Tottenham hat De Zerbi im Visier, um die Saison nach der Entlassung von Tudor zu retten
Tottenham Hotspur hat erneut einen dringenden Trainerwechsel vorgenommen, da der Verbleib in der Premier League auf der Kippe steht, und sich nach etwas mehr als sechs Wochen im Amt von Igor Tudor getrennt.
Der Verein bestätigte, dass die Trennung im gegenseitigen Einvernehmen erfolgte, nachdem eine Serie schwacher Ergebnisse die Spurs nur knapp über der Abstiegszone zurückgelassen hat – bei noch sieben ausstehenden Spielen.
Der Fokus richtet sich nun erneut auf Roberto De Zerbi. Laut The Guardian bemüht sich Tottenham intensiv darum, den Italiener mit einem langfristigen Vertrag zu verpflichten, obwohl dieser zögert, vor Saisonende eine so risikoreiche Situation zu übernehmen.
De Zerbi, der zuvor Brighton und zuletzt Marseille trainierte, hatte bereits Anfang des Jahres nach der Entlassung von Thomas Frank eine Anfrage abgelehnt und es vorgezogen, bis zum Sommer mit einer Rückkehr ins Trainergeschäft zu warten. Die Übernahme einer Mannschaft im Abstiegskampf gilt für ihn weiterhin als erhebliches Risiko.
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Tudors kurze Amtszeit kam nie wirklich in Schwung. In fünf Ligaspielen holte er lediglich einen Punkt, wobei die 0:3-Heimniederlage gegen Nottingham Forest sein letztes Spiel darstellte. Die Spurs haben nun nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze, wodurch erstmals seit der Saison 1976/77 wieder der Abstieg droht.
Die aktuelle Serie von 13 Ligaspielen ohne Sieg ist die schlechteste des Vereins seit der Saison 1934/35, als man in einer ähnlich schwierigen Phase zuletzt aus der höchsten Spielklasse abstieg.
Abseits des Platzes wurde Tudor zudem von einer persönlichen Tragödie getroffen. Nach der Niederlage gegen Forest wurde er über den Tod seines Vaters informiert. Tottenham würdigte die Situation in einer Mitteilung und sprach ihm sowie seiner Familie „Unterstützung in dieser schwierigen Zeit“ aus.
Auch sein Trainerstab, darunter Tomislav Rogic und Riccardo Ragnacci, hat den Verein verlassen. Der Assistenztrainer der ersten Mannschaft, Bruno Saltor, soll das Training vorübergehend leiten, während ein Nachfolger bestimmt wird.
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Als Tudor im Februar verpflichtet wurde, erklärte Tottenham, seine Aufgabe bestehe darin, „Organisation, Intensität und Wettbewerbsfähigkeit“ in einer entscheidenden Phase der Saison zu bringen. Die Leistungen blieben jedoch inkonstant. Deutliche Niederlagen – darunter ein schwieriges Champions-League-Duell gegen Atlético Madrid – sowie umstrittene Entscheidungen wie die frühe Auswechslung von Torhüter Antonin Kinsky in diesem Spiel sorgten für Kritik.
Tudor stellte auch öffentlich seine Mannschaft infrage und erklärte, es fehle ihr in mehreren Bereichen, darunter auch im von ihm so bezeichneten „mentalen“ Aspekt ihres Spiels.
Da die Zeit drängt, arbeitet Tottenham nun mit Hochdruck daran, einen Nachfolger zu finden. Wie The Guardian berichtet, haben mehrere potenzielle Kandidaten gezögert, eine kurzfristige Rettungsmission unter Abstiegsdruck zu übernehmen.
Die nächste Trainerentscheidung des Vereins könnte entscheidend dafür sein, ob der Klassenerhalt gelingt, und zugleich die finanzielle Zukunft sowie die langfristige Ausrichtung des Klubs prägen.
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Quelle: The Guardian
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