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Warum Lionel Messi eine Medaillenverleihung im Weißen Haus abgelehnt hat

Lionel Messi sollte zu den Namen gehören, die Anfang 2025 bei einer der prestigeträchtigsten Zeremonien in Washington bekannt gegeben würden. Stattdessen sorgten seine Abwesenheit und das Fehlen eines Vertreters in seinem Namen für stille, aber weitverbreitete Aufmerksamkeit in Sport- und Politikkreisen.

Der argentinische Stürmer erklärte später, warum er einer Veranstaltung fernblieb, zu der nur sehr wenige Sportler jemals eingeladen werden.

Eine seltene Auszeichnung und eine bemerkenswerte Abwesenheit

Im Januar 2025 wurde Messi ausgewählt, die Presidential Medal of Freedom zu erhalten die höchste zivile Auszeichnung, die von der Regierung der Vereinigten Staaten verliehen wird. Laut einer damals vom Weißen Haus veröffentlichten Begründung wurde die Auszeichnung kurz vor dem Ende seiner Amtszeit vom damaligen Präsidenten Joe Biden genehmigt.

In der Erklärung des Weißen Hauses hieß es, Messi werde für sein humanitäres Engagement geehrt. Dabei wurde hervorgehoben, dass er „über die Leo Messi Foundation weltweit Gesundheits- und Bildungsprogramme für Kinder unterstützt und als UNICEF-Sonderbotschafter tätig ist“.

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Messi war einer von 19 Preisträgern, die in diesem Jahr ausgewählt wurden. Zu den Gästen der Zeremonie zählten unter anderem die Schauspieler Denzel Washington und Michael J. Fox sowie der ehemalige NBA-Star Earvin „Magic“ Johnson. Anders als die meisten Geehrten erschien Messi jedoch nicht persönlich, und auch kein Vertreter nahm in seinem Namen teil ein ungewöhnlicher Umstand für diese Veranstaltung.

Messi erklärt seine Entscheidung

Während in Sportmedien und im Internet spekuliert wurde, äußerte sich Messi direkt zu der Situation. In einer öffentlich geteilten Erklärung des Fußballjournalisten Fabrizio Romano zeigte er sich dankbar und bestätigte zugleich, dass er nicht teilnehmen werde.

„Es ist eine große Ehre, diese Anerkennung zu erhalten. Ich bin dafür wirklich sehr dankbar“, sagte Messi. „Leider habe ich bereits eine andere Verpflichtung und kann daher nicht an der Zeremonie im Weißen Haus am 4. Januar teilnehmen. Aber ich weiß diese Geste sehr zu schätzen.“

Über offizielle Kanäle folgten weitere Klarstellungen. In einer späteren Mitteilung hieß es, das Weiße Haus habe die FIFA informiert, die sich Ende Dezember wiederum an Messis Klub gewandt habe. Messi antwortete formell, verwies auf Terminkonflikte und bereits bestehende Verpflichtungen und brachte zugleich seine Hoffnung zum Ausdruck, den Präsidenten zu einem späteren Zeitpunkt persönlich treffen zu können.

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Einfluss auf seine Karriere und sein soziales Engagement

Messis Auswahl beruhte ebenso sehr auf seinem Wirken abseits des Spielfelds wie auf seinen sportlichen Erfolgen. Seit seinem Wechsel zu Inter Miami im Jahr 2023 hat er dazu beigetragen, das internationale Profil des Klubs zu schärfen und Titel wie den Leagues Cup und den MLS Supporters’ Shield zu gewinnen.

Gleichzeitig spielten seine langjährigen karitativen Aktivitäten insbesondere über die Leo Messi Foundation laut den eigenen Unterlagen des Weißen Hauses eine zentrale Rolle bei der Begründung für die Auszeichnung.

Obwohl die Empfänger der Medal of Freedom in der Regel persönlich erscheinen oder einen Vertreter entsenden, wurde die Zeremonie abgehalten, ohne dass Messis Name laut verlesen wurde.

Politischer und sportlicher Kontext

Der Zeitpunkt der Auszeichnung fiel mit einem erneuerten politischen Fokus auf den Fußball in den Vereinigten Staaten zusammen. Donald Trump, der 2025 ins Präsidentenamt zurückkehrte, hat ein deutliches Interesse an großen internationalen Turnieren gezeigt, die im Land ausgetragen werden, darunter die erweiterte Klub-Weltmeisterschaft und die Weltmeisterschaft 2026.

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Bei einem Auftritt bei der Klub-Weltmeisterschaft im Sommer zuvor sorgte Trump für Aufmerksamkeit, als er über die größten Fußballspieler aller Zeiten sprach und sich für Pelé statt für moderne Stars entschied.

„Also werde ich wahrscheinlich altmodisch sein so wie man Babe Ruth sagt und sagen, dass Pelé so großartig war“, erklärte Trump.

Messi wurde in diesen Aussagen nicht erwähnt, obwohl seine Ehrung durch das Weiße Haus zu diesem Zeitpunkt bereits genehmigt war.

Quellen: GiveMeSport, Erklärungen des Weißen Hauses, Fabrizio Romano

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.