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US-Gesetzgeber drängen darauf, die Präsenz der ICE bei der Weltmeisterschaft 2026 zu begrenzen

Bedenken hinsichtlich der Durchsetzung der Einwanderungsgesetze treten im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten als Teil einer breiteren Debatte über Sicherheit und öffentliche Wahrnehmung in den Vordergrund.

Da erwartet wird, dass das Turnier Millionen internationaler Besucher anzieht, setzen sich einige demokratische Abgeordnete dafür ein, die Rolle der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) im Umfeld der Spielstätten zu begrenzen. Sie argumentieren, dass deren Präsenz Besucher abschrecken und dem Image der Veranstaltung schaden könnte.

Gesetzesinitiative gewinnt an Dynamik

Wie The Athletic berichtet, hat die Abgeordnete Nellie Pou aus New Jersey einen Gesetzesentwurf eingebracht, der darauf abzielt, die Art und Weise der Durchsetzung der bundesstaatlichen Einwanderungsgesetze während des Turniers einzuschränken.

Der Vorschlag, bekannt als „Save the World Cup Act“, würde den Einsatz von Bundesmitteln für ICE-bezogene Aktivitäten innerhalb eines Radius von einer Meile um jede in den USA ausgetragene WM-Partie untersagen. Pou brachte den Gesetzentwurf am 19. März mit Unterstützung der Abgeordneten LaMonica McIver und Eric Swalwell ein.

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Swalwell hat zudem einen separaten Gesetzesvorschlag, den „Safe Passage to the World Cup Act“, eingebracht, der ähnliche Finanzierungsbeschränkungen auf sämtliche Metropolregionen ausweiten würde, in denen Spiele oder FIFA-Fanfeste stattfinden.

Zusammen spiegeln diese Vorschläge die wachsende Besorgnis einiger Abgeordneter darüber wider, wie sich eine sichtbare Durchsetzung der Einwanderungsgesetze sowohl auf die Zuschauerzahlen als auch auf das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten während des Turniers auswirken könnte.

Auswirkungen auf die lokale Strafverfolgung

The Athletic berichtet weiter, dass Pou und Swalwell einen zusätzlichen Vorschlag von McIver unterstützen, der darauf abzielt, die Zusammenarbeit zwischen bundesfinanzierten Behörden und Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts während der Veranstaltung einzuschränken.

Sollten solche Maßnahmen verabschiedet werden, könnten sie Auswirkungen auf lokale Polizeibehörden haben, die an sogenannten 287(g)-Vereinbarungen teilnehmen – Partnerschaften, die es lokalen Beamten ermöglichen, Bundesbehörden bei bestimmten einwanderungsbezogenen Aufgaben zu unterstützen.

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Nach Angaben von ICE ermöglichen diese Vereinbarungen den Strafverfolgungsbehörden, dabei zu helfen, „ausreisepflichtige Ausländer mit anhängigen oder laufenden Strafverfahren zu identifizieren und zu bearbeiten“. Kritiker argumentieren jedoch, dass ihr Einsatz im Kontext eines globalen Sportereignisses die Angst unter Einwanderergemeinschaften und internationalen Besuchern verstärken könnte.

Sicherheitsbedenken und politische Spaltung

Die Gesetzesinitiative erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltenden Debatte über die Rolle von ICE bei der Sicherheitsplanung für die Weltmeisterschaft.

Im vergangenen Monat erklärte der kommissarische ICE-Direktor Todd Lyons, die Behörde werde eine „Schlüsselrolle“ bei der Gewährleistung der Sicherheit während des Turniers spielen. Als Reaktion auf die von Pou geäußerten Bedenken fügte Lyons hinzu: „ICE setzt sich dafür ein, sicherzustellen, dass alle Besucher der Einrichtungen eine sichere und geschützte Veranstaltung erleben.“

Pou wies diese Position zurück und warnte, dass eine sichtbare Durchsetzung der Einwanderungsgesetze das Vertrauen in die Veranstaltung untergraben könnte. Sie argumentierte, das Vertrauen in die Organisatoren des Turniers sei „im freien Fall und gefährde die Weltmeisterschaft“.

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Im Fokus der Weltöffentlichkeit

Die Vereinigten Staaten werden im Rahmen des erweiterten Turniers 2026 insgesamt 78 Spiele in 11 Städten ausrichten, während die verbleibenden 26 Partien auf Kanada und Mexiko verteilt werden.

Der Wettbewerb soll am 11. Juni beginnen, wenn Mexiko im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt auf Südafrika trifft.

Während die Vorbereitungen weiterlaufen, verdeutlicht die Debatte über die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze eine größere Herausforderung für die Organisatoren: die Balance zwischen Sicherheitsanforderungen und der einladenden Atmosphäre, die von einem der meistgesehenen Sportereignisse der Welt erwartet wird.

Quellen: The Athletic, ICE

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.