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Super Bowl 2026: Donald Trump vs. Green Day

Unterhaltungspläne nehmen frühzeitig Gestalt an

Während der Super Bowl LX noch Wochen entfernt ist, hat sich der Fokus der Liga bereits über Football hinaus verschoben. Die NFL hat ihre Eröffnungszeremonie für das Spiel am 8. Februar in Santa Clara, Kalifornien, bestätigt, eine Entscheidung, die schnell eine Debatte weit über die Sportwelt hinaus ausgelöst hat.

Green Day werden die Veranstaltung vor dem Anpfiff eröffnen und auftreten, während die ehemaligen Super Bowl MVPs auf das Spielfeld geführt werden. Der Auftritt bringt die Band aus San Francisco auf eine globale Bühne in ihrer Heimatregion und ist einer der bekanntesten Momente des Abends.

Nach Angaben der Daily Mail folgt die Ankündigung auf die frühere Entscheidung der Liga, Bad Bunny für die Halbzeitpause zu buchen, eine Paarung, die die Kritik konservativer Kommentatoren erneut entfacht hat.

Warum die Rolle von Green Day politisch aufgeladen ist

Green Day-Frontmann Billie Joe Armstrong kritisiert Donald Trump seit Jahren offen, sowohl auf der Bühne als auch in Interviews. Auf dem Download Festival im Vereinigten Königreich sagte Armstrong im vergangenen Juni: "Donald Trump und seine Regierung sind eine faschistische Regierung. Und es liegt an uns, uns zu wehren."

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Außerdem hat er bei Konzerten Sprechchöre angeführt, in denen Trump beleidigt wurde, und bei der Aufführung des Bandsongs American Idiot den Text so verändert, dass er die Zeile "I'm not part of the MAGA agenda" enthielt.

Diese Äußerungen haben die Teilnahme von Green Day am Super Bowl unter Trump-Anhängern zu einer Kontroverse gemacht, wie die Daily Mail berichtet.

Band begrüßt das Rampenlicht

Trotz der Kritik äußerte sich Armstrong begeistert über diese Gelegenheit. Nach der Ankündigung sagte er, die Band sei "super aufgeregt", den Super Bowl 60 in ihrem eigenen Hinterhof zu eröffnen.

Er fügte hinzu, dass die Gruppe sich geehrt fühle, dabei zu helfen, legendäre Spieler auf dem Spielfeld zu begrüßen und für die Fans in aller Welt aufzutreten. Die NFL selbst hat sich nicht öffentlich zu den politischen Reaktionen auf ihr Unterhaltungsprogramm geäußert.

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Schlechte Bunny-Entscheidung gibt den Ton an

Die Wahl von Bad Bunny als Halbzeit-Act durch die Liga hatte bereits Monate zuvor scharfe Reaktionen hervorgerufen. Der puerto-ricanische Künstler hat Trumps Einwanderungspolitik öffentlich kritisiert und zuvor eine Tournee in den Vereinigten Staaten abgelehnt, weil er befürchtete, dass die Fans von der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen betroffen sein könnten.

Trump reagierte auf die Halbzeitankündigung im Oktober und wies den Künstler mit den Worten zurück: "Ich habe noch nie von ihm gehört, ich weiß nicht, wer er ist, ich weiß nicht, warum sie das machen, das ist verrückt." Später fügte er hinzu, die Entscheidung sei "absolut lächerlich".

Die Gegenreaktion der Fans wächst online

Nach der Bestätigung von Green Day wurde in den sozialen Medien erneut Kritik laut. Einige Trump-Anhänger warfen der NFL vor, Künstler zu fördern, die sie als "antiamerikanisch" bezeichneten, während andere zum Boykott des Spiels aufriefen.

Nach Angaben der Daily Mail folgten ähnliche Reaktionen auf die Ankündigung von Bad Bunny, was darauf hindeutet, dass die Unterhaltungsstrategie der Liga zu einem wiederkehrenden Brennpunkt der allgemeinen politischen und kulturellen Spaltung geworden ist.

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Super Bowl-Spektakel trifft auf politische Realität

Da die NFL weiterhin auf globale Reichweite und kulturelle Relevanz setzt, wird die Auswahl der Unterhaltungsprogramme für den Super Bowl immer wahrscheinlicher, dass sie politisch kritisch beäugt wird. Da sowohl die Eröffnungszeremonie als auch die Halbzeitshow mit ausgesprochenen Trump-Kritikern verbunden sind, wird der Super Bowl LX abseits des Spielfelds genauso umstritten sein wie auf dem Spielfeld.

Quellen: Daily Mail, Bericht von Oliver Salt

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