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Trumps privater Text stürzt die WM-Nation in einen Sturm aus Adel und Grönland

Die Vorbereitungen für die Fußballweltmeisterschaft 2026 finden vor einem angespannten geopolitischen Hintergrund statt, denn die Vereinigten Staaten sind neben Kanada und Mexiko als Mitausrichter des Turniers vorgesehen. Laut GiveMeSport haben sich die Beziehungen zwischen Washington und mehreren europäischen Regierungen in den letzten Monaten verschlechtert, was auf Streitigkeiten über Handel, Sicherheit und internationale Anerkennung zurückzuführen ist.

Im Mittelpunkt des jüngsten Streits steht eine private Nachricht von Trump an den norwegischen Premierminister Jonas Gahr Store, die später von dem US-Journalisten Nick Schifrin in den sozialen Medien veröffentlicht wurde.

Streit um Nobelpreis schürt persönlichen Groll

Donald Trump hat wiederholt die Entscheidung kritisiert, den Friedensnobelpreis an die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado zu verleihen. Nach Angaben des Nobelkomitees erhielt Machado den Preis im Oktober für ihre Rolle bei der Förderung eines "gerechten und friedlichen Übergangs von der Diktatur zur Demokratie" in Venezuela.

Nach Berichten von GiveMeSport hat Trump sowohl vor als auch nach der Ankündigung öffentlich argumentiert, dass seine eigene außenpolitische Bilanz ihn zu einem würdigeren Empfänger mache. Er hat seine Beteiligung an der Lösung oder Verhinderung mehrerer internationaler Konflikte als Rechtfertigung für diese Behauptung angeführt.

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Der Streit verschärfte sich, nachdem die Trump-Administration den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau am 3. Januar festgenommen und in die Vereinigten Staaten überführt hatte, um sie wegen Drogenhandels anzuklagen, wie GiveMeSport berichtet. Machado besuchte später das Weiße Haus und überreichte Trump ihre Nobelmedaille, obwohl das Nobelkomitee später klarstellte, dass der Preis nicht auf eine andere Person übertragen werden kann.

Grönlands Ambitionen belasten die europäischen Beziehungen

Neben der Nobelkontroverse hat Trump den Druck auf Dänemark in Bezug auf Grönland, ein autonomes dänisches Gebiet mit wachsender strategischer Bedeutung, verstärkt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, dass die Vereinigten Staaten Grönland bräuchten, "um die russische Bedrohung zu beseitigen", und fügte hinzu, dass die Kontrolle über die Insel "erledigt werden wird".

Laut der norwegischen Zeitung VG hat Store gemeinsam mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb Kontakt zu Trump aufgenommen, um die Spannungen zu verringern. Trumps Antwort, die später von Schifrin geteilt wurde, schlug einen konfrontativen Ton an.

In der Botschaft schrieb Trump: "Wenn man bedenkt, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, weil ich acht Kriege verhindert habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, nur an den Frieden zu denken", bevor er den Rechtsanspruch Dänemarks auf Grönland in Frage stellte und argumentierte, dass die NATO den Vereinigten Staaten mehr Unterstützung schulde.

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Er behauptete auch, dass die globale Sicherheit davon abhänge, dass die Vereinigten Staaten die vollständige Kontrolle über das Gebiet hätten.

Weltmeisterschaft schärft die Sensibilität

Norwegen gehört zu den Ländern, die sich bereits für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert haben, ein Turnier, das Trump häufig als Symbol der amerikanischen Führungsrolle auf der Weltbühne hervorgehoben hat. Laut GiveMeSport haben europäische Beamte privat ihre Besorgnis darüber geäußert, dass politische Streitigkeiten in die Sportdiplomatie einfließen könnten, wenn das Ereignis näher rückt.

Mehrere europäische Regierungen haben Trumps Grönland-Vorschlag rundheraus abgelehnt, wobei einige als Zeichen der Abschreckung zusätzliche militärische Ressourcen auf der Insel stationiert haben. Außerdem hat Trump acht europäischen Ländern, darunter Norwegen, Dänemark und Deutschland, mit höheren Handelszöllen gedroht.

Auch wenn kein offizieller Zusammenhang zwischen der Fußballweltmeisterschaft und diesen diplomatischen Streitigkeiten hergestellt wurde, stellen Analysten fest, dass die Konvergenz von Sport, Sicherheit und persönlichen politischen Beschwerden die Spannungen in einem für die transatlantischen Beziehungen heiklen Moment verstärkt hat.

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Eine Botschaft, die über die Diplomatie hinaus wirkt

Politischen Analysten zufolge, die von GiveMeSport zitiert werden, hat die ungewöhnlich persönliche Sprache von Trumps Botschaft die europäischen Staats- und Regierungschefs verunsichert, die an eine eher konventionelle diplomatische Kommunikation gewöhnt sind. Die Erwähnung des Nobelpreises, der NATO-Verpflichtungen und der territorialen Kontrolle in einem einzigen Wortwechsel unterstrich, wie sehr persönliche Anerkennung und strategische Politik in der aktuellen Pattsituation miteinander verwoben sind.

Angesichts der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft und der zunehmenden Bedeutung der arktischen Sicherheit auf der internationalen Agenda stehen europäische Beamte nun vor der Herausforderung, sowohl die öffentliche Diplomatie als auch private Kanäle mit einer Regierung zu verwalten, die bereit ist, die Grenzen zwischen beiden zu verwischen.

Quellen: GiveMeSport, Berichterstattung über soziale Medien von Nick Schifrin

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