Sheringham sagt, Ferguson würde United wieder auf Überzeugung und Verantwortung fokussieren
Die jüngste Übergangsphase bei Manchester United unter interimistischer Leitung hat vertraute Vergleiche mit der erfolgreichsten Zeit des Vereins wiederaufleben lassen. Laut Teddy Sheringham deuten erste Anzeichen auf einen Mentalitätswandel hin, der an Sir Alex Fergusons Herangehensweise in schwierigen Momenten erinnert.
Der ehemalige United-Stürmer ist der Meinung, dass sich Michael Carrick weniger auf drastische taktische Veränderungen konzentriert habe, sondern vielmehr darauf, im Mannschaftsgefüge wieder eine klare Perspektive herzustellen.
Eine vertraute Botschaft aus der Vergangenheit
Im Gespräch mit SPORTbible über den Online-Casino-Anbieter Mr Q erklärte Sheringham, dass Carricks Umgang mit dem Team dem ähnele, wie Ferguson oft reagierte, wenn die Standards nachließen.
„Ich glaube nicht, dass man da reingehen und herumbrüllen kann“, sagte Sheringham.
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„Ich denke, Michael ist einfach hingegangen, hat die Spieler aufgebaut, sie ermutigt und ihnen erklärt, was die Fans von Manchester United möglicherweise erwarten. Denn manchmal verliert man das aus den Augen.“
Sheringham erklärte weiter, dass Ferguson bei ausbleibenden Ergebnissen stets ein zentrales Thema ansprach:
„Man muss verstehen, welch ein Privileg es ist, für Manchester United zu spielen. Das war immer der Punkt, zu dem Sir Alex zurückkehrte, wenn unsere Leistungen schwächelten.“
Carricks unmittelbarer Einfluss
Carrick startete seine Interimszeit mit einem überraschenden 2:0-Sieg im Derby gegen Manchester City am Samstag. Der ehemalige Mittelfeldspieler übernahm das Team nach der Entlassung von Ruben Amorim Anfang Januar, dessen Amtszeit weniger als 14 Monate dauerte.
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Das Ergebnis sorgte für einen sofortigen Aufschwung, und Sheringham bemerkte einen spürbaren Unterschied in der Einstellung der Mannschaft im Vergleich zu den letzten Wochen unter Amorim.
Selbstvertrauen bringt Schwung
Um diesen Wandel zu verdeutlichen, zitierte Sheringham einen bekannten Satz des ehemaligen englischen Nationaltrainers Terry Venables:
„Terry Venables sagte immer: Wenn du Spiele verlierst, kannst du dir nicht vorstellen zu gewinnen, und wenn du Spiele gewinnst, kannst du dir nicht vorstellen zu verlieren“, erinnerte er sich.
Nur wenige hatten mit einer solchen Leistung gegen City gerechnet, doch laut Sheringham waren Carricks Anweisungen klar und wirkungsvoll.
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„Niemand hat mit dieser Leistung gegen Manchester City gerechnet, aber offensichtlich hat er [Carrick] ihnen gesagt, dass sie rausgehen, Druck auf City ausüben, Leute in den Strafraum bringen und Chancen kreieren sollen – und es hat funktioniert.“
Die nächste Bewährungsprobe steht an
United reist am Sonntag ins Emirates Stadium, um gegen den Tabellenführer Arsenal anzutreten – Carricks zweites Spiel an der Seitenlinie. Er ist bereits der zehnte Trainer in einer definierten Interimsrolle seit Fergusons Rücktritt am Ende der Saison 2012/13.
Berichten zufolge, auf die sich SPORTbible beruft, plant der Verein, im Sommer einen festen Trainer zu verpflichten. Diese zeitliche Planung soll auch ein Grund dafür gewesen sein, dass Carrick den Vorzug vor Ole Gunnar Solskjær erhielt, der eine Rückkehr in festerer Funktion anstrebte.
Für Sheringham wird entscheidend sein, ob das neu gewonnene Selbstvertrauen anhält.
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„Jetzt, plötzlich, haben sie ein gutes Ergebnis eingefahren, und sie gehen mit Optimismus statt Pessimismus ins Spiel gegen Arsenal“, sagte er.
„Es ist erstaunlich, wie schnell sich Dinge verändern können.“
Quellen: SPORTbible
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