Wächter stirbt in eisiger Kälte vor Winterspielen
Die Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele in Italien sind durch einen tödlichen Vorfall überschattet worden. Ein Sicherheitsmitarbeiter kam während eines Nachtdienstes an einem alpinen Austragungsort ums Leben, nur wenige Wochen vor Beginn der Spiele.
Vorfall während des Nachtdienstes
Nach Angaben der Daily Mail starb der 55 jährige Sicherheitsmann Pietro Zantonini während seines Einsatzes an einer Eisbahn in Cortina d’Ampezzo, einem zentralen Austragungsort der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026. In der Nacht fielen die Temperaturen auf etwa minus 16 Grad Celsius.
Italienische Medien berichteten, dass sich Zantonini gegen 2 Uhr morgens unwohl fühlte und Kollegen kontaktierte, um Hilfe zu erbitten. Rettungskräfte wurden alarmiert und ein Krankenwagen zum Einsatzort entsandt. Trotz ihres Eintreffens wurde er noch vor Ort für tot erklärt. Ermittler erklärten später, dass er draußen im Schnee zusammengebrochen sei.
Erste Erkenntnisse der Ermittler
Nach bisherigen Erkenntnissen starb Zantonini an einem Herzinfarkt. Andrea Varnier, Geschäftsführer der Stiftung Fondazione Milano Cortina 2026, erklärte gegenüber Reportern, es handle sich nach aktuellem Stand um einen Tod durch natürliche Ursachen, die Untersuchungen dauerten jedoch an.
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Italiens Infrastrukturminister Matteo Salvini forderte eine umfassende und gründliche Untersuchung des Vorfalls. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die extreme Kälte eine Rolle spielte oder ob organisatorische Aspekte wie Arbeitszeiten und Einsatzbedingungen zum Tod beigetragen haben könnten.
Arbeitsbedingungen im Fokus
Laut italienischen Medienberichten, auf die sich die Daily Mail beruft, arbeitete Zantonini in einer kleinen Wachkabine, die lediglich mit einem tragbaren Heizgerät ausgestattet war. Während seiner Schicht musste er in regelmäßigen Abständen das Schutzhaus verlassen, um Kontrollgänge über das Baustellengelände durchzuführen.
Die Familie des Verstorbenen erklärte, er habe sich bereits vor seinem Tod mehrfach über die Arbeitsbedingungen beklagt. In einer Stellungnahme hieß es, er habe unter besonders harten Wetterbedingungen im Freien gearbeitet und die Situation als belastend empfunden.
Das Infrastrukturunternehmen Simico sprach der Familie sein Beileid aus, betonte jedoch, dass die Baustelle nicht in seiner direkten Verantwortung gelegen habe. Man werde die Ergebnisse der offiziellen Untersuchungen abwarten.
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Aufmerksamkeit für Sicherheit an Olympia Standorten
Die Olympischen Winterspiele finden vom 6. bis 22. Februar statt, mehrere Wettbewerbe werden in Cortina d’Ampezzo ausgetragen. Der Todesfall hat eine erneute Debatte über Sicherheitsstandards und Arbeitsbedingungen an Olympia Baustellen ausgelöst, insbesondere an Standorten, die unter extremen winterlichen Bedingungen betrieben werden.
Quellen: Daily Mail, italienische Medien
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