche und Spieler

Laut CAF Online sperrte der Disziplinarausschuss Senegals Cheftrainer Pape Bouna Thiaw für fünf offizielle CAF Spiele wegen unsportlichen Verhaltens und wegen Schädigung des Ansehens des Spiels. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe in Höhe von USD 100.000 verhängt.

Die senegalesischen Nationalspieler Iliman Cheikh Baroy Ndiaye und Ismaila Sarr erhielten jeweils eine Sperre von zwei offiziellen CAF Spielen wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter.

Die Fédération Sénégalaise de Football wurde mit einer Geldstrafe von USD 300.000 wegen Fehlverhaltens der Zuschauer sowie weiteren USD 300.000 wegen des unsportlichen Verhaltens von Spielern und Betreuern belegt. Zusätzlich wurde eine Strafe von USD 15.000 verhängt, da fünf senegalesische Spieler im Spiel verwarnt worden waren.


Sperren und Geldstrafen für Marokko

CAF Online berichtete, dass Marokkos Kapitän Achraf Hakimi für zwei offizielle CAF Spiele gesperrt wurde, wobei eine dieser Sperren für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Lesen Sie auch: Spurs suchen neuen Frank-Nachfolger

Ismaël Saibari erhielt eine Sperre von drei offiziellen CAF Spielen sowie eine Geldstrafe in Höhe von USD 100.000 wegen unsportlichen Verhaltens.

Die Fédération Royale Marocaine de Football wurde mit USD 200.000 für das unangemessene Verhalten der Balljungen sowie mit USD 100.000 für das Eindringen von Spielern und Betreuern in den VAR Bereich und die Behinderung der Schiedsrichterarbeit bestraft. Weitere USD 15.000 wurden wegen des Einsatzes von Lasern durch Zuschauer verhängt.


Ein deutliches Signal der CAF

Mit ihrer Entscheidung setzt CAF ein klares Zeichen in Sachen Disziplin bei hochkarätigen Spielen mit internationaler Aufmerksamkeit. Die Maßnahmen unterstreichen die Erwartung an Respekt gegenüber Spieloffiziellen und ziehen klare Grenzen für Proteste bei zukünftigen Turnieren.

Quellen: The New Times, CAF Online

Lesen Sie auch: Novak Djokovic kritisiert „respektlose“ Frage bei Pressekonferenz der Australian Open