Super-Bowl-Besucher verunsichert, ICE reagiert auf tödliche Vorfälle in Minneapolis
Warum Bundesbehörden kurz vor dem Super Bowl Stellung beziehen
US-Behörden haben sich öffentlich zur Sicherheitslage rund um den Super Bowl geäußert, nachdem Kritik an der Einwanderungsbehörde ICE deutlich zugenommen hat, wie TMZ und Agence France Presse berichten.
Auslöser sind zwei tödliche Schusswaffeneinsätze von Bundesbeamten in Minneapolis, die landesweit Proteste und eine erneute Debatte über Durchsetzungsmethoden der Einwanderungsbehörden entfacht haben.
Nach Angaben der Behörden soll der Einsatz beim Super Bowl am 8. Februar in Santa Clara, Kalifornien, auf allgemeine Sicherheitskoordination ausgerichtet sein und nicht auf gezielte Einwanderungskontrollen.
Tödliche Einsätze verschärfen Proteste und öffentliche Kritik
Die Spannungen nahmen nach dem Tod von Alex Pretti am vergangenen Wochenende weiter zu, nur wenige Wochen nachdem auch Renee Good bei einem Einsatz von Bundesbeamten ums Leben gekommen war.
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Laut AFP zeigen in sozialen Netzwerken verbreitete Videos, wie der 37 Jahre alte Intensivpfleger Pretti einer Frau helfen wollte, die von Beamten zu Boden gedrückt worden war. Kurz darauf wurde er von mehreren Einsatzkräften zu Boden gebracht und mit Pfefferspray besprüht.
Die Aufnahmen zeigen, dass Pretti noch am Boden liegend erschossen wurde. Seine Eltern weisen die offizielle Darstellung zurück und erklärten, ihr Sohn habe ein Mobiltelefon in der Hand gehalten und keine Schusswaffe.
Fotografien und Berichte von AFP dokumentieren wachsende Demonstrationen in Minneapolis, bei denen Kritiker den Behörden übermäßige Gewaltanwendung vorwerfen.
Sicherheitsdebatte rückt Super Bowl LX in den Fokus
Mit dem näher rückenden Super Bowl LX richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Rolle der Bundesbehörden bei einer der größten Sportveranstaltungen des Landes.
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ICE soll Teil des föderalen Sicherheitsaufgebots sein, was bei Bürgerrechtsgruppen und Teilen der Öffentlichkeit Sorgen über mögliche Konfrontationen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften ausgelöst hat.
Diese Bedenken haben das Heimatschutzministerium dazu veranlasst, seine Position öffentlich zu erläutern.
Heimatschutzministerium betont Fokus auf Schutz der Besucher
Die stellvertretende DHS-Sekretärin Tricia McLaughlin erklärte, die Vorbereitungen dienten in erster Linie der Sicherheit der Besucher und der Zusammenarbeit mit lokalen Behörden.
Nach Angaben von TMZ sagte McLaughlin, das Ministerium sichere regelmäßig Großereignisse wie internationale Sportturniere in enger Abstimmung mit anderen staatlichen Stellen ab.
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Personen, die sich rechtmäßig im Land aufhielten und keine Gesetze verletzten, hätten nichts zu befürchten, so McLaughlin weiter.
Zudem betonte sie, dass operative Details nicht öffentlich gemacht würden und der Sicherheitseinsatz im Einklang mit der US-Verfassung stehe.
Frühere Aussagen belasten das Vertrauen in aktuelle Zusicherungen
Die aktuellen Beschwichtigungen stehen im Kontrast zu früheren Aussagen des DHS-Beraters Corey Lewandowski, die nun erneut Aufmerksamkeit erhalten.
In dem Podcast The Benny Show erklärte Lewandowski im vergangenen Jahr, ICE habe auf Anweisung des Präsidenten auch bei Großveranstaltungen wie dem Super Bowl operiert. Er sagte, es gebe keinen Ort, der für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus als sicher gelte.
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Diese Aussagen prägen weiterhin das öffentliche Misstrauen gegenüber den aktuellen Zusicherungen der Behörden, während der Super Bowl näher rückt.
Quellen: TMZ, Agence France Presse
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